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	<title>UnPolitik.de &#187; Wahljahr</title>
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	<description>Weil es zu gefährlich ist, nichts zu sagen.</description>
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		<title>Kandidaten-Clouds</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Sep 2009 22:03:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[F&#252;r die folgenden Wordclouds habe ich je drei Reden von Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier mit halbwegs &#228;hnlicher Thematik benutzt. Findet ihr ohne zu googlen heraus, welche Wordcloud von welchem Kandidaten geh&#246;rt? (Click auf das Bild f&#252;hrt zu einer h&#246;her aufgel&#246;sten Version) &#160; Kanzlerkandidat 1 &#160; Kanzlerkandidat 2 Feel free to Flattr this post at [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>F&#252;r die folgenden Wordclouds habe ich je drei Reden von Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier mit halbwegs &#228;hnlicher Thematik benutzt.</p>

	<p>Findet ihr ohne zu googlen heraus, welche Wordcloud von welchem Kandidaten geh&#246;rt? (Click auf das Bild f&#252;hrt zu einer h&#246;her aufgel&#246;sten Version)</p>

	<p>&nbsp;<br />
Kanzlerkandidat 1<br />
<a href="http://www.unpolitik.de/wp-content/uploads/2009/09/Kanzlerkandidat1.png"><img src="http://www.unpolitik.de/wp-content/uploads/2009/09/Kanzlerkandidat1-1024x548.png" alt="Kanzlerkandidat1" title="Kanzlerkandidat1" width="600" height="310" class="aligncenter size-large wp-image-659" /></a><br />
&nbsp;<br />
Kanzlerkandidat 2<br />
<a href="http://www.unpolitik.de/wp-content/uploads/2009/09/Kanzlerkandidat2.png"><img src="http://www.unpolitik.de/wp-content/uploads/2009/09/Kanzlerkandidat2-1024x548.png" alt="Kanzlerkandidat1" title="Kanzlerkandidat1" width="600" height="310" class="aligncenter size-large wp-image-658" /></a></p>

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		<title>Hei&#223;e Eisen</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Sep 2009 16:39:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Wahlkampf ist gerade in seiner hei&#223;esten Phase. Nur scheint diese &#8220;hei&#223;este&#8221; Phase maximal lauwarm zu sein. Warum das so ist, braucht man nicht mehr gro&#223; zu analysieren: Die beiden gro&#223;en Parteien sind einander viel zu &#228;hnlich, die beiden Kanzlerkandidaten viel zu langweilig um so etwas wie echten politischen Diskurs aufkommen zu lassen. Bleibt die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Der Wahlkampf ist gerade in seiner hei&#223;esten Phase. Nur scheint diese &#8220;hei&#223;este&#8221; Phase maximal lauwarm zu sein. Warum das so ist, braucht man nicht mehr gro&#223; zu analysieren: Die beiden gro&#223;en Parteien sind einander viel zu &#228;hnlich, die beiden Kanzlerkandidaten viel zu langweilig um so etwas wie echten politischen Diskurs aufkommen zu lassen.</p>

	<p>Bleibt die Hoffnung auf die potentiellen kleinen Koalitionspartner, die sich einmal mit hartem und kantigem Profil hervortun k&#246;nnten, aber auch hier scheint es nur darum zu gehen, sich s&#228;mtliche T&#252;ren offen halten zu k&#246;nnen. Prinzipientreue ist in den Parteizentralen und -vorst&#228;nden wenn nicht zum Schimpfwort, so wohl doch zur Utopie geworden.</p>

	<p>Momentan ist sowieso die Wahrscheinlichkeit hoch, dass wir auch nach der Wahl wieder mit jenem Lochfra&#223; der Demokratie namens &#8220;Gro&#223;e Koalition&#8221; geschlagen sein werden, welche dann weiterhin ohne eine starke Opposition und ohne gro&#223;e Widerrede Politik gegen die Bev&#246;lkerung machen kann.</p>

