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	<title>UnPolitik.de &#187; Bundestag</title>
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	<description>Weil es zu gefährlich ist, nichts zu sagen.</description>
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		<title>Was w&#252;rde Herbert tun?</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 14:59:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der letzte Artikel ist ein wenig her, aber jetzt geht es wieder los. Mir liegen wieder einige Dinge quer, &#252;ber die ich mich hier auslassen m&#246;chte. Zum Beginn der neuen Saison habe ich einfach mal ein Wehner-Motiv gebaut. Feel free to Flattr this post at flattr.com, if you like it. Tweet it]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Der letzte Artikel ist ein wenig her, aber jetzt geht es wieder los. Mir liegen wieder einige Dinge quer, &#252;ber die ich mich hier auslassen m&#246;chte.</p>

	<p>Zum Beginn der neuen Saison habe ich einfach mal ein Wehner-Motiv gebaut.</p>

	<p><a href="http://www.unpolitik.de/wp-content/uploads/2009/11/Herbert.pdf"><img src="http://www.unpolitik.de/wp-content/uploads/2009/11/Herbert_small.png" alt="Herbert_small" title="Was wuerde Herber tun?" width="420" height="350" class="aligncenter size-full wp-image-693" /></a></p>


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		<title>Hei&#223;e Eisen</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Sep 2009 16:39:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Wahlkampf ist gerade in seiner hei&#223;esten Phase. Nur scheint diese &#8220;hei&#223;este&#8221; Phase maximal lauwarm zu sein. Warum das so ist, braucht man nicht mehr gro&#223; zu analysieren: Die beiden gro&#223;en Parteien sind einander viel zu &#228;hnlich, die beiden Kanzlerkandidaten viel zu langweilig um so etwas wie echten politischen Diskurs aufkommen zu lassen. Bleibt die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Der Wahlkampf ist gerade in seiner hei&#223;esten Phase. Nur scheint diese &#8220;hei&#223;este&#8221; Phase maximal lauwarm zu sein. Warum das so ist, braucht man nicht mehr gro&#223; zu analysieren: Die beiden gro&#223;en Parteien sind einander viel zu &#228;hnlich, die beiden Kanzlerkandidaten viel zu langweilig um so etwas wie echten politischen Diskurs aufkommen zu lassen.</p>

	<p>Bleibt die Hoffnung auf die potentiellen kleinen Koalitionspartner, die sich einmal mit hartem und kantigem Profil hervortun k&#246;nnten, aber auch hier scheint es nur darum zu gehen, sich s&#228;mtliche T&#252;ren offen halten zu k&#246;nnen. Prinzipientreue ist in den Parteizentralen und -vorst&#228;nden wenn nicht zum Schimpfwort, so wohl doch zur Utopie geworden.</p>

	<p>Momentan ist sowieso die Wahrscheinlichkeit hoch, dass wir auch nach der Wahl wieder mit jenem Lochfra&#223; der Demokratie namens &#8220;Gro&#223;e Koalition&#8221; geschlagen sein werden, welche dann weiterhin ohne eine starke Opposition und ohne gro&#223;e Widerrede Politik gegen die Bev&#246;lkerung machen kann.</p>

	<p>Aber g&#228;be es denn Themen, bei denen man einmal beherzt zugreifen k&#246;nnte? Hei&#223;e Eisen, die man anpackt, nicht um sich die Finger zu verbrennen sondern um sie zu schmieden und zu formen und zu seinem eigenen zu machen? Was sind denn die gro&#223;en Wahlkampfaussagen, die in Zeiten von Finanzkrise und angeblicher Politikverdrossenheit noch getroffen werden k&#246;nnten?</p>

	<p><strong>Mehr Jobs schaffen</strong><br />
Ok, das ist wirklich innovativ, das hat noch nie jemand vor einer Wahl versprochen und das ist auch eine Aussage, die wirklich deutlich den Unterschied zwischen den verschiedenen Parteien herausstellt. Denn f&#252;r &#8220;mehr Jobs&#8221; ist ja niemand au&#223;er&#8230; ach ne, daf&#252;r sind ja doch alle.</p>

