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	<title>UnPolitik.de &#187; Lobbyismus</title>
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	<description>Weil es zu gefährlich ist, nichts zu sagen.</description>
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		<title>Filzfr&#246;sche</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Jan 2011 22:42:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Da gibt es noch eine Menge zu tun. Da liegt noch viel im Argen&#8221;, mit diesen Worten mahnte Guido Westerwelle zum Kampf gegen Korruption. &#8220;Juchhuu!&#8221; m&#246;chte man jauchzen, &#8220;Recht hat der Mann ausnahmsweise!&#8221;, allerdings ruft Westerwelle nur zum Kampf gegen die allgegenw&#228;rtige Korruption in Afghanistan auf und nicht gegen die bei uns in Deutschland. Korruption? [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>&#8220;<em>Da gibt es noch eine Menge zu tun. Da liegt noch viel im Argen&#8221;</em>, mit diesen Worten mahnte Guido Westerwelle zum Kampf gegen Korruption. &#8220;Juchhuu!&#8221; m&#246;chte man jauchzen, &#8220;Recht hat der Mann ausnahmsweise!&#8221;, allerdings ruft Westerwelle nur zum Kampf gegen die allgegenw&#228;rtige Korruption in Afghanistan auf und nicht gegen die bei uns in Deutschland.</p>

	<p>Korruption? Bei uns in Deutschland? In der Politik? Ja schon, hat man von geh&#246;rt, aber &#8220;allgegenw&#228;rtig&#8221; ist doch sicher &#252;bertrieben, oder? Nun, sagen wir einfach, man hat sich im Laufe der Jahre an andere Begrifflichkeiten gew&#246;hnt. Wir nennen es heute eben Aufsichtsratsposten, au&#223;erparlamentarische Nebeneink&#252;nfte oder einfach Freunde, wie in &#8220;Friends of Gerd&#8221; (FROGs).</p>

	<p>Exemplarisch f&#252;r solche neuen Begrifflichkeiten m&#246;chte ich einmal Herrn Carsten Maschmeyer herausgreifen. Maschmeyer studierte Medizin und war w&#228;hrend des Studiums, welches er dann bald abbrach, beim Finanzstrukturvertrieb (vulgo: Dr&#252;ckerkolonne) <a href="http://www.ovb.de/Default.aspx"><span class="caps">OVB</span></a> t&#228;tig. Als er das Ende seiner Aufstiegsm&#246;glichkeiten bei <span class="caps">OVB</span> erreicht hatte, stieg er dort aus und gr&#252;ndete 1988 seine eigene Versicherungs- und Finanzdr&#252;ckerkolonne namens <a href="http://www.awd.de/awdde/de/home.html"><span class="caps">AWD</span></a>. Die wahren Gewinner im Pyramidenspiel Strukturvertrieb sind schlie&#223;lich nur ganz oben zu finden.</p>

	<p>Das k&#246;nnte es eigentlich schon gewesen sein, aber wie wir es aus der Finanzbranche kennen, und dazu z&#228;hlt auch der <span class="caps">AWD</span>, geht es mit zunehmender Gr&#246;&#223;e auch um politischen Einfluss, um die Bedingungen f&#252;r das Wachstum des Unternehmens zu steuern. Maschmeyer kaufte zur nieders&#228;chsischen Landtagswahl 1998 anonym f&#252;r ca. 650.000 DM ausreichend Werbefl&#228;che in g&#228;ngigen Zeitungen, um damit Gerhard Schr&#246;der deutlich zu unterst&#252;tzen. Seitdem sind beide dicke Freunde, Maschmeyer war ein <span class="caps">FROG</span>.</p>

