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	<title>UnPolitik.de &#187; Sperrliste</title>
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	<description>Weil es zu gefährlich ist, nichts zu sagen.</description>
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		<title>K&#246;nigliche Gl&#252;cksritter</title>
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		<pubDate>Fri, 28 May 2010 13:53:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es war einmal ein K&#246;nig im Lande Holwigstein und er war sehr auf das Wohl seiner Untertanen bedacht. Vor allem wollte er sie von allem B&#246;sen fernhalten und besonders b&#246;se waren Zerstreuungen des Geistes durch Spiele des Gl&#252;cks, so sie denn nicht unter strenger und wohlmeinender Aufsicht durch des K&#246;nigs eigene Gl&#252;cksritter abgehalten wurden und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Es war einmal ein K&#246;nig im Lande Holwigstein und er war sehr auf das Wohl seiner Untertanen bedacht. Vor allem wollte er sie von allem B&#246;sen fernhalten und besonders b&#246;se waren Zerstreuungen des Geistes durch Spiele des Gl&#252;cks, so sie denn nicht unter strenger und wohlmeinender Aufsicht durch des K&#246;nigs eigene Gl&#252;cksritter abgehalten wurden und das Geld der Untertanen in die k&#246;niglichen Kassen sp&#252;lten.</p>

	<p>Nun begab es sich aber, dass auch andere Gl&#252;cksritter solche Spiele abhalten wollten und so begannen sie, ihre St&#228;nde auf den Jahrm&#228;rkten und Festen Holwigsteins aufzubauen. Dies war dem K&#246;nig gar nicht lieb und f&#252;rderhin erlie&#223; er, dass es nur den k&#246;niglichen Gl&#252;cksrittern erlaubt sein solle, auf den Jahrm&#228;rkten das Geld der Untertanen anzunehmen. Ein gro&#223;es Wehklagen setzte nun ein unter den Gl&#252;cksrittern, die nicht des K&#246;nigs waren, aber ach, es half alles nichts, der K&#246;nig blieb eisenhart. Es ging ihm schlie&#223;lich um das Wohl seiner Untertanen und das lag ihm ja ganz besonders am Herzen.</p>

	<p>Die freien Gl&#252;cksritter haderten aber nicht lange, sondern versammelten sich au&#223;erhalb der Grenzen des K&#246;nigreichs und hielten dort ihren eigenen Jahrm&#228;rkte ab. Auch wenn es n&#228;mlich dem Gesetz des K&#246;nigs widersprach, im Lande Holwigstein das freie Gl&#252;cksrittertum zu betreiben, so focht es den K&#246;nig des Nachbarlandes Netalien nicht an, dass die Gl&#252;cksritter dort ihrem Gesch&#228;ft nachgingen. Die Untertanen des K&#246;nigs, die noch nie so recht einsehen konnten, warum sie denn nicht bei einem Gl&#252;cksritter ihrer Wahl mit ihrem eigenen Geld wetten sollten, nahmen diese Jahrm&#228;rkte au&#223;erhalb Holwigsteins mit gro&#223;er Freude wahr und fuhren &#252;ber die Grenzen, um dort die viel attraktiveren Spiele der freien Gl&#252;cksritter zu spielen. Der K&#246;nig sah dies und wurde w&#252;tend. Wollte er nicht nur das Beste f&#252;r seien Untertan und sie sch&#252;tzen? Und wenn die denn unbedingt und trotz aller Widerst&#228;nde zu irgendwelchen Gl&#252;cksrittern laufen wollten, musste es dann nicht gottgewollt sein, dass sie dieses Geld in die k&#246;niglichen Kassen floss? Von gerechtem Zorn erfasst, schwor der K&#246;nig nun, gegen die unk&#246;niglichen Gl&#252;cksritter vorzugehen. Er verbot seinen Untertanen bei den Gl&#252;cksrittern in Internetien zu spielen.</p>

	<p>Unter den Untertanen hob darob ein Klagen an, sie w&#252;rden ja gerne alle Gesetze des K&#246;nigs achten und alle Regeln Holwigsteins, solange sie denn in Holwigstein w&#228;ren, aber wenn man sich im benachbarten Land bef&#228;nde, w&#252;rden diese Regeln nicht gelten, sondern eben die von Netalien. Der K&#246;nig bekam daraufhin einen gro&#223;en Wutanfall. Niemand sollte sich seinem Willen widersetzen k&#246;nnen und schon gar nicht seine Untertanen. An allen Grenzstra&#223;en, die zu den Gl&#252;cksritter-Jahrm&#228;rkten in Netalien f&#252;hrten, stellte er Posten auf, die allen Holwigsteinern verboten, zu den Jahrm&#228;rkten von Netalien zu reisen und sie zur&#252;ck nach Hause schickten. Es gab zwar noch Schleichwege zu den Jahrm&#228;rkten von Netalien, die Mehrzahl der Untertanen kannte diese aber nicht und begann zu murren. Der f&#252;rsorgliche K&#246;nig sagte aber, dass es nun einmal seine Pflicht sei, alle seine Untertanen vor den b&#246;sen fremden Gl&#252;cksrittern zu sch&#252;tzen und nur um die ginge es ja auch, niemand habe schlie&#223;lich die Absicht eine generelle Grenzmauer zu errichten&#8230;</p>



