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	<title>UnPolitik.de &#187; Zensur</title>
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	<description>Weil es zu gefährlich ist, nichts zu sagen.</description>
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		<title>Njetneutralit&#228;t</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Jul 2011 13:24:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Überwachungsstaat]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Enqu&#234;te-Komission &#8220;Internet und digitale Gesellschaft&#8221; (EIdG) hat am 4. Juli 2011 getagt. Eigentlich sollte an diesem Tag unter anderem der Abschlussbericht zu Datenschutz und Netzneutralit&#228;t festgeklopft werden. Da die die Mitglieder der Regierungskoalition allerdings keine Mehrheit gegen die Netzneutralit&#228;t finden konnten, wurde das Thema mittels winkelpolitischer Schachz&#252;ge vertagt. Jetzt fragt man sich, warum will [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Die <a href="http://www.bundestag.de/internetenquete/Zwischenbericht_zu_Medienkompetenz_und_Urheberrecht_beschlossen/index.jsp">Enqu&#234;te-Komission &#8220;Internet und digitale Gesellschaft&#8221;</a> (EIdG) hat am 4. Juli 2011 getagt. Eigentlich sollte an diesem Tag unter anderem der Abschlussbericht zu Datenschutz und Netzneutralit&#228;t festgeklopft werden. Da die die Mitglieder der Regierungskoalition allerdings keine Mehrheit gegen die Netzneutralit&#228;t finden konnten, wurde das Thema mittels winkelpolitischer Schachz&#252;ge vertagt.</p>

	<p>Jetzt fragt man sich, warum will die Regierung eigentlich keine Netzneutralit&#228;t im Gesetz festschreiben, wie es <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Niederlande-schreiben-Netzneutralitaet-im-Mobilfunk-vor-1266347.html">zum Beispiel in den Niederlanden</a> gerade geschehen ist? Netzneutralit&#228;t, und damit ungehinderter Zugang zum Netz, kann nur einen positiven Einfluss auf die Kommunikationsinfrastruktur Internet haben und damit gut f&#252;r Demokratie sein. Die Regierungskoalition &#228;u&#223;ert sich nur dahingehend, dass der Markt das schon regeln werde und man daher nicht gesetzlich regulieren wolle. Ja nat&#252;rlich, wann h&#228;tte der Markt schon jemals versagt&#8230;</p>

	<p>Wir erinnern uns zur&#252;ck an das &#8222;Zugangserschwerungsgesetz&#8220;, welches neben wahlkampftaktischen Gr&#252;nden auch vorgeschoben wurde um eine &#220;berwachungs- und Zensurinfrastruktur zu etablieren, die nicht nach demokratischen Ma&#223;st&#228;ben kontrollierbar ist. &#196;hnliche Bestrebungen gibt es mit dem Jugendmedienschutz-Staatsvertrag und dem Gl&#252;cksspiel-Staatsvertrag.</p>

	<p>Die Etablierung solcher Zensur-, &#220;berwachungs- und Filtertechnologie ist allerdings nicht ohne zus&#228;tzliche Kosten machbar. Das war auch von Seiten der Provider immer das Hauptargument gegen solche Techniken, welches auch juristisch (Zumutbarkeit von zus&#228;tzlichen Kosten) eine Rolle spielte.</p>

	<p>Wenn Internetserviceprovider nun aber ein grundlegendes demokratisches Gebot missachten und die Netzneutralit&#228;t mit F&#252;&#223;en treten wollen um zus&#228;tzliche Einnahmequellen zu erschlie&#223;en, m&#252;ssen sie technische Ma&#223;nahmen etablieren, die genau den gleichen Anforderungen entsprechen, wie eine umfassende &#220;berwachungs- und Zensurinfrastruktur.</p>

	<p>Und schwupp, schon wissen wir, warum die Regierung keine Netzneutralit&#228;t m&#246;chte.</p>


 <span class="post-twitter" ><a href="http://twitter.com/home?status=Reading%20%20%22Njetneutralit%C3%A4t%22%20http%3A%2F%2Ftinyurl.com%2F6gzbr3w" title="Tweet it" rel="nofollow">Tweet it</a></span> <p><a href="http://www.unpolitik.de/?flattrss_redirect&amp;id=1093&amp;md5=b9a2c217527ea4a5fa73f63e6634105d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.unpolitik.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>K&#246;nigliche Gl&#252;cksritter</title>
		<link>http://www.unpolitik.de/2010/05/28/koenigliche-gluecksritter/</link>
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		<pubDate>Fri, 28 May 2010 13:53:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Überwachungsstaat]]></category>
		<category><![CDATA[Netzzensur]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachung]]></category>
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		<category><![CDATA[Lobbyismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Zensur]]></category>