	<p>In Wahrheit sieht es allerdings ein wenig anders aus. Es gibt Anzeichen, dass die Regierung <a href="http://www.ftd.de/politik/deutschland/:jobabbau-kahlschlag-kommt-nach-der-wahl/557336.html">eine Art Stillhalte-Abkommen mit der Industrie</a> getroffen hat, damit die verz&#246;gerten Auswirkungen der Wirtschaftskrise erst nach der Wahl auf den Arbeitsmarkt durchschlagen.</p>

	<p><blockquote>Deutschland ist momentan vor Ver&#228;nderungen sicher. Aber nach der Wahl wird sich die Botschaft &#228;ndern. Das ist ganz normal.<br />
<quelle>Hakan Samuelsson, <span class="caps">MAN</span>-Vorstandschef</quelle><br />
</blockquote></p>

	<p>&#220;berhaupt wird die Geldverbrennung durch die &#8220;Bankenrettung&#8221; von <span class="caps">SPD</span> und <span class="caps">CDU</span> nicht thematisiert. Im Gegenteil, Schlampereien bei der BaFin werden nicht in gro&#223;em Rahmen untersucht, der Entscheidungsprozess zur Verteilung von Milliardenbetr&#228;gen bleibt vollkommen geheim und nicht nachvollziehbar. Aber Nachdenken dar&#252;ber, was passiert, wenn Rettungskredite an Banken nicht zur&#252;ckgezahlt werden, wenn Milliarden-B&#252;rgschaften wirklich f&#228;llig werden, wenn Gewerbesteuerausf&#228;lle durch Pleiten von Gro&#223;firmen die Kommunen treffen? Fehlanzeige. Erinnert ein wenig an das sture Abstreiten von Steuererh&#246;hungen durch die Wiedervereinigung.</p>

	<p><strong>Krieg</strong><br />
Ja das w&#228;re ein Thema! Mit dem Thema &#8220;Auslandseinsatz der Bundeswehr&#8221; wurden ja schon Wahlen entschieden. Deutschland befindet sich allerdings zur Zeit schon in einem Krieg in Afghanistan und laut Umfragen finden das &#252;ber zwei Drittel der Deutschen richtig doof. Noch dazu besteht die Chance, dass es sich bei jeder gewaltt&#228;tigen deutschen Milit&#228;r-Aktion dort um ein Kriegsverbrechen handeln k&#246;nnte. Hier sollte man doch punkten k&#246;nnen in der W&#228;hlergunst und dabei sogar noch Geld sparen, schlie&#223;lich ist der ganze Wahnsinn da richtig teuer. Aber wieder Fehlanzeige. Das Thema wird totgeschwiegen, leise murmelt man von 5 bis 10 Jahren und von B&#252;ndnistreue. Blo&#223; keine schlafenden Hunde wecken, denn bis auf die Linken haben alle den Einsatz in Afghanistan damals abgenickt und jetzt zugeben, dass man damals eine Riesenfehler gemacht hat&#8230; nein, das geht nicht. Da lassen wir lieben noch ein paar Soldaten sterben, bringen noch ein paar Zivilisten um und beharren auf dem Mantra, dass die deutsche Freiheit am Hindukusch verteidigt wird, so wahnwitzig das auch sein mag.</p>

	<p><strong>Schutz und Ausbau von Demokratie und B&#252;rgerrechten</strong><br />
Ah jetzt haben wir es. Dieses Thema kann ja nun beim besten Willen niemand ablehnen. Da <span class="caps">MUSS</span> doch jeder zugreifen, der einigerma&#223;en bei Trost ist. Wenn man daf&#252;r sorgt, dass die B&#252;rger mehr Einfluss gewinnen und vor eventueller Willk&#252;r durch Verwaltung und Industrie gesch&#252;tzt werden, na dann muss man doch W&#228;hlerstimmen gewinnen. Volksabstimmungen bei wichtigen Themen wie zum Beispiel dem &#8220;Lissabon-Vertrag&#8221;, bedingungsloser Schutz der Privatsph&#228;re, grundlegendes Verbot von verdecktem Lobbyismus, Parlamentarismus-Reform. Alles Themen, die jedem aufrechten Demokraten einen begeisterten Glanz in die Augen zaubern m&#252;ssten, aber was passiert? Nichts. Verdeckter Lobbyismus wird verschwiegen wo es nur geht, Volksabstimmungen werden nach M&#246;glichkeit nicht erw&#228;hnt und die B&#252;rger werden ausspioniert, dass es der Stasi die Freudentr&#228;nen ins Gesicht getrieben h&#228;tte und es werden die Grundlagen f&#252;r eine Zensur des Internets geschaffen.</p>