	<p>Es kam, wie es kommen musste, Schr&#246;der kam ins Kanzleramt und mit ihm kamen massive neoliberale Reformen, nicht zuletzt eine deutliche Orientierung hin zur Privaten Altersvorsorge. Der Wirtschaftsweise und Lobbyist Bert R&#252;rup propagierte, landauf und landab, private Altersvorsorge und Schr&#246;ders Minister f&#252;r Arbeit und Soziales, Walter Riester, setzte sie dann um. <span class="caps">FROG </span>Maschmeyer und sein <span class="caps">AWD</span> verkauften massenhaft Riester-Policen und sp&#228;ter kam dann noch die R&#252;rup-Rente hinzu.</p>

	<p>Bert R&#252;rup war 1999 bis 2001 Mitglied im Expertenkreis zur Vorbereitung der Rentenreform bei Minister Riester und seit 2000 Vorsitzender des Sozialbeirats f&#252;r die Ren&#173;tenversicherung. Seit 2002 hatte er unter anderem den Vorsitz in der &#8220;Kommission f&#252;r die Nachhaltigkeit in der Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme&#8221;, auch als R&#252;rup-Kommission bekannt. Trotz seiner Aufgabe als &#8220;unabh&#228;ngiger&#8221; Berater war R&#252;rup bis 2009 Vorstandsvorsitzender des &#8220;<a href="http://www.mea.uni-mannheim.de/">Mannheimer Forschungsinstitut &#214;konomie und demographischer Wandel</a>&#8220;, welches zu einem erheblichen Teil durch eine Lobbyorganisation, den &#8220;<a href="http://www.gdv.de/">Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft</a>&#8220;, finanziert wird. Im November 2008 wurde bekannt, dass Maschmeyer R&#252;rup im April 2009 als Chef&#246;konom zum <span class="caps">AWD</span> holen w&#252;rde.</p>

	<p>Walter Riester, dessen Name durch seine Rentenreform bre&#252;hmt geworden ist, verdiente sich nach seiner Ministert&#228;tigkeit ein Zubrot, indem er sich w&#228;hrend seiner weiteren Zeit als Bundestagsabgeordneter von der Finanz- und Versicherungsbranche als Vortragsredner buchen lie&#223;. Exakte Angaben sind ja leider nicht verpflichtend, aber alleine durch diese Vortr&#228;ge verdiente er in den Jahren 2007/2008 insgesamt deutlich &#252;ber 280.000 Euro.</p>

	<p>Im Januar 2010 gr&#252;ndete Maschmeyer zusammen mit R&#252;rup die &#8220;<a href="http://www.mr-ag.com/">MaschmeyerR&#252;rup AG</a>&#8220;, welche Banken, Versicherungen und Regierungen &#8220;unabh&#228;ngig&#8221; bei Fragen der Alters- und Gesundheitsvorsorge beraten will. Und wer ber&#228;t dort zusammen mit Maschmeyer und R&#252;rup? Richtig, Walter Riester!</p>

	<p>Aber nicht nur in der Schr&#246;der-Connection ist Maschmeyer verfreundet, auch der ehemalige nieders&#228;chsische Minister- und aktuelle Bundespr&#228;sident Christian Wulff z&#228;hlt zu seinen engen Freunden, machte ihn sogar mit seiner aktuellen Lebensgef&#228;hrin Veronika Ferres bekannt, wof&#252;r er dann auch schon mal in Maschmeyers 20 Milionen-Villa auf Mallorca Urlaub machen darf. Nein, ich muss mich korrigieren, als der Urlaub dort publik wurde, fand sich auch schnell eine Quittung &#252;ber 5.000 Euro, die Wulff f&#252;r den Luxus-Aufenthalt gezahlt hatte.</p>

	<p>Ach, Carsten Maschmeyer ist &#252;brigens auch gut mit der aktuellen Ministerin f&#252;r Arbeit und Soziales, Ursula von der Leyen, befreundet, die er schon w&#228;hrend des Medizinstudiums kennen gelernt hatte und seine aktuelle Firma ber&#228;t das Familienministerium von Kristina Schr&#246;der bez&#252;glich einer &#8222;<a href="http://www.youtube.com/watch?v=tLqS3SUn8OQ">Lohnvorschussausfallversicherung</a>&#8220;.</p>