 <span class="post-twitter" ><a href="http://twitter.com/home?status=Reading%20%20%22K%C3%B6nigliche%20Gl%C3%BCcksritter%22%20http%3A%2F%2Ftinyurl.com%2F29lpn26" title="Tweet it" rel="nofollow">Tweet it</a></span> <p><a href="http://www.unpolitik.de/?flattrss_redirect&amp;id=831&amp;md5=d39e2364e0bbc62410e84d56b46df109" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.unpolitik.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Reaktionszeiten</title>
		<link>http://www.unpolitik.de/2009/06/03/reaktionszeiten/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Jun 2009 11:50:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[UPDATE: Da hatte ich im alten Diagramm was falsch berechnet. Die Diskrepanz ist noch viel gr&#246;&#223;er. (Vielen Dank an @sengeln) Zum Thema &#8220;das Internet ist ein rechtsfreier Raum&#8221; und &#8220;Seiten l&#246;schen funktioniert nicht schnell&#8221; hier eine Analyse was m&#246;glich ist wenn Banken und Finanzdienstleister betroffen sind und nicht &#8220;nur&#8221; Kinder. Altes Diagramm: Quelle: The Impact [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p><strong><span class="caps">UPDATE</span>:</strong> Da hatte ich im alten Diagramm was falsch berechnet. Die Diskrepanz ist noch viel gr&#246;&#223;er. (Vielen Dank an @sengeln)</p>

	<p>Zum Thema &#8220;das Internet ist ein rechtsfreier Raum&#8221; und &#8220;Seiten l&#246;schen funktioniert nicht schnell&#8221; hier eine Analyse was m&#246;glich ist wenn Banken und Finanzdienstleister betroffen sind und nicht &#8220;nur&#8221; Kinder.</p>

	<p><img src="http://www.unpolitik.de/wp-content/uploads/2009/06/websites_diagramm2.jpg" alt="websites_diagramm" title="websites_diagramm" width="450" height="380" class="aligncenter size-full wp-image-505" /></p>

	<p>Altes Diagramm:<br />
<img src="http://www.unpolitik.de/wp-content/uploads/2009/06/websites_diagramm1.jpg" alt="websites_diagramm" title="websites_diagramm" width="225" height="190" class="aligncenter size-full wp-image-505" /></p>

	<p>Quelle: <a href="http://www.cl.cam.ac.uk/~rnc1/takedown.pdf">The Impact of Incentives on Notice and Take-down</a></p>

 <span class="post-twitter" ><a href="http://twitter.com/home?status=Reading%20%20%22Reaktionszeiten%22%20http%3A%2F%2Ftinyurl.com%2Fq9sbmc" title="Tweet it" rel="nofollow">Tweet it</a></span> <p><a href="http://www.unpolitik.de/?flattrss_redirect&amp;id=506&amp;md5=81edfb4cf108ab1c118c93ef3bd1f226" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.unpolitik.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Delete, don&#8217;t block: It works!</title>
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		<pubDate>Thu, 28 May 2009 15:57:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Überwachungsstaat]]></category>
		<category><![CDATA[Netzzensur]]></category>
		<category><![CDATA[AK Zensur]]></category>
		<category><![CDATA[censorship]]></category>
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		<category><![CDATA[Zensurgesetz]]></category>
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		<description><![CDATA[This is the English version of a German press release on ak-zensur.de Within 12 hours, 60 child pornography sites were removed from the internet In the ongoing German dispute over the appropriate action against documented child abuse on the Internet(child pornography), the supporters of a mere blocking solution argued that it is often not or [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>This is the English version of a German press release on <a href="http://ak-zensur.de/2009/05/loeschen-funktioniert.html">ak-zensur.de</a></p>

	<p><h4>Within 12 hours, 60 child pornography sites were removed from the internet</h4></p>

	<p>In the ongoing German dispute over the appropriate action against  documented child abuse on the Internet(child pornography), the supporters of a mere blocking solution argued that it is often not or only with considerable effort possible to remove the illegsl content or to get hold of it&#8217;s originator.</p>