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		<description><![CDATA[Es war einmal ein K&#246;nig im Lande Holwigstein und er war sehr auf das Wohl seiner Untertanen bedacht. Vor allem wollte er sie von allem B&#246;sen fernhalten und besonders b&#246;se waren Zerstreuungen des Geistes durch Spiele des Gl&#252;cks, so sie denn nicht unter strenger und wohlmeinender Aufsicht durch des K&#246;nigs eigene Gl&#252;cksritter abgehalten wurden und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Es war einmal ein K&#246;nig im Lande Holwigstein und er war sehr auf das Wohl seiner Untertanen bedacht. Vor allem wollte er sie von allem B&#246;sen fernhalten und besonders b&#246;se waren Zerstreuungen des Geistes durch Spiele des Gl&#252;cks, so sie denn nicht unter strenger und wohlmeinender Aufsicht durch des K&#246;nigs eigene Gl&#252;cksritter abgehalten wurden und das Geld der Untertanen in die k&#246;niglichen Kassen sp&#252;lten.</p>

	<p>Nun begab es sich aber, dass auch andere Gl&#252;cksritter solche Spiele abhalten wollten und so begannen sie, ihre St&#228;nde auf den Jahrm&#228;rkten und Festen Holwigsteins aufzubauen. Dies war dem K&#246;nig gar nicht lieb und f&#252;rderhin erlie&#223; er, dass es nur den k&#246;niglichen Gl&#252;cksrittern erlaubt sein solle, auf den Jahrm&#228;rkten das Geld der Untertanen anzunehmen. Ein gro&#223;es Wehklagen setzte nun ein unter den Gl&#252;cksrittern, die nicht des K&#246;nigs waren, aber ach, es half alles nichts, der K&#246;nig blieb eisenhart. Es ging ihm schlie&#223;lich um das Wohl seiner Untertanen und das lag ihm ja ganz besonders am Herzen.</p>

	<p>Die freien Gl&#252;cksritter haderten aber nicht lange, sondern versammelten sich au&#223;erhalb der Grenzen des K&#246;nigreichs und hielten dort ihren eigenen Jahrm&#228;rkte ab. Auch wenn es n&#228;mlich dem Gesetz des K&#246;nigs widersprach, im Lande Holwigstein das freie Gl&#252;cksrittertum zu betreiben, so focht es den K&#246;nig des Nachbarlandes Netalien nicht an, dass die Gl&#252;cksritter dort ihrem Gesch&#228;ft nachgingen. Die Untertanen des K&#246;nigs, die noch nie so recht einsehen konnten, warum sie denn nicht bei einem Gl&#252;cksritter ihrer Wahl mit ihrem eigenen Geld wetten sollten, nahmen diese Jahrm&#228;rkte au&#223;erhalb Holwigsteins mit gro&#223;er Freude wahr und fuhren &#252;ber die Grenzen, um dort die viel attraktiveren Spiele der freien Gl&#252;cksritter zu spielen. Der K&#246;nig sah dies und wurde w&#252;tend. Wollte er nicht nur das Beste f&#252;r seien Untertan und sie sch&#252;tzen? Und wenn die denn unbedingt und trotz aller Widerst&#228;nde zu irgendwelchen Gl&#252;cksrittern laufen wollten, musste es dann nicht gottgewollt sein, dass sie dieses Geld in die k&#246;niglichen Kassen floss? Von gerechtem Zorn erfasst, schwor der K&#246;nig nun, gegen die unk&#246;niglichen Gl&#252;cksritter vorzugehen. Er verbot seinen Untertanen bei den Gl&#252;cksrittern in Internetien zu spielen.</p>

	<p>Unter den Untertanen hob darob ein Klagen an, sie w&#252;rden ja gerne alle Gesetze des K&#246;nigs achten und alle Regeln Holwigsteins, solange sie denn in Holwigstein w&#228;ren, aber wenn man sich im benachbarten Land bef&#228;nde, w&#252;rden diese Regeln nicht gelten, sondern eben die von Netalien. Der K&#246;nig bekam daraufhin einen gro&#223;en Wutanfall. Niemand sollte sich seinem Willen widersetzen k&#246;nnen und schon gar nicht seine Untertanen. An allen Grenzstra&#223;en, die zu den Gl&#252;cksritter-Jahrm&#228;rkten in Netalien f&#252;hrten, stellte er Posten auf, die allen Holwigsteinern verboten, zu den Jahrm&#228;rkten von Netalien zu reisen und sie zur&#252;ck nach Hause schickten. Es gab zwar noch Schleichwege zu den Jahrm&#228;rkten von Netalien, die Mehrzahl der Untertanen kannte diese aber nicht und begann zu murren. Der f&#252;rsorgliche K&#246;nig sagte aber, dass es nun einmal seine Pflicht sei, alle seine Untertanen vor den b&#246;sen fremden Gl&#252;cksrittern zu sch&#252;tzen und nur um die ginge es ja auch, niemand habe schlie&#223;lich die Absicht eine generelle Grenzmauer zu errichten&#8230;</p>



 <span class="post-twitter" ><a href="http://twitter.com/home?status=Reading%20%20%22K%C3%B6nigliche%20Gl%C3%BCcksritter%22%20http%3A%2F%2Ftinyurl.com%2F29lpn26" title="Tweet it" rel="nofollow">Tweet it</a></span> <p><a href="http://www.unpolitik.de/?flattrss_redirect&amp;id=831&amp;md5=d39e2364e0bbc62410e84d56b46df109" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.unpolitik.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Unser Volk braucht Markt!</title>
		<link>http://www.unpolitik.de/2010/05/22/unser-volk-braucht-markt/</link>
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		<pubDate>Sat, 22 May 2010 10:55:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Grundgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespräsident]]></category>
		<category><![CDATA[Köhler]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>

