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	<title>UnPolitik.de &#187; Lobbyismus</title>
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		<title>K&#246;nigliche Gl&#252;cksritter</title>
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		<pubDate>Fri, 28 May 2010 13:53:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es war einmal ein K&#246;nig im Lande Holwigstein und er war sehr auf das Wohl seiner Untertanen bedacht. Vor allem wollte er sie von allem B&#246;sen fernhalten und besonders b&#246;se waren Zerstreuungen des Geistes durch Spiele des Gl&#252;cks, so sie denn nicht unter strenger und wohlmeinender Aufsicht durch des K&#246;nigs eigene Gl&#252;cksritter abgehalten wurden und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Es war einmal ein K&#246;nig im Lande Holwigstein und er war sehr auf das Wohl seiner Untertanen bedacht. Vor allem wollte er sie von allem B&#246;sen fernhalten und besonders b&#246;se waren Zerstreuungen des Geistes durch Spiele des Gl&#252;cks, so sie denn nicht unter strenger und wohlmeinender Aufsicht durch des K&#246;nigs eigene Gl&#252;cksritter abgehalten wurden und das Geld der Untertanen in die k&#246;niglichen Kassen sp&#252;lten.</p>

	<p>Nun begab es sich aber, dass auch andere Gl&#252;cksritter solche Spiele abhalten wollten und so begannen sie, ihre St&#228;nde auf den Jahrm&#228;rkten und Festen Holwigsteins aufzubauen. Dies war dem K&#246;nig gar nicht lieb und f&#252;rderhin erlie&#223; er, dass es nur den k&#246;niglichen Gl&#252;cksrittern erlaubt sein solle, auf den Jahrm&#228;rkten das Geld der Untertanen anzunehmen. Ein gro&#223;es Wehklagen setzte nun ein unter den Gl&#252;cksrittern, die nicht des K&#246;nigs waren, aber ach, es half alles nichts, der K&#246;nig blieb eisenhart. Es ging ihm schlie&#223;lich um das Wohl seiner Untertanen und das lag ihm ja ganz besonders am Herzen.</p>

	<p>Die freien Gl&#252;cksritter haderten aber nicht lange, sondern versammelten sich au&#223;erhalb der Grenzen des K&#246;nigreichs und hielten dort ihren eigenen Jahrm&#228;rkte ab. Auch wenn es n&#228;mlich dem Gesetz des K&#246;nigs widersprach, im Lande Holwigstein das freie Gl&#252;cksrittertum zu betreiben, so focht es den K&#246;nig des Nachbarlandes Netalien nicht an, dass die Gl&#252;cksritter dort ihrem Gesch&#228;ft nachgingen. Die Untertanen des K&#246;nigs, die noch nie so recht einsehen konnten, warum sie denn nicht bei einem Gl&#252;cksritter ihrer Wahl mit ihrem eigenen Geld wetten sollten, nahmen diese Jahrm&#228;rkte au&#223;erhalb Holwigsteins mit gro&#223;er Freude wahr und fuhren &#252;ber die Grenzen, um dort die viel attraktiveren Spiele der freien Gl&#252;cksritter zu spielen. Der K&#246;nig sah dies und wurde w&#252;tend. Wollte er nicht nur das Beste f&#252;r seien Untertan und sie sch&#252;tzen? Und wenn die denn unbedingt und trotz aller Widerst&#228;nde zu irgendwelchen Gl&#252;cksrittern laufen wollten, musste es dann nicht gottgewollt sein, dass sie dieses Geld in die k&#246;niglichen Kassen floss? Von gerechtem Zorn erfasst, schwor der K&#246;nig nun, gegen die unk&#246;niglichen Gl&#252;cksritter vorzugehen. Er verbot seinen Untertanen bei den Gl&#252;cksrittern in Internetien zu spielen.</p>