	<p>Alvar Freude of the Working Group against Internet blocking and censorship (AK Zensur) put this argument to the test. He analyzed the various European blocking lists via automatic procedures and wrote to each provider on whose servers child pornography was located according to lists. He received an impressive response: Within 12 hours after sending the first e-mail 60 websites were already deleted.</p>

	<p><strong>Further results and insights:</strong><br />
<ul></p>
	<p><li>The first reactions respectively deletions followed after a few minutes and came among others from the <span class="caps">USA</span>, Holland, Denmark, Russia and Germany.</li><br />
<li> Three of the the deleted websites were located on servers in Germany.</li><br />
<li> A total of 348 providers in 46 different countries were contacted automatically and informed of 1943 allegedly illegal websites. A previous individual analysis of the web sites content has not been made. (It is completely illegal in Germany to look at child pornographic content.)</li><br />
<li> 250 providers have responded to the request, but they mostly found legal content. Samples that were taken afterwards confirmed the legal content.</li><br />
<li> Ten providers indicated that a total of 61 cases of illegal content had been removed. With a simple e-mail you can achieve a lot.</li><br />
<li> The examination through the providers showed that the vast majority of websites, including some from Germany, appeared to have no child pornographic content, some do not contain any objectionable material at all &#8211; therefore the websites were blocked in error. In Finland several domestic websites were blocked, that contain a critical examination of the blocking issue.</li><br />
<li> The providers have not been informed that some of their hosted websites were put on the blocking lists.</li><br />
<li> When made aware of this fact, the providers are more than willing to cooperate and remove illegal content as soon as possible.</li><br />
<li> A certain part of the illegal material was located on &#8216;hacked&#8217; websites, ie sites that were exploited through security holes to spread external material. Here too the providers were very grateful for the supplied information.</li><br />
</ul></p>
	<p>The process to shut down websites with child pornographic content does not take longer than the transmission of a blocking list. This shows the absurdity of the reasoning behind simple blocking &#8211; there is no rational reason to just block criminal content and leave it on the Internet, still accessible for everyone who uses minimal effort to circumvent the block.</p>

	<p>What was possible for a citizens&#8217; initiative, such as the Working Group on Internet blocking and censorship, should be even easier for the German government and law enforcement agencies and their results should by far exceed the results of <span class="caps">AK </span>Zensur.</p>

	<p>Delete, don&#8217;t block &#8211; the motto of <span class="caps">AK </span>Zensur &#8211; is possible!</p>

	<p><strong>Released by:</strong> Working Group against Internet blocking and censorship (AK Zensur)<br />
<strong>Web:</strong> http://ak-zensur.de/ (in German)</p>

	<p><strong>Press Contact:</strong><br />
Alvar Freude<br />
presse@ak-zensur.de<br />
+49 179 13 46 47 1</p>

	<p><strong>About the Working Group against Internet blocking and censorship (AK Zensur):</strong></p>

	<p>The Working Group on Internet blocking and censorship (AK Zensur) speaks out against the Federal Government&#8217;s planned Internet blocking and promotes an effective fight against child abuse instead of ineffective symbolic politics that only promotes &#8216;looking the other way&#8217;, does not help the victims and establishes an infrastructure that restricts basic public rights. <span class="caps">AK </span>Zensur coordinates the work of Internet blocking opponents, but is also appreciates the many activities that are happening decentralized in the on- and offline world.</p>

	<p>The members of <span class="caps">AK </span>Zensur are amongst others: Chaos Computer Club (CCC), FoeBuD Association, Association of Information Technology and Society (FITUG), Forum of Computer Scientists for Peace and Social Responsibility Association (FIfF), Victims Of Abuse Against Internet Blocks (MOGIS), netzpolitik.org, the online platform <span class="caps">ODEM</span>.org, Trotz Allem e.V. and numerous individuals.</p>
 <span class="post-twitter" ><a href="http://twitter.com/home?status=Reading%20%20%22Delete%2C%20don%27t%20block%3A%20It%20works%21%22%20http%3A%2F%2Ftinyurl.com%2Fq2zw9t" title="Tweet it" rel="nofollow">Tweet it</a></span> <p><a href="http://www.unpolitik.de/?flattrss_redirect&amp;id=471&amp;md5=e1a3c7c1a41d8fefce070bcdfb410686" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.unpolitik.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Projekt L&#246;schen statt Sperren</title>
		<link>http://www.unpolitik.de/2009/05/27/projekt-loeschen-statt-sperren/</link>
		<comments>http://www.unpolitik.de/2009/05/27/projekt-loeschen-statt-sperren/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 26 May 2009 23:55:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Überwachungsstaat]]></category>
		<category><![CDATA[Netzzensur]]></category>
		<category><![CDATA[Internetsperren]]></category>
		<category><![CDATA[Sperrliste]]></category>
		<category><![CDATA[Zensursula]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Arbeitskreis Zensur hat ein Experiment gestartet, als dessen Ergebnis binnen k&#252;rzester Zeit kinderpornographische Angebote im Netz gel&#246;scht wurden. Hier die Meldung des AK Zensur: L&#246;schen statt verstecken: Es funktioniert! Innerhalb von 12 Stunden wurden 60 kinderpornographische Internet-Angebote gel&#246;scht Im Streit um geeignete Ma&#223;nahmen gegen im Internet dokumentierten Kindesmissbrauch (&#8221;Kinderpornographie&#8221;) wird von Bef&#252;rwortern blo&#223;er Sperren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Der <a href="http://ak-zensur.de/">Arbeitskreis Zensur</a> hat ein Experiment gestartet, als dessen Ergebnis binnen k&#252;rzester Zeit kinderpornographische Angebote im Netz gel&#246;scht wurden. Hier die Meldung des <span class="caps">AK </span>Zensur:</p>