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		<description><![CDATA[[5 UPDATES] Horst K&#246;hler war in Afghanistan. Dort hat er vor den deutschen Kriegern eine Ansprache gehalten, in der er ihnen versprochen hat, dass sie als Kriegshelden zur&#252;ckkehren werden er alles daf&#252;r tun wird, dass ihre Leistung in Deutschland entsprechend gew&#252;rdigt wird. Solch ein Ansprache geh&#246;rt sicher zu den repr&#228;sentativen Aufgaben eines Bundespr&#228;sidenten, dagegen kann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p><strong>[5 <span class="caps">UPDATES</span>]</strong><br />
Horst K&#246;hler war in Afghanistan. Dort hat er vor den deutschen Kriegern <a href="http://www.bundespraesident.de/-,2.664131/Ansprache-von-Bundespraesident.htm">eine Ansprache gehalten</a>, in der er ihnen versprochen hat, dass <span style="text-decoration: line-through;">sie als Kriegshelden zur&#252;ckkehren werden</span> er alles daf&#252;r tun wird, dass ihre Leistung in Deutschland entsprechend gew&#252;rdigt wird. Solch ein Ansprache geh&#246;rt sicher zu den repr&#228;sentativen Aufgaben eines Bundespr&#228;sidenten, dagegen kann man formal nichts sagen. Heute sagte <a href="http://www.dradio.de/nachrichten/20100522120000/1">Herr K&#246;hler im Deutschlandradio allerdings noch etwas anderes</a>.</p>

	<p><blockquote>Allerdings m&#252;sse Deutschland mit seiner Au&#223;enhandelsabh&#228;ngigkeit zur  Wahrung seiner Interessen im Zweifel auch zu milit&#228;rischen Mitteln  greifen. Als Beispiel f&#252;r diese Interessen nannte K&#246;hler &#8216;freie  Handelswege&#8217;. Es gelte, &#8216;ganze regionale Instabilit&#228;ten zu  verhindern, die mit Sicherheit dann auf unsere Chancen zur&#252;ckschlagen&#8217;  und sich somit negativ auf Handel und Arbeitspl&#228;tze auswirkten.</blockquote></p>

	<p>Wirklich, Herr K&#246;hler? &#214;ffentlich zur Durchsetzung wirtschaftlicher Ziele durch milit&#228;rische Gewalt aufrufen? Da muss man sich allerdings nur einmal ins Ged&#228;chtnis rufen, welch neoliberales Urgestein Horst K&#246;hler ist, der gesch&#228;ftsf&#252;hrender <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/IWF">Direktor des Internationalen W&#228;hrungsfonds (IWF)</a> war und Mitglied der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Trilaterale_Kommission">Trilateralen Kommission</a> ist, und schon wird ein Schuh draus.</p>

	<p>Vielleicht sollte man Herrn K&#246;hler ja einmal empfehlen, das Buch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Volk_ohne_Raum">&#8220;Volk ohne Markt&#8221;</a> schreiben, um sein Verst&#228;ndnis von Wirtschaft und Milit&#228;rmacht einmal genauer darzulegen.</p>

	<p>Der verlinkte Vorg&#228;nger-Roman hatte einen sehr prominenten Fan.</p>

	<p><strong><span class="caps">UPDATE</span>:</strong></p>

	<p><a href="http://glas-training.de/index.php?option=com_content&#038;view=section&#038;layout=blog&#038;id=5&#038;Itemid=41">Sebastian Glas</a> hat entdeckt, dass die betreffenden Stellen jetzt aus dem Original-Interview (MP3 und Transskript) herausgenommen wurden.</p>

	<p>Wenn man bei <a href="http://www.dradio.de/suche/?action=search&#038;uri=suche%2F&#038;exp=0&#038;sp0=1&#038;sp1=1&#038;sp3=1&#038;sort=date%3AD%3AR%3Ad1&#038;q=freie+handelswege">dradio.de nach dem Begriff &#8220;freie Handelswege&#8221; aus dem Interview sucht</a>, taucht das Interview zwar mit dem entsprechenen Textauszug auf, aber im <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1188781/">Text selber sind die Stellen nicht mehr vorhanden</a>.</p>

	<p>Kleiner Fall von Eigenzensur, liebes Deutschlandradio? In den oben verlinkten News habt ihr die Zensur aber noch vergessen.</p>

	<p><a href="http://www.unpolitik.de/wp-content/uploads/2010/05/Bild-2.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-811" title="K&#246;hler Suche" src="http://www.unpolitik.de/wp-content/uploads/2010/05/Bild-2.png" alt="" width="525" height="295" /></a></p>