	<p>Aber g&#228;be es denn Themen, bei denen man einmal beherzt zugreifen k&#246;nnte? Hei&#223;e Eisen, die man anpackt, nicht um sich die Finger zu verbrennen sondern um sie zu schmieden und zu formen und zu seinem eigenen zu machen? Was sind denn die gro&#223;en Wahlkampfaussagen, die in Zeiten von Finanzkrise und angeblicher Politikverdrossenheit noch getroffen werden k&#246;nnten?</p>

	<p><strong>Mehr Jobs schaffen</strong><br />
Ok, das ist wirklich innovativ, das hat noch nie jemand vor einer Wahl versprochen und das ist auch eine Aussage, die wirklich deutlich den Unterschied zwischen den verschiedenen Parteien herausstellt. Denn f&#252;r &#8220;mehr Jobs&#8221; ist ja niemand au&#223;er&#8230; ach ne, daf&#252;r sind ja doch alle.</p>

	<p>In Wahrheit sieht es allerdings ein wenig anders aus. Es gibt Anzeichen, dass die Regierung <a href="http://www.ftd.de/politik/deutschland/:jobabbau-kahlschlag-kommt-nach-der-wahl/557336.html">eine Art Stillhalte-Abkommen mit der Industrie</a> getroffen hat, damit die verz&#246;gerten Auswirkungen der Wirtschaftskrise erst nach der Wahl auf den Arbeitsmarkt durchschlagen.</p>

	<p><blockquote>Deutschland ist momentan vor Ver&#228;nderungen sicher. Aber nach der Wahl wird sich die Botschaft &#228;ndern. Das ist ganz normal.<br />
<quelle>Hakan Samuelsson, <span class="caps">MAN</span>-Vorstandschef</quelle><br />
</blockquote></p>

	<p>&#220;berhaupt wird die Geldverbrennung durch die &#8220;Bankenrettung&#8221; von <span class="caps">SPD</span> und <span class="caps">CDU</span> nicht thematisiert. Im Gegenteil, Schlampereien bei der BaFin werden nicht in gro&#223;em Rahmen untersucht, der Entscheidungsprozess zur Verteilung von Milliardenbetr&#228;gen bleibt vollkommen geheim und nicht nachvollziehbar. Aber Nachdenken dar&#252;ber, was passiert, wenn Rettungskredite an Banken nicht zur&#252;ckgezahlt werden, wenn Milliarden-B&#252;rgschaften wirklich f&#228;llig werden, wenn Gewerbesteuerausf&#228;lle durch Pleiten von Gro&#223;firmen die Kommunen treffen? Fehlanzeige. Erinnert ein wenig an das sture Abstreiten von Steuererh&#246;hungen durch die Wiedervereinigung.</p>

	<p><strong>Krieg</strong><br />
Ja das w&#228;re ein Thema! Mit dem Thema &#8220;Auslandseinsatz der Bundeswehr&#8221; wurden ja schon Wahlen entschieden. Deutschland befindet sich allerdings zur Zeit schon in einem Krieg in Afghanistan und laut Umfragen finden das &#252;ber zwei Drittel der Deutschen richtig doof. Noch dazu besteht die Chance, dass es sich bei jeder gewaltt&#228;tigen deutschen Milit&#228;r-Aktion dort um ein Kriegsverbrechen handeln k&#246;nnte. Hier sollte man doch punkten k&#246;nnen in der W&#228;hlergunst und dabei sogar noch Geld sparen, schlie&#223;lich ist der ganze Wahnsinn da richtig teuer. Aber wieder Fehlanzeige. Das Thema wird totgeschwiegen, leise murmelt man von 5 bis 10 Jahren und von B&#252;ndnistreue. Blo&#223; keine schlafenden Hunde wecken, denn bis auf die Linken haben alle den Einsatz in Afghanistan damals abgenickt und jetzt zugeben, dass man damals eine Riesenfehler gemacht hat&#8230; nein, das geht nicht. Da lassen wir lieben noch ein paar Soldaten sterben, bringen noch ein paar Zivilisten um und beharren auf dem Mantra, dass die deutsche Freiheit am Hindukusch verteidigt wird, so wahnwitzig das auch sein mag.</p>