	<p><h4>L&#246;schen statt verstecken: Es funktioniert!</h4></p>

	<p><strong>Innerhalb von 12 Stunden wurden 60 kinderpornographische Internet-Angebote gel&#246;scht</strong></p>

	<p>Im Streit um geeignete Ma&#223;nahmen gegen im Internet dokumentierten Kindesmissbrauch (&#8221;Kinderpornographie&#8221;) wird von Bef&#252;rwortern blo&#223;er Sperren angef&#252;hrt, dass es oftmals nicht oder nur mit erheblichem Aufwand m&#246;glich sei, die Inhalte zu entfernen oder der Urheber habhaft zu werden.</p>

	<p>Jetzt machte Alvar Freude vom Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur (AK Zensur) die Probe aufs Exempel, analysierte mit automatischen Verfahren die diversen europ&#228;ischen Sperrlisten und schrieb die Provider an, auf deren Servern sich laut der Listen kinderpornographisches Material befinden soll. Mit beeindruckender Resonanz: Innerhalb der ersten 12 Stunden nach Aussenden der Mails wurden bereits 60 Webauftritte gel&#246;scht.</p>

	<p><strong>Weitere Resultate und Erkenntnisse:</strong><br />
<ul></p>
	<p><li>Die ersten Reaktionen bzw. L&#246;schungen folgten bereits nach wenigen Minuten und kamen unter anderem aus den <span class="caps">USA</span>, Holland, D&#228;nemark, Russland sowie Deutschland.</li><br />
<li>Drei der jetzt vom Netz genommenen Webauftritte befanden sich auf Servern in Deutschland.</li><br />
<li>Insgesamt wurden automatisiert 348 verschiedene Provider in 46 L&#228;ndern angeschrieben und &#252;ber rund 1943 gesperrte vorgeblich illegale Webseiten informiert. Eine manuelle inhaltliche Analyse der Webseiten hat vorher nicht stattgefunden.</li><br />
<li>250 Provider haben auf die Anfrage geantwortet, haben aber haupts&#228;chlich legale Inhalte gefunden; mit Stichproben konnten diese Angaben best&#228;tigt werden.</li><br />
<li>Zehn Provider gaben an, ingesamt 61 illegale Inhalte entfernt zu haben. Mit einer einfachen E-Mail kann man also schon viel erreichen</li><br />
<li>Bei der &#252;berwiegenden Mehrheit der Webseiten, darunter einigen aus Deutschland, zeigte sich bei der &#220;berpr&#252;fung durch den Provider, dass die Webseiten kein kinderpornographisches, teils &#252;berhaupt kein irgendwie beanstandbares Material enthielten &#8211; die Webauftritte waren folglich zu Unrecht gesperrt. In Finnland werden zudem auch mehrere inl&#228;ndische Webseiten blockiert, die sich kritisch mit den dortigen Internet-Sperren auseinandersetzen.</li><br />
<li>Die Provider wurden bislang nicht dar&#252;ber informiert, dass die bei ihnen gehosteten Webauftritte auf einschl&#228;gigen Sperrlisten gef&#252;hrt wurden.</li><br />
<li>Wenn sie darauf hingewiesen werden, sind die Provider zur Kooperation bereit und entfernen illegale Inhalte umgehend.</li><br />
<li>Teilweise handelte es sich bei dem gesperrten Material um &#8220;gecrackte&#8221; Webauftritte, also solche, die durch Ausnutzen von Sicherheitsl&#252;cken zur Verbreitung fremden Materials missbraucht wurden. Auch hier zeigten sich die Provider sehr dankbar f&#252;r die Hinweise.</li><br />
</ul></p>
	<p>Die Abschaltung von Webauftritten mit kinderpornographischen Inhalten dauert nicht l&#228;nger als die &#220;bermittlung einer Sperrliste. Dies f&#252;hrt die Argumentation der Bef&#252;rworter des blo&#223;en Sperrens ad absurdum &#8211; es gibt keinen sachlichen Grund, strafbare Inhalte im Netz zu belassen und sie f&#252;r alle einschl&#228;gig Interessierten mit minimalem Aufwand weiterhin zug&#228;nglich zu halten.</p>