	<p>Unter den Untertanen hob darob ein Klagen an, sie w&#252;rden ja gerne alle Gesetze des K&#246;nigs achten und alle Regeln Holwigsteins, solange sie denn in Holwigstein w&#228;ren, aber wenn man sich im benachbarten Land bef&#228;nde, w&#252;rden diese Regeln nicht gelten, sondern eben die von Netalien. Der K&#246;nig bekam daraufhin einen gro&#223;en Wutanfall. Niemand sollte sich seinem Willen widersetzen k&#246;nnen und schon gar nicht seine Untertanen. An allen Grenzstra&#223;en, die zu den Gl&#252;cksritter-Jahrm&#228;rkten in Netalien f&#252;hrten, stellte er Posten auf, die allen Holwigsteinern verboten, zu den Jahrm&#228;rkten von Netalien zu reisen und sie zur&#252;ck nach Hause schickten. Es gab zwar noch Schleichwege zu den Jahrm&#228;rkten von Netalien, die Mehrzahl der Untertanen kannte diese aber nicht und begann zu murren. Der f&#252;rsorgliche K&#246;nig sagte aber, dass es nun einmal seine Pflicht sei, alle seine Untertanen vor den b&#246;sen fremden Gl&#252;cksrittern zu sch&#252;tzen und nur um die ginge es ja auch, niemand habe schlie&#223;lich die Absicht eine generelle Grenzmauer zu errichten&#8230;</p>



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		<title>Hexenj&#228;ger</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 18:34:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im folgenden die &#220;bersetzung eines Artikels von Cory Doctorow: Von einer, der britischen Labour-Regierung nahe stehenden, Quelle bekam ich zuverl&#228;ssige Informationen &#252;ber die radikalsten Copyright Vorschl&#228;ge, die ich je gesehen habe. Staatssekret&#228;r Peter Mandelson plant &#196;nderungen am &#8216;Digital Economy&#8217;-Gesetz, welches sich zur Zeit zur Debatte im Parlament befindet. Diese &#196;nderungen erteilen dem Staatssekret&#228;r (Mandelson &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p><strong>Im folgenden die &#220;bersetzung eines <a href="http://www.boingboing.net/2009/11/19/breaking-leaked-uk-g.html">Artikels von Cory Doctorow</a>: </strong></p>

	<p>Von einer, der britischen Labour-Regierung nahe stehenden, Quelle bekam ich zuverl&#228;ssige Informationen &#252;ber die radikalsten Copyright Vorschl&#228;ge, die ich je gesehen habe.</p>

	<p>Staatssekret&#228;r Peter Mandelson plant &#196;nderungen am &#8216;Digital Economy&#8217;-Gesetz, welches sich zur Zeit zur Debatte im Parlament befindet. Diese &#196;nderungen erteilen dem Staatssekret&#228;r (Mandelson &#8211; oder seinem Nachfolger in der n&#228;chsten Regierung) die Befugnis, &#8216;Secondary Legislation&#8217; (Gesetze, die ohne Debatte verabschiedet werden) zur Erg&#228;nzung der Bestimmungen des &#8216;Copyright, Designs and Patents Act&#8217; von 1988 zu schaffen.</p>

	<p>Das bedeutet, dass ein nicht gew&#228;hlter Beamter, ohne Kontrolle oder Debatte durch das Parlament, in der Lage w&#228;re zu tun was er f&#252;r notwendig erachtet, vorausgesetzt, es geschieht im Namen des Urheberrechtsschutzes. Mandelson begr&#252;ndet dies folgenderma&#223;en:</p>

	<p>1. Der Staatssekret&#228;r w&#228;re befugt, neue Rechtsmittel zur Bek&#228;mpfung von Online-Rechtsverst&#246;&#223;en einf&#252;hren. (Zum Beispiel k&#246;nnte er Gef&#228;ngnisstrafen f&#252;r Filesharing schaffen oder eine &#8216;Three Strikes&#8217;-Regelung einf&#252;hren, die ganze Familien ihren Internet-Zugang kosten kann, wenn einem Mitglied eine Zuwiderhandlung zur Last gelegt wird)</p>

	<p>2. Der Staatssekret&#228;r w&#252;rde die Befugnis bekommen, Verfahren zur Rechte&#252;bertragung zu schaffen um Rechteinhaber vor Online-Urheberrechtsverletzungen zu sch&#252;tzen. (Zum Beispiel k&#246;nnten so Plattenfirmen und Filmstudios Befugnisse von Ermittlungs- und Strafverfolgungsbeh&#246;rden bekommen, die es ihnen erm&#246;glichen, ISPs, Bibliotheken, Firmen und Schulen zu zwingen, pers&#246;nliche Informationen &#252;ber Internet-Nutzer herauszugeben und Benutzer vom Netz zu trennen, Websites zu entfernen, URLs zu blocken, etc.)</p>