	<p><strong>Schutz und Ausbau von Demokratie und B&#252;rgerrechten</strong><br />
Ah jetzt haben wir es. Dieses Thema kann ja nun beim besten Willen niemand ablehnen. Da <span class="caps">MUSS</span> doch jeder zugreifen, der einigerma&#223;en bei Trost ist. Wenn man daf&#252;r sorgt, dass die B&#252;rger mehr Einfluss gewinnen und vor eventueller Willk&#252;r durch Verwaltung und Industrie gesch&#252;tzt werden, na dann muss man doch W&#228;hlerstimmen gewinnen. Volksabstimmungen bei wichtigen Themen wie zum Beispiel dem &#8220;Lissabon-Vertrag&#8221;, bedingungsloser Schutz der Privatsph&#228;re, grundlegendes Verbot von verdecktem Lobbyismus, Parlamentarismus-Reform. Alles Themen, die jedem aufrechten Demokraten einen begeisterten Glanz in die Augen zaubern m&#252;ssten, aber was passiert? Nichts. Verdeckter Lobbyismus wird verschwiegen wo es nur geht, Volksabstimmungen werden nach M&#246;glichkeit nicht erw&#228;hnt und die B&#252;rger werden ausspioniert, dass es der Stasi die Freudentr&#228;nen ins Gesicht getrieben h&#228;tte und es werden die Grundlagen f&#252;r eine Zensur des Internets geschaffen.</p>

	<p>Es g&#228;be also einiges, was man aufgreifen k&#246;nnte, aber das einzig hei&#223;e an diesem Wahlkampf bleiben wohl die Eisen, die keiner anfasst.</p>
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		<title>&#220;berwachungsstaat</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Jun 2009 00:02:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Begriff &#220;berwachungsstaat ist negativ belegt, bezeichnet er doch gemeinhin die ungerechtfertigte &#220;berwachung der B&#252;rger eines Staats durch ihre Regierung und die zugeh&#246;rigen Apparate. Der Staat, das ist aber eigentlich nicht die Regierung eines Landes, auch wenn sie sich meist daf&#252;r h&#228;lt, sondern die Gesamtheit der B&#252;rger eines Landes. Also: L&#8217;etat c&#8217;est nous! Wenn man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Der Begriff &#220;berwachungsstaat ist negativ belegt, bezeichnet er doch gemeinhin die ungerechtfertigte &#220;berwachung der B&#252;rger eines Staats durch ihre Regierung und die zugeh&#246;rigen Apparate. Der Staat, das ist aber eigentlich nicht die Regierung eines Landes, auch wenn sie sich meist daf&#252;r h&#228;lt, sondern die Gesamtheit der B&#252;rger eines Landes. Also: L&#8217;etat c&#8217;est nous!</p>

	<p>Wenn man den Begriff &#8216;&#220;berwachungsstaat&#8217; nun mit dieser Pr&#228;misse betrachtet, ergeben sich einige interessante Perspektiven. Wie ich <a href="http://www.unpolitik.de/2009/04/08/spd-und-labour-gemeinsam/">an anderer Stelle</a> schon anmerkte, braucht &#8220;Neue Demokratie&#8221; auch neue &#246;ffentliche Kontrolle, denn wenn irgendjemand &#252;berwacht werden muss, dann ist es das Kabinett, die Parlamentarier, die Politiker mit Regierungs- und die mit Oppositionsverantwortung. Kurz &#8211; die Regierigen.</p>

	<p>Auf der reboot in Kopenhagen hatte ich dazu eine Idee, die ich hiermit zur Verf&#252;gung stellen und somit eine eventuelle Realisierung crowdsourcen m&#246;chte. Ich schlage ein Projekt <strong>&#8220;PolitPapparazzi.de&#8221;</strong> vor. Eine Web-Community, die es sich zur Aufgabe macht, unserer politischen Elite auf die Finger zu schauen. Eine Community, die s&#228;mtliche Informationen &#252;ber s&#228;mtliche Kabinettsmitglieder, Parlamentarier und Staatssekret&#228;re sammelt, die zur Zeit so gerne unser Grundgesetz und unsere Reste von Demokratie verbocken. Eine Community, in der die User eintragen k&#246;nnen wann sie welchen Politiker wo gesehen haben. Bei welcher Veranstaltung oder bei welchem Essen mit irgendwelchen Lobbyisten. In welchen Artikeln im Web oder in Zeitungen welcher Politiker erw&#228;hnt oder zitiert wird. Links zu Videos, Fotos und Soundbites. Weiterhin alle &#246;ffentlich erh&#228;ltlichen Daten, wie ehemalige oder noch aktuelle Jobs, Aufsichtsratsmandate und so weiter.</p>