	<p>Was f&#252;r eine B&#252;rgerinitiative wie den Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur m&#246;glich ist, sollte f&#252;r die deutsche Regierung und Strafverfolgungsbeh&#246;rden ein Leichtes sein und die hier erzielten Ergebnisse deutlich &#252;bertreffen k&#246;nnen.</p>

	<p>L&#246;schen statt Sperren &#8211; von Beginn an die Forderung des <span class="caps">AK </span>Zensur &#8211; ist m&#246;glich</p>


	<p><strong>Aussender:</strong> Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur (AK Zensur)<br />
<strong>Web:</strong> <a href="http://ak-zensur.de/">http://ak-zensur.de/</a></p>


	<p><strong>Pressekontakt:</strong><br />
Alvar Freude<br />
presse@ak-zensur.de<br />
(0179) 13 46 47 1</p>

	<p><strong>&#220;ber den Arbeitskreis gegen Internet-Sperren (AK Zensur):</strong></p>

	<p>Der Arbeitskreis gegen Internetsperren und Zensur (AK Zensur) spricht sich gegen die von der Bundesregierung geplanten Internetsperren aus und fordert eine effektive Bek&#228;mpfung von Kindesmissbrauch anstatt einer Symbolpolitik, die nur das Wegschauen f&#246;rdert, den Opfern nicht hilft und daf&#252;r eine Infrastruktur einrichtet, die Grundrechte der Allgemeinheit einschr&#228;nkt. Er koordiniert die Arbeit der Sperrgegner, freut sich aber gleichzeitig &#252;ber die vielen Aktivit&#228;ten, die dezentral on- und offline stattfinden.</p>
 <span class="post-twitter" ><a href="http://twitter.com/home?status=Reading%20%20%22Projekt%20L%C3%B6schen%20statt%20Sperren%22%20http%3A%2F%2Ftinyurl.com%2Fqp88zf" title="Tweet it" rel="nofollow">Tweet it</a></span> <p><a href="http://www.unpolitik.de/?flattrss_redirect&amp;id=432&amp;md5=c88c46adc3b7f369c654648c3099c5df" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.unpolitik.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Petition gegen Internetsperren</title>
		<link>http://www.unpolitik.de/2009/05/06/petition-gegen-internetsperren/</link>
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		<pubDate>Wed, 06 May 2009 05:36:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzzensur]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[Internetsperren]]></category>
		<category><![CDATA[Sperrliste]]></category>
		<category><![CDATA[Tag hinzufügen]]></category>
		<category><![CDATA[Zensursula]]></category>

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		<description><![CDATA[Zur Unterst&#252;tzung der Petition gegen Internetsperren hat Constantin Rack eine gute und aufs wesentliche konzentrierte Webseite ins Netz gestellt: http://www.zeichnemit.de/ Ich finde die Seite sehr gelungen. Kurz und knapp wird das Anliegen geschildert, erl&#228;utert was jeder tun kann und auf weitere Informationsquellen verwiesen. Die Petition selbst kann schon jetzt als Erfolg bezeichnet werden. Keine 48 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Zur Unterst&#252;tzung der <a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860" target="_blank">Petition gegen Internetsperren</a> hat Constantin Rack eine gute und aufs wesentliche konzentrierte Webseite ins Netz gestellt:</p>

	<p><a href="http://www.zeichnemit.de" target="_blank">http://www.zeichnemit.de/</a></p>

	<p>Ich finde die Seite sehr gelungen. Kurz und knapp wird das Anliegen geschildert, erl&#228;utert was jeder tun kann und auf weitere Informationsquellen verwiesen.</p>

	<p>Die Petition selbst kann schon jetzt als Erfolg bezeichnet werden. Keine 48 Stunden nach dem Start haben schon fast 30000 Menschen die Petition mitgezeichnet, und den Petitions-Server des Bundestages damit fast zum erliegen gebracht. Aber auch wenn das schon viel besser ist als jeder von uns gedacht h&#228;tte: Das ist kein Grund sich zur&#252;ckzulehnen!</p>