	<p>Ich habe nun einmal eine Email an dradio.de geschrieben:</p>

	<p><em>Sehr geehrte Damen und Herren,</em></p>

	<p><em>heute morgen hatten sie in ihrem Programm ein Interview mit unserem Bundespr&#228;sidenten Horst K&#246;hler. In diesem Interview hat Herr K&#246;hler einige Dinge gesagt, &#252;ber deren Bedeutung und ggf. Verfassungsm&#228;&#223;igkeit man zumindest einmal genauer diskutieren sollte. In ihren Nachrichten wird darauf noch Bezug genommen: &#8220;Allerdings m&#252;sse Deutschland mit seiner Au&#223;enhandelsabh&#228;ngigkeit zur Wahrung seiner Interessen im Zweifel auch zu milit&#228;rischen Mitteln greifen. Als Beispiel f&#252;r diese Interessen nannte K&#246;hler &#8216;freie Handelswege&#8217;. Es gelte, &#8216;ganze regionale Instabilit&#228;ten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auf unsere Chancen zur&#252;ckschlagen&#8217; und sich somit negativ auf Handel und Arbeitspl&#228;tze auswirkten.&#8221;</em></p>

	<p><em>Dieses Interview war auf dradio.de als <span class="caps">MP3</span> und Text nachtr&#228;glich zu finden, nun ist aber sowohl der Text, als auch der Audiobeitrag um genau diese kritischen Stellen gek&#252;rzt.</em></p>

	<p><em>K&#246;nnen Sie mir beantworten, wie es dazu gekommen ist?</em></p>

	<p><em>Mit freundlichen Gr&#252;&#223;en,</em></p>

	<p><em>Stefan Graunke</em></p>

	<p><strong><span class="caps">UPDATE</span>:</strong></p>

	<p>Wie <a href="http://glas-training.de/index.php?option=com_content&#038;view=section&#038;layout=blog&#038;id=5&#038;Itemid=41">Sebastian</a> in den Kommentaren schreibt, gibt es <a href="http://www.dradio.de/aod/html/?mod=aod&#038;station=&#038;js_enabled=1&#038;search=Horst+K%F6hler&#038;date1_use=1&#038;day1=22&#038;month1=05&#038;year1=2010&#038;date2_use=1&#038;day2=22&#038;month2=05&#038;year2=2010&#038;search_station=0&#038;broadcast=&#038;theme=&#038;ACTION_SEARCH=Suchen">mehrere Versionen der Audiodatei des Interviews</a>. Darunter auch eine in voller L&#228;nge. Das Transskript bleibt aber gek&#252;rzt.</p>

	<p>Ich habe den betreffenden Abschnitt einmal lokal extrahiert: <a href="http://www.unpolitik.de/wp-content/uploads/2010/05/Koehler_Aussenhandel.mp3">Koehler_Aussenhandel</a></p>

	<p>Ich habe das mal transskribiert:<br />
<blockquote>Ich finde es in Ordnung, wenn in Deutschland dar&#252;ber immer wieder auch skeptisch, mit Fragezeichen diskutiert wird. Meine Einsch&#228;tzung ist aber, dass insgesamt, wir auf dem Wege sind, doch auch in der Breite der Gesellschaft zu verstehen, dass ein Land unserer Gr&#246;&#223;e, mit dieser Au&#223;enhandelsorientierung und damit auch Au&#223;enhandelsabh&#228;ngigkeit, auch wissen muss, dass im Zweifel, im Notfall, auch milit&#228;rischer Einsatz notwendig ist um unsere Interessen zu wahren. Zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilit&#228;ten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zur&#252;ckschlagen, negativ, durch Handel, Arbeitspl&#228;tze und Einkommen. Alles das soll diskutiert werden und ich glaube wir sind auf einem nicht so schlechten Weg.<br />
Bundespr&#228;sident Horst K&#246;hler, am 22.5.2010 auf Deutschlandradio</blockquote><br />
<strong><span class="caps">UPDATE</span>:</strong></p>

	<p>Ich habe jetzt auch mal eine Mail an das Bundespr&#228;sidialamt geschrieben:<br />
<blockquote>Sehr geehrte Damen und Herren,</p>

	<p>gestern morgen konnte ich ein Interview unseres Bundespr&#228;sidenten auf Deutschlandradio h&#246;ren, in dem er sich zum Thema Auslandseins&#228;tze der Bundeswehr im Allgemeinen und dem Afghanistaneinsatz im Besonderen ge&#228;u&#223;ert hat.</p>

	<p>Auf Ihrer Webseite kann ich den Text des Interviews leider nicht finden aber es enthielt unter anderem folgende Passage:</p>

	<p>[...obiges Transskript&#8230;]</p>

	<p>Ich finde diese Aussagen ein wenig bedenklich und w&#252;rde ganz gerne wissen, ob ich bei Ihnen eine genauere Erl&#228;uterung der Hintergr&#252;nde dieser Aussagen unseres Bundespr&#228;sidenten erhalten kann, die meine Bedenken zertstreuen w&#252;rden.</p>

	<p>Mit freundlichen Gr&#252;&#223;en,</p>

	<p>Stefan Graunke</blockquote><br />
<strong><span class="caps">UPDATE</span>:</strong></p>