	<p>Also genau die Informationen, die den B&#252;rgern eigentlich vom Bund selber &#246;ffentlich zug&#228;nglich gemacht werden m&#252;ssten.</p>

	<p>Im Idealfall ergibt sich so ein recht dichtes Bild &#252;ber Aktionen und Meinungs&#228;u&#223;erungen der etablierten politischen Kaste.</p>

	<p>Es handelt sich dabei um ein Projekt mit gewaltigem Arbeitsaufwand, der aber durch eine offene und engagierte Community durchaus zu leisten ist.</p>

	<p>Auf diese Art k&#246;nnen wir versuchen der etablierten politischen Gesellschaft klar zu machen was es bedeutet von allen m&#246;glichen Seiten &#252;berwacht zu werden.</p>

	<p>Auf diese Art k&#246;nnte man ihnen entgegenrufen: &#8220;Ihr wollt einen &#220;berwachungsstaat? Den k&#246;nnt ihr haben!&#8221;</p>

	<p><span class="caps">PS </span>Kurze nachtr&#228;gliche Anmerkung: politpaparazzi.de ist vergeben, politpapparazzi.de w&#228;re falsch geschrieben, aber es geht auch gar nicht um den Domainnamen, der steht da nur exemplarisch. .org oder .net g&#228;be es ja zum Beispiel noch. Oder vielleicht w&#228;re ja auch politparazzi.de geeigneter oder quiscustodiet.de.</p>
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		<title>Freiheit w&#228;hlen</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Jun 2009 02:17:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neue Demokratie]]></category>
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		<description><![CDATA[Heute ist Europawahl. Im Laufe dieses Tages wird die Mehrzahl der Wahlberechtigten in Deutschland die Chance auf demokratische Einflussnahme ungenutzt in der Gosse verenden lassen. Nicht-W&#228;hlen ist aber kein Protest, Nicht-W&#228;hlen ist Ignoranz gegen&#252;ber den ureigensten Interessen. Wen man denn w&#228;hlen sollte? Nun das muss jeder f&#252;r sich selbst herausfinden. Schaut euch einfach um und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p><strong>Heute ist Europawahl.</strong></p>

	<p>Im Laufe dieses Tages wird die Mehrzahl der Wahlberechtigten in Deutschland die Chance auf demokratische Einflussnahme ungenutzt in der Gosse verenden lassen.</p>

	<p>Nicht-W&#228;hlen ist aber kein Protest, Nicht-W&#228;hlen ist Ignoranz gegen&#252;ber den ureigensten Interessen.</p>

	<p>Wen man denn w&#228;hlen sollte? Nun das muss jeder f&#252;r sich selbst herausfinden.</p>

	<p>Schaut euch einfach um und fragt euch: &#8220;Was liegt im Argen und wer ist daran Schuld?&#8221;</p>

	<p><strong>Was liegt denn in Deutschland zur Zeit eigentlich im Argen?</strong></p>

	<p>Wir k&#228;mpfen mit den Auswirkungen eines Finanzdebakels, dessen Dauer und Reichweite noch nicht so recht klar ist und dessen Gr&#252;nde der Mehrheit der Deutschen auch noch nicht ansatzweise klar zu sein scheinen, da die Innenst&#228;dte sonst jeden Tag mit Demonstranten verstopft w&#228;ren. Zu allem &#220;berfluss schustern die einen Versucher der Krise den anderen Verursachern der Krise nun auch noch Milliarden von Euro zu und das ohne jegliche demokratische Kontrolle.</p>

	<p>Lobbyvertreter sitzen auf nationaler und auf europ&#228;ischer Ebene direkt in den Ministerien, Aussch&#252;ssen und Kommissonen und formulieren Gesetze zum Nachteil der Bev&#246;lkerung.</p>