	<p>Geht raus, sprecht eure Freunde an, die Familie, Arbeitskollegen. Erz&#228;hlt ihnen von der Petition, zeigt ihnen die Webseite von Constantin. Mitzeichnen tut nicht weh, hilft aber dem Kampf gegen die Websperren!</p>
 <span class="post-twitter" ><a href="http://twitter.com/home?status=Reading%20%20%22Petition%20gegen%20Internetsperren%22%20http%3A%2F%2Ftinyurl.com%2Fcyr869" title="Tweet it" rel="nofollow">Tweet it</a></span> <p><a href="http://www.unpolitik.de/?flattrss_redirect&amp;id=361&amp;md5=ef9541fc3bb1dd97681579b7fbb9ea26" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.unpolitik.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Zensur im Kopf</title>
		<link>http://www.unpolitik.de/2009/04/21/zensur-im-kopf/</link>
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		<pubDate>Tue, 21 Apr 2009 20:38:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzzensur]]></category>
		<category><![CDATA[censorship]]></category>
		<category><![CDATA[Sperrliste]]></category>
		<category><![CDATA[Zensursula]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich wollte ich mich ja mit meinem ersten Artikel hier im Blog an einer Argumentationshilfe gegen die Sperren versuchen, allen voran dass sie leicht zu umgehen (mittlerweile reicht ja dank der weitreichenden Ausnahmen im Gesetzentwurf ein Providerwechsel) und technisch eh nicht sonderlich wirksam sind. Bei den ersten Formulierungen dazu ist mir aber klar geworden das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Eigentlich wollte ich mich ja mit meinem ersten Artikel hier im Blog an einer Argumentationshilfe gegen die Sperren versuchen, allen voran dass sie leicht zu umgehen (mittlerweile reicht ja dank der weitreichenden Ausnahmen im Gesetzentwurf ein Providerwechsel) und technisch eh nicht sonderlich wirksam sind. Bei den ersten Formulierungen dazu ist mir aber klar geworden das diese Argumentation nichts bewirkt, im Zweifelsfall f&#252;hrt es nur zu &#8220;dann machen wir das jetzt erstmal und &#252;berlegen uns dann wie wir das ganze noch enger zurren k&#246;nnen&#8221;. Nein, man muss es mal mit einem ganz anderen Ansatz versuchen.</p>

	<p>Ich denke dass mittlerweile die meisten den Heise-Online <a title="Beitrag" href="http://www.heise.de/newsticker/Kinderporno-Sperren-Provider-sollen-Nutzerzugriffe-loggen-duerfen--/meldung/136450" target="_blank">Beitrag</a> zum Gesetzentwurf bzgl. der Kinderporno-Sperren gelesen haben. Wenn nicht sollte man das tun, das ganze ist ziemlich heftig. Vielleicht ist das ja auch der Grund wieso das Gesetz so schnell auf den Weg gebracht werden soll?</p>

	<p>Angefangen hat das ganze ja mit der klaren Aussage &#8220;es geht nur gegen Kinderpornos&#8221;. Konsumenten sollte der Zugriff unterbunden werden und Internet-Benutzern die zuf&#228;llig auf derartige Inhalte stossen sollte gezeigt werden das es sich nicht um ein Kavaliersdelikt handelt. Als dann die erste Kritik laut wurde kamen die Beruhigungsversuche, allen voran das auf der Stopp-Seite keine Benutzerdaten erhoben werden und nur Webseiten ausserhalb der EU-Rechtsprechung auf die Sperrliste gesetzt werden sollen. Beide Punkte sind durch den Gesetzentwurf hinfaellig geworden. Gerade der erste Punkt ist bei genauerer Betrachtung sehr gef&#228;hrlich, denn auch wenn die Sperren (oder Zensur, je nach Standpunkt) technisch nicht funktionieren f&#252;hren sie damit bei aufgekl&#228;rten Menschen zu einer Zensur im Kopf.</p>

	<p>Da niemand weiss welche Seiten genau gesperrt sind muss sich einem bei jedem unbekannten Link die Frage stellen: Soll ich darauf klicken? Was erwartet mich dort? Lande ich vielleicht auf der Stopp-Seite und damit in den Logfiles welche das <span class="caps">BKA</span> auswertet? In letzter Konsequenz also: F&#252;hrt beispielsweise der Klick auf <a href="http://tinyurl.com/dmdh7l" target="_blank">diesen Link</a> zu einer Hausdurchsuchung?</p>