	<p>Das Deutschlandradio hat auf meine Mail geantwortet, ist aber nicht darauf eingegangen, dass der transskribierte Beitrag nicht mehr in der langen Version zu finden ist:</p>

	<p><em>Sehr geehrter Herr Graunke,</em></p>

	<p><em>vielen Dank f&#252;r Ihr Interesse am Interview mit Horst K&#246;hler. Dieses Interview wurde in zwei Versionen ausgestrahlt, in einer gek&#252;rzten im Deutschlandfunk </em></p>

	<p><em>http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/05/22/dlf_20100522_0812_96dcfafd.mp3</em></p>

	<p><em>(L&#228;nge 4 Minuten 49 Sekunden) </em></p>

	<p><em>und in voller L&#228;nge im Deutschlandradio Kultur</em></p>

	<p><em>http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/05/22/drk_20100522_0751_c6f918db.mp3</em></p>

	<p><em>(L&#228;nge 5:15)</em></p>

	<p><em>Beide Dateien stehen seit der jeweiligen Sendung unver&#228;ndert in unserem Internetauftritt zur Verf&#252;gung. </em></p>

	<p><em>Die Nachrichten bezogen sich auf den ungek&#252;rzten Inhalt des Interviews von Deutschlandradio Kultur.</em></p>

	<p><em>Mit besten Gr&#252;&#223;en<br />
Dr. Egbert Meyer<br />
Deutschlandradio<br />
Programmdirektion Multimedia<br />
www.dradio.de</em></p>

	<p><strong><span class="caps">UPDATE</span></strong></p>

	<p>Ich habe zwar noch keine Reaktion vom Bundespr&#228;sidialamt, aber der <a href="http://www.dradio.de/nachrichten/201005271000/5"><span class="caps">CDU</span>-Politiker Ruprecht Polenz hat reagiert</a>.</p>

	<p><blockquote>Das Interesse Deutschlands an freien Handelswegen stehe in keinem Zusammenhang mit Milit&#228;reins&#228;tzen. Hier habe sich der Bundespr&#228;sident missverst&#228;ndlich ausgedr&#252;ckt.</blockquote></p>

	<p>Und <a href="http://www.dradio.de/nachrichten/201005271100/3"><span class="caps">NATO</span>-Generalsekret&#228;r Rasmussen &#228;u&#223;ert sich auch noch mal zum Thema Wirtschaft und Milit&#228;r.</a></p>


 <span class="post-twitter" ><a href="http://twitter.com/home?status=Reading%20%20%22Unser%20Volk%20braucht%20Markt%21%22%20http%3A%2F%2Ftinyurl.com%2F2ulqqdz" title="Tweet it" rel="nofollow">Tweet it</a></span> <p><a href="http://www.unpolitik.de/?flattrss_redirect&amp;id=797&amp;md5=7a332b532b685dfd50a6b7746b07769e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.unpolitik.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<pubDate>Mon, 29 Mar 2010 10:09:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Frau Censilia Cecilia Malmstr&#246;m m&#246;chte, dass EU-weit Netzsperren eingef&#252;hrt werden. &#220;ber den Sinn und Unsinn von Netzsperren ist ja nun schon viel diskutiert und geschrieben worden und ich m&#246;chte mir das an dieser Stelle sparen. Mir stellt sich aber nun die Frage: &#8220;Woher kommt das pl&#246;tzliche Verlangen nach Netzsperren bei Frau Malmstr&#246;m und wes Geistes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Frau <span style="text-decoration: line-through;">Censilia</span> Cecilia Malmstr&#246;m m&#246;chte, dass <a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2010-03/internetsperren-bruessel-eu">EU-weit Netzsperren eingef&#252;hrt werden</a>.</p>

	<p>&#220;ber den Sinn und Unsinn von Netzsperren ist ja nun schon viel diskutiert und geschrieben worden und ich m&#246;chte mir das an dieser Stelle sparen. Mir stellt sich aber nun die Frage: &#8220;Woher kommt das pl&#246;tzliche Verlangen nach Netzsperren bei Frau Malmstr&#246;m und wes Geistes Kind ist sie eigentlich?&#8221;</p>

	<p>Cecilia Malmstr&#246;m ist Partei-Vize der <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Liberal_People%27s_Party_%28Sweden%29">Folkpartiet liberalerna</a> (Liberale Volkspartei), einer urspr&#252;nglich einmal sozial-liberal orientierten, aber mittlerweile getrost als neo-liberal zu bezeichnenden Partei in Schweden. Die Folkpartiet liberalerna war 2003 f&#252;r die Invasion des Irak und f&#252;r die Einf&#252;hrung des Euro in Schweden (welche aber durch ein Referendum abgelehnt wurde) und ist f&#252;r eine weitere schnelle Ausweitung der EU, in ihrer Jugendorganisation sogar f&#252;r die Etablierung eines einzelnen europ&#228;ischen Staates.</p>