	<p>3. Der Staatssekret&#228;r w&#228;re befugt, &#8216;Pflichten, Zust&#228;ndigkeiten und Funktionen jedwedem aufzuerlegen, der Online-Urheberrechtsverletzungen erm&#246;glicht&#8217; (Zum Beispiel k&#246;nnten Internet-Anbieter gezwungen werden ihre Benutzer auszuspionieren oder jegliche von Usern generierte Inhalte von Anw&#228;lten pr&#252;fen zu lassen, bevor sie online freigegeben werden. Auch k&#246;nnten &#8216;Copyright&#8217;-Milizen, mit der Befugnis das Urheberrecht im Internet zu kontrollieren, gebildet werden.)</p>

	<p>Mandelson hat es auch auf Websites wie <a href="http://www.yousendit.com/">YouSendIt</a> und andere Dienste abgesehen, die es auf einfache Weise erm&#246;glichen, privat gro&#223;e Dateien zu verschicken. (Ich nutze YouSendIt um w&#228;hrend der Produktion Podcasts zwischen meinem Sound-Editor und mir hin und her zu schicken). Genau wie Viacom, m&#246;chte er sie dazu zwingen, die M&#246;glichkeit abzuschalten, dass die Nutzer ihre Uploads privat halten k&#246;nnen, da diese &#8216;privacy flags&#8217; urheberrechtsverletzende Dateien vor den Augen der Kontrolleure verbergen k&#246;nnten.</p>

	<p>Schlimmeres habe ich noch nie gesehen, Leute. Das ist eine Kriegserkl&#228;rung der Entertainment-Industrie und ihrer gekaperten Regulierungsbeh&#246;rden gegen die Grunds&#228;tze der freien Meinungs&#228;u&#223;erung, der Privatsph&#228;re, der Versammlungsfreiheit, der Unschuldsvermutung, und des Wettbewerbs.</p>

	<p>Mit diesem Gesetzesvorschlag wird das Amt eines General-Piratensuchers geschaffen, der die Macht besitzt, Milizen zu ernennen, die &#252;ber dem Gesetz stehen, der in jedem Winkel eures Lebens herumschn&#252;ffeln darf, der euch von Familie, Beruf, Ausbildung und Regierung trennen kann und der euch Geld- oder Gef&#228;ngnisstrafen auferlegen kann.</p>

	<p>Ich bin ich sicher mehr Informationen werden folgen, sobald Open Rights Gruppen und anderen Organisationen zu diesem Thema aktiv werden. In der Zwischenzeit erz&#228;hlt davon jedem Briten, den ihr kennt. Wenn wir dies nicht stoppen, ist das der Anfang vom Ende f&#252;r das Internet in Gro&#223;britannien.</p>

	<p>Cory Doctorow, 19.11.2009, <a href="http://www.boingboing.net">boinboing</a></p>
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		<title>Copyright-Richter</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Apr 2009 08:32:52 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Nun kommt heraus, dass der zust&#228;ndige Richter im Prozess gegen die Pirate Bay Betreiber ein Mitglied und sogar Vorsitzender verschiedener Copyright-Vereinigungen ist. Ja, der Richter, der ein Urteil gesprochen hat, welches weithin als &#252;berzogen und in n&#228;chster Instanz nicht haltbar betrachtet wird. In einer der Vereinigungen sind auch Henrik Pont&#233;n, Peter Danowsky und Monique Wadsted [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Nun kommt heraus, dass der zust&#228;ndige Richter im Prozess gegen die Pirate Bay Betreiber ein Mitglied und sogar Vorsitzender verschiedener Copyright-Vereinigungen ist.</p>

	<p>Ja, der Richter, der ein Urteil gesprochen hat, welches weithin als &#252;berzogen und in n&#228;chster Instanz nicht haltbar betrachtet wird.</p>

	<p>In einer der Vereinigungen sind auch  Henrik Pont&#233;n, Peter Danowsky und Monique Wadsted Mitglied, die in besagtem Prozess die Seite der Unterhaltungsindustrie vertreten haben.</p>

	<p>Ach ja, und der Richter sieht da nat&#252;rlich keinen m&#246;glichen Interessenskonflikt.</p>

	<p><a href="http://www.thelocal.se/19028/20090423/">Hier die Story auf Englisch in thelocal.de.</a></p>
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