	<p>Wenn Gesetze solche &#196;nderungen im Verhalten der Menschen bewirken &#8211; was sagt das dann &#252;ber unser Land aus? Und zeigt das nicht deutlich das eine Zensur nicht auf technische &#8220;Perfektion&#8221; angewiesen ist, sondern es v&#246;llig ausreicht eine entsprechende Angst zu erzeugen und die Menschen von sich aus &#8220;vorsichtiger&#8221; werden?</p>

	<p>Das ganze muss ja nichtmal eine bewusste Handlung des Internetbenutzers sein. Es gibt gen&#252;gend alte Email-Programme die freudig jedem Link in einer Mail folgen und Bilder nachladen. Da braucht es nur einen Spammer, der in seinen Mails Inhalte von gesperrten Webseiten verlinkt, und schon schnellen die Zugriffe auf die Stopp-Seite in die H&#246;he. Das ganze wird, da dem <span class="caps">BKA</span> ja auch umfangreiche statistische Auswertungen der Stopp-Seiten einger&#228;umt werden, dann vermutlich noch als grosser Erfolg der ganzen Aktion gewertet.</p>

	<p>Was bleibt also zu tun? Malte hat in seinem <a href="http://www.maltehuebner.com/jede-gesellschaft-bekommt-was-ihr-zusteht/" target="_blank">Blog</a> ziemlich genau die Erfahrungen beschrieben die ich auch in unzaehligen Gespr&#228;chen gemacht habe. Die Mehrzahl der B&#252;rger ist auf der gleichen Linie wie Frau von der Leyen und ihre Mitstreiter. Bef&#252;rchtungen, dass wir mit Riesenschritten von einem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cberwachungsstaat" target="_blank">&#220;berwachungsstaat</a> zu einem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4ventionsstaat" target="_blank">Pr&#228;ventionsstaat</a> werden wird direkt als Paranoia oder Spinnerei abgetan.</p>

	<p>Meine Hoffnungen liegen derzeit prim&#228;r in Karlsruhe. Das Bundesverfassungsgericht ist offenbar wieder gefragt um den W&#252;nschen unserer Regierung die Grenzen aufzuzeigen. Zumindest solange bis sich eine Mehrheit findet die gross genug ist um das Grundgesetz entsprechend anzupassen. Der <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,612560,00.html" target="_blank">Unmut</a> von Herrn Sch&#228;uble beispielsweise w&#228;chst ja von <a href="http://www.welt.de/politik/article1571640/Schaeuble_greift_Verfassungsrichter_scharf_an.html" target="_blank">Urteil</a> zu <a href="http://www.heise.de/newsticker/Schaeuble-kritisiert-Bundesverfassungsgericht--/meldung/134394" target="_blank">Urteil</a>...</p>
 <span class="post-twitter" ><a href="http://twitter.com/home?status=Reading%20%20%22Zensur%20im%20Kopf%22%20http%3A%2F%2Ftinyurl.com%2Fdfcbvy" title="Tweet it" rel="nofollow">Tweet it</a></span> <p><a href="http://www.unpolitik.de/?flattrss_redirect&amp;id=210&amp;md5=9a721369e0adaf68c08493dee436eb71" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.unpolitik.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Wehret den Anf&#228;ngen!</title>
		<link>http://www.unpolitik.de/2009/04/17/wehret-den-anfaengen/</link>
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		<pubDate>Fri, 17 Apr 2009 15:32:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzzensur]]></category>
		<category><![CDATA[Wahljahr]]></category>
		<category><![CDATA[Sperrliste]]></category>
		<category><![CDATA[Zensursula]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute wurde von vielen der gro&#223;en Internetprovider freiwillig der BKA-Sperrlistenvertrag unterschrieben. Diese Sperrlisten sollen laut Ursula von der Leyen beim Kampf gegen die Kinderpornographie helfen. Begr&#252;ndet wird dies mit mehreren Aussagen, die sich bei n&#228;herer Analyse als nicht belegbar und mitunter dreiste L&#252;gen herausstellen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Art und Weise auf die gesperrt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Heute wurde von vielen der gro&#223;en Internetprovider freiwillig der <span class="caps">BKA</span>-Sperrlistenvertrag unterschrieben.</p>

	<p>Diese Sperrlisten sollen laut Ursula von der Leyen beim Kampf gegen die Kinderpornographie helfen. Begr&#252;ndet wird dies mit <a href="http://www.internet-law.de/2009/03/sperrung-von-kinderpornografie-im-netz.html">mehreren Aussagen, die sich bei n&#228;herer Analyse als nicht belegbar und mitunter dreiste L&#252;gen herausstellen</a>. Erschwerend kommt hinzu, dass die Art und Weise auf die gesperrt wird, sehr leicht auszuhebeln ist. Dazu reicht es, in seiner Netzwerkkonfiguration einen freien <span class="caps">DNS</span> einzutragen &#8211; einschl&#228;gige Anleitungen und <span class="caps">DNS</span>-Adressen kursieren ja im Netz. Allerdings wird erfahrungsgem&#228;&#223; nur ein sehr geringer Prozentsatz der gesamten Online-Gemeinde wirklich den Weg &#252;ber einen alternativen <span class="caps">DNS</span> gehen. Da w&#228;re es jetzt die Aufgabe aller &#8220;Wissenden&#8221; ihre Umwelt aufzukl&#228;ren und ihnen zu helfen.</p>