	<p>Die <span class="caps">ARD</span> zeigt am Mittwoch, dem 12. Januar 2011, um 21:45 Uhr die Reportage &#8220;Der Dr&#252;ckerk&#246;nig und die Politik &#8211; Die schillernde Karriere des Carsten Maschmeyer&#8221;, <a href="http://www.sueddeutsche.de/medien/ard-reportage-ueber-carsten-maschmeyer-dossier-gegen-doku-1.1044756">deren Ausstrahlung Maschmeyer &#252;ber den Medienanwalt Matthias Prinz massiv zu verhindern versuchte</a>.</p>
 <span class="post-twitter" ><a href="http://twitter.com/home?status=Reading%20%20%22Filzfr%C3%B6sche%22%20http%3A%2F%2Ftinyurl.com%2F4njxfy2" title="Tweet it" rel="nofollow">Tweet it</a></span> <p><a href="http://www.unpolitik.de/?flattrss_redirect&amp;id=1010&amp;md5=9f2c0235ba586a177d22706c9c79623d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.unpolitik.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>K&#246;nigliche Gl&#252;cksritter</title>
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		<pubDate>Fri, 28 May 2010 13:53:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Überwachungsstaat]]></category>
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		<description><![CDATA[Es war einmal ein K&#246;nig im Lande Holwigstein und er war sehr auf das Wohl seiner Untertanen bedacht. Vor allem wollte er sie von allem B&#246;sen fernhalten und besonders b&#246;se waren Zerstreuungen des Geistes durch Spiele des Gl&#252;cks, so sie denn nicht unter strenger und wohlmeinender Aufsicht durch des K&#246;nigs eigene Gl&#252;cksritter abgehalten wurden und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Es war einmal ein K&#246;nig im Lande Holwigstein und er war sehr auf das Wohl seiner Untertanen bedacht. Vor allem wollte er sie von allem B&#246;sen fernhalten und besonders b&#246;se waren Zerstreuungen des Geistes durch Spiele des Gl&#252;cks, so sie denn nicht unter strenger und wohlmeinender Aufsicht durch des K&#246;nigs eigene Gl&#252;cksritter abgehalten wurden und das Geld der Untertanen in die k&#246;niglichen Kassen sp&#252;lten.</p>

	<p>Nun begab es sich aber, dass auch andere Gl&#252;cksritter solche Spiele abhalten wollten und so begannen sie, ihre St&#228;nde auf den Jahrm&#228;rkten und Festen Holwigsteins aufzubauen. Dies war dem K&#246;nig gar nicht lieb und f&#252;rderhin erlie&#223; er, dass es nur den k&#246;niglichen Gl&#252;cksrittern erlaubt sein solle, auf den Jahrm&#228;rkten das Geld der Untertanen anzunehmen. Ein gro&#223;es Wehklagen setzte nun ein unter den Gl&#252;cksrittern, die nicht des K&#246;nigs waren, aber ach, es half alles nichts, der K&#246;nig blieb eisenhart. Es ging ihm schlie&#223;lich um das Wohl seiner Untertanen und das lag ihm ja ganz besonders am Herzen.</p>

	<p>Die freien Gl&#252;cksritter haderten aber nicht lange, sondern versammelten sich au&#223;erhalb der Grenzen des K&#246;nigreichs und hielten dort ihren eigenen Jahrm&#228;rkte ab. Auch wenn es n&#228;mlich dem Gesetz des K&#246;nigs widersprach, im Lande Holwigstein das freie Gl&#252;cksrittertum zu betreiben, so focht es den K&#246;nig des Nachbarlandes Netalien nicht an, dass die Gl&#252;cksritter dort ihrem Gesch&#228;ft nachgingen. Die Untertanen des K&#246;nigs, die noch nie so recht einsehen konnten, warum sie denn nicht bei einem Gl&#252;cksritter ihrer Wahl mit ihrem eigenen Geld wetten sollten, nahmen diese Jahrm&#228;rkte au&#223;erhalb Holwigsteins mit gro&#223;er Freude wahr und fuhren &#252;ber die Grenzen, um dort die viel attraktiveren Spiele der freien Gl&#252;cksritter zu spielen. Der K&#246;nig sah dies und wurde w&#252;tend. Wollte er nicht nur das Beste f&#252;r seien Untertan und sie sch&#252;tzen? Und wenn die denn unbedingt und trotz aller Widerst&#228;nde zu irgendwelchen Gl&#252;cksrittern laufen wollten, musste es dann nicht gottgewollt sein, dass sie dieses Geld in die k&#246;niglichen Kassen floss? Von gerechtem Zorn erfasst, schwor der K&#246;nig nun, gegen die unk&#246;niglichen Gl&#252;cksritter vorzugehen. Er verbot seinen Untertanen bei den Gl&#252;cksrittern in Internetien zu spielen.</p>