	<p>Frau Malmstr&#246;m war Ministerin f&#252;r EU-Angelegenheiten in Schweden, tritt f&#252;r eine St&#228;rkung der EU-Kommission im Allgemeinen und des Generalsekretariats im Besonderen ein um eventuelle Krisensituationen zu managen. Sie hat B&#252;cher und Aufs&#228;tze &#252;ber Grenzsicherung, Einwanderungspolitik und Terrorismus geschrieben und schon im Jahr 2000 einen eigenen Entwurf f&#252;r einen gesamteurop&#228;ische Verfassung vorgelegt.</p>

	<p>Mit Antritt der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kommission_Barroso_II">EU-Kommission Barroso II</a> am 10. Februar diesen Jahres, bekleidet Frau Malmstr&#246;m das neu geschaffene Amt des EU-Kommissar f&#252;r Inneres, also eine Art europ&#228;ische Innenministerin.</p>

	<p>Moment mal&#8230; Innenminister? Ist das nicht der Posten f&#252;r paranoide, latent verfassungsfeindliche und freiheitsbeschneidende Sicherheitsfanatiker und Control-Freaks?</p>

	<p><blockquote><br />
&#8220;Maybe because the Stockholm Programme is so gigantic we need two women. We might have needed three men.&#8221;<br />
<quelle>Cecilia Malmstr&#246;m</quelle><br />
</blockquote></p>

	<p>Seit ihrem Amtsantritt arbeitet die Innenkommissarin auf ein schnelles neues <span class="caps">SWIFT</span>-Abkommen mit den <span class="caps">USA</span> hin, tritt energisch f&#252;r eine deutliche St&#228;rkung der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Frontex">Europ&#228;ischen Grenzschutz-Agentur Frontex</a> ein und ist ganz allgemein mit der m&#246;glichst schnellen Umsetzung des bedrohlichen <a href="http://www.statewatch.org/future-group.htm">Stockholm Programms</a> besch&#228;ftigt.</p>

	<p>Wenn man sich also ihre Fachgebiete und T&#228;tigkeitsbereiche so ansieht, tut man wohl Recht daran, stark zu bezweifeln, dass es beim ihrem aktuellen Netzsperren-Vorsto&#223; &#8220;nur um die Kinder&#8221; geht.</p>

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		<title>Verk&#246;hlert</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 09:30:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gestern hat Horst K&#246;hler das &#8220;Gesetz zur Bek&#228;mpfung von Kinderpornographie in Kommunikationsnetzen&#8221; unterschrieben. Eigentlich h&#228;tte er das schon im November tun sollen, hatte damals aber verfassungsrechtliche Bedenken und nach weiterer Stellungnahme verlangt. Wie ist also nun der Status Quo? Da liegt ein Gesetz herum, welches ausschlie&#223;lich f&#252;r Wahlkampfdemagogie zusammengest&#252;mpert wurde, wie sogar Dr. Wolfgang Sch&#228;uble [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Gestern hat Horst K&#246;hler das &#8220;Gesetz zur Bek&#228;mpfung von Kinderpornographie in Kommunikationsnetzen&#8221; unterschrieben. Eigentlich h&#228;tte er das schon im November tun sollen, hatte damals aber verfassungsrechtliche Bedenken und nach weiterer Stellungnahme verlangt.</p>

	<p>Wie ist also nun der Status Quo?</p>

	<p>Da liegt ein Gesetz herum, welches ausschlie&#223;lich f&#252;r Wahlkampfdemagogie zusammengest&#252;mpert wurde, wie sogar <a href="http://www.focus.de/digital/computer/parteien-schaeuble-beharrt-auf-internet-reglementierung_aid_443494.html">Dr. Wolfgang Sch&#228;uble im Oktober letzten Jahres zugab</a>. Ein Gesetz, welches selbst diejenigen, die damals teils vehement daf&#252;r argumentiert und intrigiert haben, nun gar nicht mehr wollen. Ein Gesetz, welches Laut Regierung nicht so angewendet werden sollte wie es formuliert war (&#228;hm, bitte was?), sondern ruhen gelassen werden sollte. Ein Gesetz &#252;ber welches die <span class="caps">FDP</span> in Person von Sabine Leutheusser-Schnarrenberger  Stunden vor der Unterzeichnung noch sagte: &#8220;Dieses Gesetz wird es mit uns nicht geben!&#8221;</p>

	<p>Nun hat Herr K&#246;hler das Gesetz unterschrieben und der Regierung passt das &#252;berhaupt nicht in den Kram. Ich interpretiere die Unterschrift zu diesem Zeitpunkt so, dass unser Bundespr&#228;sident eine Ohrfeige in Richtung (Ex-)Regierung austeilen wollte, ein bewusstes Anprangern schlechter Arbeit, eine Aufforderung sorgf&#228;ltiger zu arbeiten. Dies entnehme ich der <a href="http://bundespraesident.de/Journalistenservice/Pressemitteilungen-,11107.662222/Ausfertigung-des-Gesetzes-zur-.htm?global.back=/Journalistenservice/-%2c11107%2c0/Pressemitteilungen.htm%3flink%3dbpr_liste#top">Formulierung seiner Pressemitteilung</a>, die von &#8220;keinen <strong>durchgreifenden</strong> verfassungsrechtlichen Bedenken&#8221; spricht. Bedenken gibt es also schon noch. Auch die Formulierung, dass der Bundespr&#228;sident jetzt auf Basis dieses Gesetzes einen &#8220;nachhaltigen und effektiven Kampf&#8221; gegen die Kinderpornographie im Internet erwarte, l&#228;sst eine gewisse S&#252;ffisanz heraush&#246;ren.</p>

