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	<title>UnPolitik.de &#187; Gauweiler</title>
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	<description>Weil es zu gefährlich ist, nichts zu sagen.</description>
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		<title>Reform mit Gauweiler</title>
		<link>http://www.unpolitik.de/2009/04/10/reform-mit-gauweiler/</link>
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		<pubDate>Fri, 10 Apr 2009 14:05:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neue Demokratie]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich h&#228;tte nie im Leben gedacht, dass ich einmal &#196;u&#223;erungen von Peter &#8220;AIDS-Test&#8221; Gauweiler (CSU) positiv bewerten w&#252;rde. Aber dann erinnert man sich pl&#246;tzlich wieder an den Irak-Krieg, gegen den er damals als erster aus der CDU/CSU-Fraktion Stellung bezog und sich folgenderma&#223;en dazu &#228;u&#223;erte: Sowohl die Intervention der USA im Irak als auch die Bombardierung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Ich h&#228;tte nie im Leben gedacht, dass ich einmal &#196;u&#223;erungen von Peter &#8220;AIDS-Test&#8221; Gauweiler (CSU) positiv bewerten w&#252;rde. Aber dann erinnert man sich pl&#246;tzlich wieder an den Irak-Krieg, gegen den er damals als erster aus der <span class="caps">CDU</span>/CSU-Fraktion Stellung bezog und sich folgenderma&#223;en dazu &#228;u&#223;erte:</p>

	<p><blockquote>Sowohl die Intervention der <span class="caps">USA</span> im Irak als auch die Bombardierung Jugoslawiens und seiner Hauptstadt Belgrad durch die Nato geschah ohne Mandat der Vereinten Nationen. Dies ist von der deutschen V&#246;lkerrechtslehre zutreffend und mit Nachdruck als v&#246;lkerrechtswidrig bewertet worden.</blockquote></p>

	<p>Sp&#228;ter war er dann pl&#246;tzlich einer von nur vier Unions-Abgeordneten, die gegen die Vorratsdatenspeicherung gestimmt haben. Mit diesem Verhalten hatte er die vorgegebene Parteilinie schon wieder deutlich verlassen.</p>

	<p>Sollte es sich sich bei Peter Gauweiler wirklich um einen Maverick handeln, einen eigensinnigen Ausrei&#223;er, der sich gegen das Brandzeichen des Fraktionszwangs wehrt?</p>

	<p>In einem <a title="Duckm&#228;usertum" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,618360,00.html">Gespr&#228;ch mit dem Spiegel</a> hat er jetzt zu einer Parlamentarismus-Reform aufgerufen um einem Eindruck entgegenzuwirken, der ihm Bauchschmerzen bereitet.</p>

	<p><blockquote>[...]dass Abgeordnete, die eigenst&#228;ndig &#252;ber das eigene Land reden wollen, nicht mehr erw&#252;nscht sind.</blockquote></p>

	<p>Ich w&#252;rde diesen Eindruck zwar nicht auf den Bundestag beschr&#228;nken, aber prinzipiell hat Gauweiler nat&#252;rlich recht damit, dass die Demokratie gef&#228;hrdet ist wenn aus Angst vor Repressalien nicht &#252;berall frei &#252;ber alle Themen geredet werden kann.</p>

	<p>Eine von Gauweilers Forderungen besteht darin mehr direkte Demokratie zu wagen. Abgeordnete sollen direkt aus ihren Bezirken in den Bundestag gew&#228;hlt werden k&#246;nnen, ohne dass sie vorher &#252;ber Listen der Parteien aufgestellt werden m&#252;ssen. Das ist als Forderung so sicher sehr vereinfacht, hat aber einen gewissen Charme.</p>

	<p>Es w&#252;rde n&#228;mlich dem Fraktionszwang, der de facto die Demokratie der gesamten deutschen Legislative beeintr&#228;chtigt, einen gro&#223;en Teil seines Schreckens nehmen. Kann ein Abgeordneter sich bei einem wichtigen Thema partout nicht der Fraktionsweisung unterordnen, wird er zur Zeit bei der n&#228;chsten Wahl einfach nicht mehr aufgestellt. Klappe zu, Affe ist tot. Wenn dieses Druckmittel nun wegfallen w&#252;rde, g&#228;be es sicher einen deutlich differenzierteren und muntereren Diskurs in den Fraktionen als das angepasste Durchwinken, welches zur Zeit vorherrscht.</p>

	<p>Laut Artikel 38 Absatz 1 unseres Grundgesetzes ist jeder Abgeordnete frei zu entscheiden, wie er es f&#252;r richtig h&#228;lt:</p>

	<p><blockquote>Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gew&#228;hlt. Sie sind Vertreter des ganzen Volkes, an Auftr&#228;ge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen.</blockquote></p>

	<p>Um allerdings in einen Gewissenskonflikt zu geraten, muss man sich erst mal trauen eins zu besitzen.</p>
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