	<p>Unter den Untertanen hob darob ein Klagen an, sie w&#252;rden ja gerne alle Gesetze des K&#246;nigs achten und alle Regeln Holwigsteins, solange sie denn in Holwigstein w&#228;ren, aber wenn man sich im benachbarten Land bef&#228;nde, w&#252;rden diese Regeln nicht gelten, sondern eben die von Netalien. Der K&#246;nig bekam daraufhin einen gro&#223;en Wutanfall. Niemand sollte sich seinem Willen widersetzen k&#246;nnen und schon gar nicht seine Untertanen. An allen Grenzstra&#223;en, die zu den Gl&#252;cksritter-Jahrm&#228;rkten in Netalien f&#252;hrten, stellte er Posten auf, die allen Holwigsteinern verboten, zu den Jahrm&#228;rkten von Netalien zu reisen und sie zur&#252;ck nach Hause schickten. Es gab zwar noch Schleichwege zu den Jahrm&#228;rkten von Netalien, die Mehrzahl der Untertanen kannte diese aber nicht und begann zu murren. Der f&#252;rsorgliche K&#246;nig sagte aber, dass es nun einmal seine Pflicht sei, alle seine Untertanen vor den b&#246;sen fremden Gl&#252;cksrittern zu sch&#252;tzen und nur um die ginge es ja auch, niemand habe schlie&#223;lich die Absicht eine generelle Grenzmauer zu errichten&#8230;</p>



 <span class="post-twitter" ><a href="http://twitter.com/home?status=Reading%20%20%22K%C3%B6nigliche%20Gl%C3%BCcksritter%22%20http%3A%2F%2Ftinyurl.com%2F29lpn26" title="Tweet it" rel="nofollow">Tweet it</a></span> <p><a href="http://www.unpolitik.de/?flattrss_redirect&amp;id=831&amp;md5=d39e2364e0bbc62410e84d56b46df109" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.unpolitik.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Hexenj&#228;ger</title>
		<link>http://www.unpolitik.de/2009/11/19/hexenjaeger/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 18:34:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Überwachungsstaat]]></category>
		<category><![CDATA[Copyright]]></category>
		<category><![CDATA[Lobbyismus]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachung]]></category>
		<category><![CDATA[censorship]]></category>
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		<category><![CDATA[Regulierung]]></category>

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		<description><![CDATA[Im folgenden die &#220;bersetzung eines Artikels von Cory Doctorow: Von einer, der britischen Labour-Regierung nahe stehenden, Quelle bekam ich zuverl&#228;ssige Informationen &#252;ber die radikalsten Copyright Vorschl&#228;ge, die ich je gesehen habe. Staatssekret&#228;r Peter Mandelson plant &#196;nderungen am &#8216;Digital Economy&#8217;-Gesetz, welches sich zur Zeit zur Debatte im Parlament befindet. Diese &#196;nderungen erteilen dem Staatssekret&#228;r (Mandelson &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p><strong>Im folgenden die &#220;bersetzung eines <a href="http://www.boingboing.net/2009/11/19/breaking-leaked-uk-g.html">Artikels von Cory Doctorow</a>: </strong></p>