	<p>Wenn also die Begr&#252;ndung hinter der ganzen Aktion Humbug ist, warum passiert das eigentlich?</p>

	<p>Zum einen zeigt die Aktion alle Merkmale des typischen blinden Aktionismus im Wahljahr. Kinderpornographie ist als Bek&#228;mpfungsobjekt zu Recht ein sehr massentaugliches Thema. Da muss etwas getan werden, das bestreitet niemand. Der momentane Aktionismus aber, l&#228;sst sich getrost als billige Wahlpropaganda betrachten.</p>

	<p>War es das? Alles als Wahlpropaganda abstempeln, alternative <span class="caps">DNS</span> benutzen und Frau von der Leyen eine schlechte Volksvertreterin sein lassen? Nicht ganz.</p>

	<p>Aus mangelnder Kontrolle der zust&#228;ndigen Stelle f&#252;r diese Sperrliste, n&#228;mlich des BKAs, resultiert die Gefahr des Missbrauchs. Des Missbrauchs als allgemeine Zensurliste und nicht nur als Sperre gegen Kinderpornographie. Was ist da wirklich dran? Untersuchungen der Listen aus anderen europ&#228;ischen L&#228;ndern haben ergeben, dass erstaunlich viele Eintr&#228;ge auf der Liste landen, die eigentlich nichts dort zu suchen haben. Insofern scheint eine Zensur von legalen Inhalten schon im Ansatz vorprogrammiert. Abgesehen davon erzeugt eine einmal geschaffene Infrastruktur nat&#252;rlich Begehrlichkeiten. Wir erinnern uns schlie&#223;lich alle an die &#196;u&#223;erungen zur Nutzung der Mautkameras auf den Autobahnen. Entsprechende Begehrlichkeiten bez&#252;glich der Sperrliste, wurden auch schon von Seiten der Industrie angedeutet.</p>

	<p><blockquote>Der Vorsto&#223; der Familienministerin zum Verbot von Kinderpornografie im Internet ist ein richtiges Signal. Es geht um gesellschaftlich gew&#252;nschte Regulierung im Internet, dazu geh&#246;rt auch der Schutz des geistigen Eigentums.<br />
<quelle>Dieter Gorny, Bundesverband Musikindustrie e.V</quelle></blockquote></p>


	<p>Der Regierung ist nat&#252;rlich sehr wohl bewusst, dass die Sperrliste einfach umgangen werden kann, was die Annahme nahe legt, dass nach einer breiten Akzeptanz des ersten Schritts, weitere Schritte zur Kontrolle und Teilsperrung des Internets folgen werden.</p>

	<p>Ein wirksames Konzept im Kampf gegen die Kinderpornographie innerhalb des Internets hat die Regierung zur Zeit nicht anzubieten. Wof&#252;r sie sich feiern lassen m&#246;chte ist eine wirkungslose Augenwischerei, die im schlimmsten Fall einer allgemeinen Zensur des Internets T&#252;r und Tor &#246;ffnet.<br />
<blockquote>[...]die anst&#228;ndigen B&#252;rger sind auf irgendeine Art tr&#228;ger, k&#252;mmern sich nicht um die Anf&#228;nge politischen Unheils und werden schlie&#223;lich erst durch die Unausweichlichkeit selbst aufger&#252;ttelt, so dass sie selbst manchmal durch ihr Z&#246;gern und durch ihre Tr&#228;gheit, w&#228;hrend sie sogar unter Verlust ihres Ansehens die Ruhe behalten wollen, beides verlieren.<br />
<quelle>Cicero, Wehret den Anf&#228;ngen</quelle></blockquote></p>
 <span class="post-twitter" ><a href="http://twitter.com/home?status=Reading%20%20%22Wehret%20den%20Anf%C3%A4ngen%21%22%20http%3A%2F%2Ftinyurl.com%2Fcflpcu" title="Tweet it" rel="nofollow">Tweet it</a></span> <p><a href="http://www.unpolitik.de/?flattrss_redirect&amp;id=176&amp;md5=ea3a2ad82a2fe24872477799e2d5dca5" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.unpolitik.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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