	<p>Ein weiterer Grund f&#252;r die Unterschrift ist nat&#252;rlich, dass das Gesetz nur so wieder aufgehoben werden kann. Die Oppositionsparteien haben auch schon ein Aufhebungsgesetz vorbereitet, durch welches das Zugangserschwerungsgesetz wieder in der Versenkung verschwinden k&#246;nnte. An und f&#252;r sich auch f&#252;r die Regierungskoalition eine gute Sache, aber nun m&#252;sste sie einem Vorschlag der Opposition zustimmen, der ein Gesetz zunichte macht, welches sehr eng mit Ursula von der Leyen verkn&#252;pft ist &#8211; einer Spitzenkraft der <span class="caps">CDU</span>. Obwohl das Gesetz also niemand mehr will, kann man sich darauf gefasst machen, dass um die Aufhebung noch einiges an Hickhack passieren wird.</p>

	<p>Aufgehoben werden muss es allerdings. Durch die Unterschrift des Bundespr&#228;sidenten tritt es n&#228;mlich in Kraft und so sehr die Regierung es auch kleinreden m&#246;chte, Gesetz ist Gesetz und muss angewendet werden.</p>

	<p>Hat die deutsche Politik aus dieser Misere etwas gelernt? Anscheinend nicht, denn derweil wird von allen m&#246;glichen Seiten nach einem &#8220;L&#246;schgesetz&#8221; verlangt. Ein Gesetz, welches mindestens die gleichen M&#246;glichkeiten zu handwerklichem und verfassungsrechtlichem Pfusch und bietet, vor allem aber ein Gesetz welches nicht gebraucht wird. Einen Hoster/Provider zur L&#246;schung illegaler Inhalte auffordern, darf n&#228;mlich <strong>jeder</strong> auch jetzt schon.</p>

	<p>Kann mal jemand &#8220;Subsidiarit&#228;tsprinzip&#8221; googlen und ausdrucken?</p>
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		<title>Mehlfilter</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Apr 2009 11:21:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine kurze Parabel vom Mehl. Der Markt f&#252;r Mehl entzieht sich zu gro&#223;en Teilen einer zentralen Kontrolle. Mehlhersteller produzieren wo und wie sie wollen und die Menschen konsumieren Mehl auch einfach wo und wie sie wollen. Sie backen Brot mit Mehl, sie backen Kuchen, sie kochen Saucen mit klassischer Mehlschwitze. Sie kaufen Biomehl, Weizenmehl, Maismehl, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Eine kurze Parabel vom Mehl.</p>