	<p>Die Grundrechte werden St&#252;ck um St&#252;ck eingeschr&#228;nkt und reduziert, im realen Leben wie im digitalen Lebensraum. Verdachtslose &#220;berwachung und Kontrolle nehmen allerorten zu, sowohl von staatlicher als auch von privatwirtschaftlicher Seite. Die Befugnisse von Polizei und Geheimdiensten werden &#252;ber Totschlag-Argumente wie Terrorismus, Kinderpornographie, Jugendgewalt und Amoklauf auf nationaler und europ&#228;ischer Ebene zunehmend ausgebaut.</p>

	<p>Eine zuk&#252;nftige Zensur der freien Kommunikation durch eine Polizeibeh&#246;rde ist in Deutschland eine reale M&#246;glichkeit geworden und die Innenministerkonferenz will Milit&#228;r als Polizeitruppe auf deutschem Gebiet einsetzen. Alles Pl&#228;ne, die sehr deutlich Gedanken an die Weimarer Republik aufkommen lassen.</p>

	<p><strong>Und wer ist schuld? </strong></p>

	<p>Alle oben erw&#228;hnten Probleme &#8211; und das sind beileibe nicht alle existierenden &#8211; sind nicht in den letzten paar Jahren entstanden. Somit muss sich jede Partei mit Regierungsverantwortung, mindestens seit Beginn der 90er Jahre, den Vorwurf gefallen lassen, an der aktuellen Misere, der Parteienverdrossenheit, sowie den finanziellen und b&#252;rgerrechtlichen Problemen mit Schuld zu sein. Und leider ist auch anzunehmen, dass s&#228;mtliche etablierten gro&#223;en Parteien nicht willens oder in der Lage sind diese Probleme zu l&#246;sen.</p>

	<p>Es scheint einfach an der Zeit f&#252;r neue L&#246;sungsans&#228;tze zu sein, welche die etablierte &#8220;politische Elite&#8221; nicht zu bieten hat.</p>

	<p>Ich glaube an die Demokratie. Ich glaube an die Zukunft, an eine m&#246;gliche bessere Zukunft.</p>

	<p>Ich glaube, dass das Volk sich nicht von seinen Dienern, den Parlamentariern,  vorschreiben lassen darf wann und wie es kommunizieren darf, wann und wo es sich versammeln darf und auf welche Weise es demokratische Willensbildung betreiben darf.</p>

	<p>Und ich glaube, dass man zur Wahl gehen muss. Man muss den w&#228;hlen, der am ehesten daf&#252;r steht, mehr Demokratie und mehr Transparenz zu schaffen. Und man muss jemanden w&#228;hlen, der sich bisher nicht des Missbrauchs seiner politischen Macht schuldig gemacht hat.</p>

	<p>Wenn man Ver&#228;nderungen bewirken will, dann macht man das nicht indem man andere entscheiden l&#228;sst, sondern immer nur indem man selbst eine Entscheidung trifft.</p>

	<p>Eine Entscheidung f&#252;r mehr Demokratie und mehr Freiheit.</p>
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		<title>Anh&#246;rung zu Ende &#8211; und jetzt?</title>
		<link>http://www.unpolitik.de/2009/05/27/anhoerung-zu-ende-und-jetzt/</link>
		<comments>http://www.unpolitik.de/2009/05/27/anhoerung-zu-ende-und-jetzt/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 27 May 2009 19:13:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir haben einen ganzen Strau&#223; von verfassungsrechtlichen Problemen. Professor Ulrich Sieber, Max-Planck-Institut f&#252;r ausl&#228;ndisches und internationales Strafrecht So lassen sich die juristischen Bedenken gegen das Gesetz zur &#8220;Bek&#228;mpfung der Kinderpornographie in Kommunikationsnetzen&#8221; bei der &#246;ffentlichen Anh&#246;rung heute einfach zusammenfassen. Und da werden die technischen und kriminalistischen Probleme noch gar nicht ber&#252;cksichtigt. Diese sehr starken Bedenken [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p><blockquote>Wir haben einen ganzen Strau&#223; von verfassungsrechtlichen Problemen.<br />
<quelle>Professor Ulrich Sieber,<br />
Max-Planck-Institut f&#252;r ausl&#228;ndisches und internationales Strafrecht<quelle></blockquote></p>