	<p>Von einer, der britischen Labour-Regierung nahe stehenden, Quelle bekam ich zuverl&#228;ssige Informationen &#252;ber die radikalsten Copyright Vorschl&#228;ge, die ich je gesehen habe.</p>

	<p>Staatssekret&#228;r Peter Mandelson plant &#196;nderungen am &#8216;Digital Economy&#8217;-Gesetz, welches sich zur Zeit zur Debatte im Parlament befindet. Diese &#196;nderungen erteilen dem Staatssekret&#228;r (Mandelson &#8211; oder seinem Nachfolger in der n&#228;chsten Regierung) die Befugnis, &#8216;Secondary Legislation&#8217; (Gesetze, die ohne Debatte verabschiedet werden) zur Erg&#228;nzung der Bestimmungen des &#8216;Copyright, Designs and Patents Act&#8217; von 1988 zu schaffen.</p>

	<p>Das bedeutet, dass ein nicht gew&#228;hlter Beamter, ohne Kontrolle oder Debatte durch das Parlament, in der Lage w&#228;re zu tun was er f&#252;r notwendig erachtet, vorausgesetzt, es geschieht im Namen des Urheberrechtsschutzes. Mandelson begr&#252;ndet dies folgenderma&#223;en:</p>

	<p>1. Der Staatssekret&#228;r w&#228;re befugt, neue Rechtsmittel zur Bek&#228;mpfung von Online-Rechtsverst&#246;&#223;en einf&#252;hren. (Zum Beispiel k&#246;nnte er Gef&#228;ngnisstrafen f&#252;r Filesharing schaffen oder eine &#8216;Three Strikes&#8217;-Regelung einf&#252;hren, die ganze Familien ihren Internet-Zugang kosten kann, wenn einem Mitglied eine Zuwiderhandlung zur Last gelegt wird)</p>

	<p>2. Der Staatssekret&#228;r w&#252;rde die Befugnis bekommen, Verfahren zur Rechte&#252;bertragung zu schaffen um Rechteinhaber vor Online-Urheberrechtsverletzungen zu sch&#252;tzen. (Zum Beispiel k&#246;nnten so Plattenfirmen und Filmstudios Befugnisse von Ermittlungs- und Strafverfolgungsbeh&#246;rden bekommen, die es ihnen erm&#246;glichen, ISPs, Bibliotheken, Firmen und Schulen zu zwingen, pers&#246;nliche Informationen &#252;ber Internet-Nutzer herauszugeben und Benutzer vom Netz zu trennen, Websites zu entfernen, URLs zu blocken, etc.)</p>

	<p>3. Der Staatssekret&#228;r w&#228;re befugt, &#8216;Pflichten, Zust&#228;ndigkeiten und Funktionen jedwedem aufzuerlegen, der Online-Urheberrechtsverletzungen erm&#246;glicht&#8217; (Zum Beispiel k&#246;nnten Internet-Anbieter gezwungen werden ihre Benutzer auszuspionieren oder jegliche von Usern generierte Inhalte von Anw&#228;lten pr&#252;fen zu lassen, bevor sie online freigegeben werden. Auch k&#246;nnten &#8216;Copyright&#8217;-Milizen, mit der Befugnis das Urheberrecht im Internet zu kontrollieren, gebildet werden.)</p>

	<p>Mandelson hat es auch auf Websites wie <a href="http://www.yousendit.com/">YouSendIt</a> und andere Dienste abgesehen, die es auf einfache Weise erm&#246;glichen, privat gro&#223;e Dateien zu verschicken. (Ich nutze YouSendIt um w&#228;hrend der Produktion Podcasts zwischen meinem Sound-Editor und mir hin und her zu schicken). Genau wie Viacom, m&#246;chte er sie dazu zwingen, die M&#246;glichkeit abzuschalten, dass die Nutzer ihre Uploads privat halten k&#246;nnen, da diese &#8216;privacy flags&#8217; urheberrechtsverletzende Dateien vor den Augen der Kontrolleure verbergen k&#246;nnten.</p>