	<p>Es g&#228;be also einiges, was man aufgreifen k&#246;nnte, aber das einzig hei&#223;e an diesem Wahlkampf bleiben wohl die Eisen, die keiner anfasst.</p>
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		<title>&#220;berwachungsstaat</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Jun 2009 00:02:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Begriff &#220;berwachungsstaat ist negativ belegt, bezeichnet er doch gemeinhin die ungerechtfertigte &#220;berwachung der B&#252;rger eines Staats durch ihre Regierung und die zugeh&#246;rigen Apparate. Der Staat, das ist aber eigentlich nicht die Regierung eines Landes, auch wenn sie sich meist daf&#252;r h&#228;lt, sondern die Gesamtheit der B&#252;rger eines Landes. Also: L&#8217;etat c&#8217;est nous! Wenn man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Der Begriff &#220;berwachungsstaat ist negativ belegt, bezeichnet er doch gemeinhin die ungerechtfertigte &#220;berwachung der B&#252;rger eines Staats durch ihre Regierung und die zugeh&#246;rigen Apparate. Der Staat, das ist aber eigentlich nicht die Regierung eines Landes, auch wenn sie sich meist daf&#252;r h&#228;lt, sondern die Gesamtheit der B&#252;rger eines Landes. Also: L&#8217;etat c&#8217;est nous!</p>

	<p>Wenn man den Begriff &#8216;&#220;berwachungsstaat&#8217; nun mit dieser Pr&#228;misse betrachtet, ergeben sich einige interessante Perspektiven. Wie ich <a href="http://www.unpolitik.de/2009/04/08/spd-und-labour-gemeinsam/">an anderer Stelle</a> schon anmerkte, braucht &#8220;Neue Demokratie&#8221; auch neue &#246;ffentliche Kontrolle, denn wenn irgendjemand &#252;berwacht werden muss, dann ist es das Kabinett, die Parlamentarier, die Politiker mit Regierungs- und die mit Oppositionsverantwortung. Kurz &#8211; die Regierigen.</p>

	<p>Auf der reboot in Kopenhagen hatte ich dazu eine Idee, die ich hiermit zur Verf&#252;gung stellen und somit eine eventuelle Realisierung crowdsourcen m&#246;chte. Ich schlage ein Projekt <strong>&#8220;PolitPapparazzi.de&#8221;</strong> vor. Eine Web-Community, die es sich zur Aufgabe macht, unserer politischen Elite auf die Finger zu schauen. Eine Community, die s&#228;mtliche Informationen &#252;ber s&#228;mtliche Kabinettsmitglieder, Parlamentarier und Staatssekret&#228;re sammelt, die zur Zeit so gerne unser Grundgesetz und unsere Reste von Demokratie verbocken. Eine Community, in der die User eintragen k&#246;nnen wann sie welchen Politiker wo gesehen haben. Bei welcher Veranstaltung oder bei welchem Essen mit irgendwelchen Lobbyisten. In welchen Artikeln im Web oder in Zeitungen welcher Politiker erw&#228;hnt oder zitiert wird. Links zu Videos, Fotos und Soundbites. Weiterhin alle &#246;ffentlich erh&#228;ltlichen Daten, wie ehemalige oder noch aktuelle Jobs, Aufsichtsratsmandate und so weiter.</p>

	<p>Also genau die Informationen, die den B&#252;rgern eigentlich vom Bund selber &#246;ffentlich zug&#228;nglich gemacht werden m&#252;ssten.</p>