	<p>So lassen sich die juristischen Bedenken gegen das Gesetz zur <em>&#8220;Bek&#228;mpfung der Kinderpornographie in Kommunikationsnetzen&#8221;</em> bei der &#246;ffentlichen Anh&#246;rung heute einfach zusammenfassen. Und da werden die technischen und kriminalistischen Probleme noch gar nicht ber&#252;cksichtigt.</p>

	<p>Diese sehr starken Bedenken gegen das Gesetzes m&#252;ndeten dann heute abend in einer Pressemitteilung der <span class="caps">SPD</span>-Fraktion, die folgendes Fazit zieht:</p>

	<p><blockquote>Dabei hat die Anh&#246;rung deutlich gemacht, dass der Gesetzentwurf noch zahlreiche inhaltliche und rechtliche Fragen aufwirft, die wir nun im weiteren parlamentarischen Verfahren kl&#228;ren m&#252;ssen.<br />
Dies sind aus Sicht der <span class="caps">SPD</span>-Fraktion insbesondere die Forderung nach einer spezialgesetzlichen Regelung anstelle einer &#196;nderung des Telemediengesetzes und die datenschutzrechtliche und verfahrensrechtliche Absicherung. Hierzu geh&#246;ren aus unserer Sicht die gerichtliche Kontrolle der <span class="caps">BKA</span>-Sperrliste sowie die Kl&#228;rung der Problematik im Zusammenhang mit der Weitergabe der Daten an Strafverfolgungsbeh&#246;rden. In diesen Punkten sind wir f&#252;r &#196;nderungen am Gesetzentwurf. F&#252;r die <span class="caps">SPD</span>-Fraktion stellen wir in aller Deutlichkeit fest, dass wir &#8211; so wie im &#220;brigen alle Sachverst&#228;ndigen &#8211; eine Ausweitung der Internetsperren auf andere Straftatbest&#228;nde ablehnen.</blockquote></p>

	<p>Was hei&#223;t das nun?</p>

	<p>Nun muss der Gesetzesentwurf in die &#220;berarbeitung. Die <span class="caps">SPD</span> s&#228;he gerne ein Spezialgesetz und keine &#196;nderung des Telemediengesetzes. Viele Punkte m&#252;ssen ge&#228;ndert werden, erg&#228;nzt, Teile gestrichen. De facto wird damit die Zeit zu knapp um das Gesetz noch in dieser Legislaturperiode durchzupr&#252;geln. Es k&#228;me also erst wieder nach der Wahl auf den Tisch, wenn &#252;berhaupt.</p>

	<p>Zeit also, einmal zu spekulieren wie sich die verschiedenen m&#246;glichen Regierungskoalitionen auf das Gesetz auswirken w&#252;rden.</p>

	<p><strong>Schwarz-Gelb</strong><br />
Mal angenommen Frau von der Leyen bliebe nach der Wahl Familienministerin, st&#252;nde das Gesetz sicher wieder auf dem Plan. Unter einer Bienenregierung w&#228;re aber wohl die einzige Frage wie schnell die <span class="caps">FDP</span>, die ja momentan gegen das Gesetz ist, im Geschacher um Ministerposten umfallen w&#252;rde. Vielleicht w&#252;rden ein paar kleine kosmetische &#196;nderungen kommen, das w&#228;re es aber auch.</p>

	<p><strong>Rot-Gr&#252;n</strong><br />
Die Gr&#252;nen sind gegen das Gesetz und signifikante Teile der <span class="caps">SPD</span>-Fraktion auch. Gesetz w&#228;re wahrscheinlich tot.</p>

	<p><strong>Ampel</strong><br />
Hier k&#228;me noch die <span class="caps">FDP</span> hinzu, die ja auch gegen das Gesetz ist. Das Gesetz w&#228;re also noch toter als bei rot-gr&#252;n.</p>