	<p>Der Markt f&#252;r Mehl entzieht sich zu gro&#223;en Teilen einer zentralen Kontrolle. Mehlhersteller produzieren wo und wie sie wollen und die Menschen konsumieren Mehl auch einfach wo und wie sie wollen. Sie backen Brot mit Mehl, sie backen Kuchen, sie kochen Saucen mit klassischer Mehlschwitze. Sie kaufen Biomehl, Weizenmehl, Maismehl, Vollkornmehl und manche Leute mahlen ihr Mehl sogar selber. Es macht einen ganz bestimmten Kontroll-Freak aber vollkommen wahnsinnig, dass er den Mehlmarkt nicht komplett kontrollieren kann. Und gl&#252;cklicherweise stellt sich pl&#246;tzlich heraus, dass in einer verschwindend geringen Menge an Mehlpackungen eine minimale Menge Kokain enthalten ist. Wie das Kokain dort hinein gekommen ist? Man wei&#223; es nicht genau. Es sind verschwindend geringe Mengen, die mit dem Mehlmarkt an sich wenig zu tun haben. Ein regelrechter Kokainhandel &#252;ber das Mehlregal im Supermarkt findet nicht statt. Kokain wird eben nach wie vor von Drogendealern verkauft und auf <span class="caps">VIP</span>-Partys konsumiert.<br />
Nun startet jedoch eine Kampagne gegen das Kokain im Mehl. Man macht in breitester &#214;ffentlichkeit Front gegen Kokain, deutet anklagend auf das Mehlregal und fordert den Zugang zu Kokain-Mehl zu unterbinden. Das ist allerdings nicht ganz so einfach, denn Kokain l&#228;sst sich in Mehl recht gut verstecken. Die Kontrollstelle hat aber Drogensp&#252;rhunde, die in der Lage sind in s&#228;mtlichen Mehlregalen in vielen M&#228;rkten einen Teil der Packungen herauszufinden, die mit Kokain belastet sind. Ab und zu schlagen die Hunde auch bei unbelasteten Packungen an, aber das l&#228;sst sich halt nicht vermeiden. Diese Packungen werden nun mit einer, nur von Mehlfilter-Beamten erkennbaren, Markierung versehen. Ansonsten wird niemandem gesagt um welche Packungen es sich handelt. Nicht nur das, man verbietet auch anderen Kokaingegnern mit Drogenhunden zu arbeiten oder die Markierungen sichtbar zu machen. Nun regt sich unter den Mehlkonsumenten Unmut und Unverst&#228;ndnis, man kontert aber mit der Aussage, dass es ja nur darum gehe, den Zugriff auf Kokain zu erschweren um so die gesamte Kokain-Industrie austrocknen zu k&#246;nnen. Und au&#223;erdem sei Kokain so suchterzeugend, dass man abh&#228;ngig werde sobald man eine belastete Mehlpackung nur &#246;ffne.<br />
Vor die Kassen der Mehl-Superm&#228;rkte stellt man nun Mehlfilter-Beamte auf, die nach den verborgenen Markierungen auf den Mehlpackungen suchen und mich gegebenenfalls davor warnen, zur Kasse zu gehen. Ist ja alles nicht so schlimm, die Beamten haben zwar ein ernstes Gesicht, bleiben aber h&#246;flich und man stellt die Packung dann einfach wieder zur&#252;ck ins Regal und nimmt sich ein anders Mehl. &#196;hm, Moment mal&#8230; zur&#252;ck ins Regal? Wieso werden denn die identifizierten Packungen nicht einfach schon vorher aus dem Regal genommen? Dann w&#228;ren sie weg und niemand k&#246;nnte mehr nach ihnen greifen. Das w&#228;re alles nicht so einfach, hei&#223;t es, und au&#223;erdem tue man ja so wenigstens was gegen Kokain und man sei doch nicht etwa f&#252;r freien Zugriff auf Kokain, oder?<br />
Viele geben sich damit zufrieden, denn es geht ja gegen Kokain und wenn da die Verteilung erschwert wird, wer will da schon protestieren? Die Tatsache, dass Kokain eigentlich auf ganz anderen Wegen gehandelt wird stellt kaum noch jemand zur Diskussion. Eine Anti-Kokain-Marionette verspricht auch in aller &#214;ffentlichkeit, dass da niemand kriminalisiert werden soll, man wolle ja nur die Menschen sch&#252;tzen. Wer aus Versehen zur einer Mehlpackung mit Kokain greife, habe nichts zu bef&#252;rchten. Die breite &#214;ffentlichkeit setzt sich beruhigt zur&#252;ck auf die Couch und schaut weiter Fernsehen. Nun wird es aber akut mit der Mehlkontrolle, die genauen Regelungen werden in Worte gegossen und siehe da, es liest sich alles ein wenig anders. Sobald jemand seine Hand auf eine unsichtbar markierte Mehlpackung im Regal legt, ja selbst wenn man sie nur im Vorbeigehen mit dem Arm streift, wird man vom Drogenhund als Kokain-Junkie verbellt und muss sich einer Untersuchung unterziehen lassen, die nicht nur herausfinden soll ob man schon einmal Kokain konsumiert hat sondern auch ob man vielleicht Kokain konsumieren wollte.<br />
Das macht vielen Menschen gro&#223;e Angst. Wenn das Mehlregal so gef&#228;hrlich ist, gibt es dann keine Alternativen? Sie fangen an auf Mehl zu verzichten. Kaufen k&#252;nstliche Saucenbinder anstatt Mehlschwitze zu nehmen und holen sich Kuchen und Brot in Gro&#223;b&#228;ckereien mit staatlichem G&#252;tesiegel. Es gibt ein paar Unentwegte, die sich privat ihr eigenes Mehl mahlen aber im Gro&#223;en und Ganzen ist der freie Markt f&#252;r Mehl tot.</p>

	<p>Derweil wird weiter Kokain produziert, &#252;ber Drogendealer verkauft und auf <span class="caps">VIP</span>-Partys konsumiert.</p>

	<p>Mehlpackungen aus dem Supermarkt jedoch, fasst keiner mehr an.</p>

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		<title>Fr&#252;h erkannt</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Apr 2009 22:39:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[And there is very grave danger that an announced need for increased security will be seized upon by those anxious to expand its meaning to the very limits of official censorship and concealment. John F. Kennedy, New York City, April 27, 1961 Tweet it]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p><blockquote>And there is very grave danger that an announced need for increased security will be seized upon by those anxious to expand its meaning to the very limits of official censorship and concealment.<br />
<quelle>John F. Kennedy, New York City, April 27, 1961</quelle></blockquote></p>


 <span class="post-twitter" ><a href="http://twitter.com/home?status=Reading%20%20%22Fr%C3%BCh%20erkannt%22%20http%3A%2F%2Ftinyurl.com%2Fd89utq" title="Tweet it" rel="nofollow">Tweet it</a></span> <p><a href="http://www.unpolitik.de/?flattrss_redirect&amp;id=202&amp;md5=7994b7ea6d2be6164b0444a8aeb053fd" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.unpolitik.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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