	<p>Schlimmeres habe ich noch nie gesehen, Leute. Das ist eine Kriegserkl&#228;rung der Entertainment-Industrie und ihrer gekaperten Regulierungsbeh&#246;rden gegen die Grunds&#228;tze der freien Meinungs&#228;u&#223;erung, der Privatsph&#228;re, der Versammlungsfreiheit, der Unschuldsvermutung, und des Wettbewerbs.</p>

	<p>Mit diesem Gesetzesvorschlag wird das Amt eines General-Piratensuchers geschaffen, der die Macht besitzt, Milizen zu ernennen, die &#252;ber dem Gesetz stehen, der in jedem Winkel eures Lebens herumschn&#252;ffeln darf, der euch von Familie, Beruf, Ausbildung und Regierung trennen kann und der euch Geld- oder Gef&#228;ngnisstrafen auferlegen kann.</p>

	<p>Ich bin ich sicher mehr Informationen werden folgen, sobald Open Rights Gruppen und anderen Organisationen zu diesem Thema aktiv werden. In der Zwischenzeit erz&#228;hlt davon jedem Briten, den ihr kennt. Wenn wir dies nicht stoppen, ist das der Anfang vom Ende f&#252;r das Internet in Gro&#223;britannien.</p>

	<p>Cory Doctorow, 19.11.2009, <a href="http://www.boingboing.net">boinboing</a></p>
 <span class="post-twitter" ><a href="http://twitter.com/home?status=Reading%20%20%22Hexenj%C3%A4ger%22%20http%3A%2F%2Ftinyurl.com%2Fyepbzdq" title="Tweet it" rel="nofollow">Tweet it</a></span> <p><a href="http://www.unpolitik.de/?flattrss_redirect&amp;id=699&amp;md5=969a5398f6d3c245df9e495a1ea93baa" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.unpolitik.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Copyright-Richter</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Apr 2009 08:32:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lobbyismus]]></category>
		<category><![CDATA[Korruption]]></category>
		<category><![CDATA[Pirate Bay]]></category>
		<category><![CDATA[Prozess]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun kommt heraus, dass der zust&#228;ndige Richter im Prozess gegen die Pirate Bay Betreiber ein Mitglied und sogar Vorsitzender verschiedener Copyright-Vereinigungen ist. Ja, der Richter, der ein Urteil gesprochen hat, welches weithin als &#252;berzogen und in n&#228;chster Instanz nicht haltbar betrachtet wird. In einer der Vereinigungen sind auch Henrik Pont&#233;n, Peter Danowsky und Monique Wadsted [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Nun kommt heraus, dass der zust&#228;ndige Richter im Prozess gegen die Pirate Bay Betreiber ein Mitglied und sogar Vorsitzender verschiedener Copyright-Vereinigungen ist.</p>

	<p>Ja, der Richter, der ein Urteil gesprochen hat, welches weithin als &#252;berzogen und in n&#228;chster Instanz nicht haltbar betrachtet wird.</p>

	<p>In einer der Vereinigungen sind auch  Henrik Pont&#233;n, Peter Danowsky und Monique Wadsted Mitglied, die in besagtem Prozess die Seite der Unterhaltungsindustrie vertreten haben.</p>

	<p>Ach ja, und der Richter sieht da nat&#252;rlich keinen m&#246;glichen Interessenskonflikt.</p>

	<p><a href="http://www.thelocal.se/19028/20090423/">Hier die Story auf Englisch in thelocal.de.</a></p>
 <span class="post-twitter" ><a href="http://twitter.com/home?status=Reading%20%20%22Copyright-Richter%22%20http%3A%2F%2Ftinyurl.com%2Fcnkca6" title="Tweet it" rel="nofollow">Tweet it</a></span> <p><a href="http://www.unpolitik.de/?flattrss_redirect&amp;id=277&amp;md5=44d7cfc2ada86ec4bd37b0bf3cff97f2" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.unpolitik.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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