	<p><strong>Rot-Gr&#252;n-Dunkelrot</strong><br />
Unwahrscheinliche Konstellation, aber auch hier w&#228;re das Gesetz mausetot. Alle anderen Aspekte mal au&#223;er Acht gelassen, gibt es zur Zeit ja keinen im Bundestag, der st&#228;rker f&#252;r die B&#252;rgerrechte eintritt als die Linken.</p>

	<p><strong>Gro&#223;e Koalition</strong><br />
OMFG, bitte nicht.</p>

	<p>Alle anderen Koalitionsm&#246;glichkeiten w&#252;rde ich ins Reich der Phantasterei verweisen.</p>

	<p>Ach ja und vielleicht h&#246;rt mich ja jemand: Ich w&#252;rde gerne die <span class="caps">SPD</span> von Willy Brandt und Herbert Wehner wieder zur&#252;ck haben. <span class="caps">KTHXBAI</span></p>
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		<title>Wrack-Sausen</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Apr 2009 23:49:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
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		<description><![CDATA[Wahlgeschenke sind, wie auch ihr naher Verwandter, das Wahlversprechen, mit &#228;u&#223;erster Vorsicht zu genie&#223;en. Gibt es wirklich irgendjemanden, der in der Abwrackpr&#228;mie etwas anderes sieht als den Kauf von W&#228;hlerstimmen zugunsten der gro&#223;en Regierungsparteien? Gibt es wirklich jemanden, der glaubt, dass ein paar Milliarden an den in seiner jetzigen Form vollkommen &#252;berholten Dinosaurier Autoindustrie etwas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Wahlgeschenke sind, wie auch ihr naher Verwandter, das Wahlversprechen, mit &#228;u&#223;erster Vorsicht zu genie&#223;en.</p>

	<p>Gibt es wirklich irgendjemanden, der in der Abwrackpr&#228;mie etwas anderes sieht als den Kauf von W&#228;hlerstimmen zugunsten der gro&#223;en Regierungsparteien?</p>

	<p>Gibt es wirklich jemanden, der glaubt, dass ein paar Milliarden an den in seiner jetzigen Form vollkommen &#252;berholten Dinosaurier Autoindustrie etwas an den Auswirkungen der Finanzkrise &#228;ndern werden?</p>

	<p>Und gibt es wirklich Leute, die durch den Erhalt von 2.500 Euro im Austausch gegen eine fahrtaugliche Schrottkarre, der Meinung sind, die aktuelle Regierung w&#252;rde schon alles richtig machen und solle so weiter arbeiten?</p>

	<p>Ich bef&#252;rchte in allen drei F&#228;llen hei&#223;t die Antwort: JA.</p>

	<p>Die Abwrack-Pr&#228;mie ist symptomatisch f&#252;r den blinden Aktionismus, der durch eine machtergriffene Politikerkaste seit einigen Jahren immer wieder an den Tag gelegt wird. Dieser fehlgeleitete Aktionismus schafft aber in der Bev&#246;lkerung Aufmerksamkeit und die Illusion von politischer Bewegung. Bewegung, die in Wahrheit nicht stattfindet. Wesentlich sinnvoller w&#228;re eine Senkung der Mehrwertsteuer gewesen. Die trifft jeden, der weiter konsumiert und jede Branche, nicht nur Autok&#228;ufer und die Autoindustrie. Aber die Senkung der Mehrwertsteuer ist nat&#252;rlich nicht so greifbar, nicht so Bild-Schlagzeilen-tr&#228;chtig wie ein kurzes Geldgeschenk.</p>

	<p>Ein pawlowscher Schnappreflex nach Abwrackpr&#228;mien, Rentenerh&#246;hungen und &#228;hnlichen Schmankerln scheint auch diesmal wieder den Blick auf die Tatsache zu versperren, dass die Regierigen durch jahrelange unreflektierte &#220;bernahme der Positionen von Lobbyisten und Industrieverb&#228;nden erst den Umfang der aktuellen Krise erm&#246;glichten.</p>

	<p>Sie haben die Suppe aufgesetzt, gekocht, uns eingebrockt und versuchen uns nun beim Ausl&#246;ffeln auch noch mit ihr zu f&#252;ttern.</p>

	<p>Wer die Zeche allerdings am Ende zahlt, daran sollte nun wirklich kein Zweifel bestehen&#8230;</p>
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