	<p>Im Idealfall ergibt sich so ein recht dichtes Bild &#252;ber Aktionen und Meinungs&#228;u&#223;erungen der etablierten politischen Kaste.</p>

	<p>Es handelt sich dabei um ein Projekt mit gewaltigem Arbeitsaufwand, der aber durch eine offene und engagierte Community durchaus zu leisten ist.</p>

	<p>Auf diese Art k&#246;nnen wir versuchen der etablierten politischen Gesellschaft klar zu machen was es bedeutet von allen m&#246;glichen Seiten &#252;berwacht zu werden.</p>

	<p>Auf diese Art k&#246;nnte man ihnen entgegenrufen: &#8220;Ihr wollt einen &#220;berwachungsstaat? Den k&#246;nnt ihr haben!&#8221;</p>

	<p><span class="caps">PS </span>Kurze nachtr&#228;gliche Anmerkung: politpaparazzi.de ist vergeben, politpapparazzi.de w&#228;re falsch geschrieben, aber es geht auch gar nicht um den Domainnamen, der steht da nur exemplarisch. .org oder .net g&#228;be es ja zum Beispiel noch. Oder vielleicht w&#228;re ja auch politparazzi.de geeigneter oder quiscustodiet.de.</p>
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		<title>Anh&#246;rung zu Ende &#8211; und jetzt?</title>
		<link>http://www.unpolitik.de/2009/05/27/anhoerung-zu-ende-und-jetzt/</link>
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		<pubDate>Wed, 27 May 2009 19:13:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir haben einen ganzen Strau&#223; von verfassungsrechtlichen Problemen. Professor Ulrich Sieber, Max-Planck-Institut f&#252;r ausl&#228;ndisches und internationales Strafrecht So lassen sich die juristischen Bedenken gegen das Gesetz zur &#8220;Bek&#228;mpfung der Kinderpornographie in Kommunikationsnetzen&#8221; bei der &#246;ffentlichen Anh&#246;rung heute einfach zusammenfassen. Und da werden die technischen und kriminalistischen Probleme noch gar nicht ber&#252;cksichtigt. Diese sehr starken Bedenken [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p><blockquote>Wir haben einen ganzen Strau&#223; von verfassungsrechtlichen Problemen.<br />
<quelle>Professor Ulrich Sieber,<br />
Max-Planck-Institut f&#252;r ausl&#228;ndisches und internationales Strafrecht<quelle></blockquote></p>

	<p>So lassen sich die juristischen Bedenken gegen das Gesetz zur <em>&#8220;Bek&#228;mpfung der Kinderpornographie in Kommunikationsnetzen&#8221;</em> bei der &#246;ffentlichen Anh&#246;rung heute einfach zusammenfassen. Und da werden die technischen und kriminalistischen Probleme noch gar nicht ber&#252;cksichtigt.</p>

	<p>Diese sehr starken Bedenken gegen das Gesetzes m&#252;ndeten dann heute abend in einer Pressemitteilung der <span class="caps">SPD</span>-Fraktion, die folgendes Fazit zieht:</p>

	<p><blockquote>Dabei hat die Anh&#246;rung deutlich gemacht, dass der Gesetzentwurf noch zahlreiche inhaltliche und rechtliche Fragen aufwirft, die wir nun im weiteren parlamentarischen Verfahren kl&#228;ren m&#252;ssen.<br />
Dies sind aus Sicht der <span class="caps">SPD</span>-Fraktion insbesondere die Forderung nach einer spezialgesetzlichen Regelung anstelle einer &#196;nderung des Telemediengesetzes und die datenschutzrechtliche und verfahrensrechtliche Absicherung. Hierzu geh&#246;ren aus unserer Sicht die gerichtliche Kontrolle der <span class="caps">BKA</span>-Sperrliste sowie die Kl&#228;rung der Problematik im Zusammenhang mit der Weitergabe der Daten an Strafverfolgungsbeh&#246;rden. In diesen Punkten sind wir f&#252;r &#196;nderungen am Gesetzentwurf. F&#252;r die <span class="caps">SPD</span>-Fraktion stellen wir in aller Deutlichkeit fest, dass wir &#8211; so wie im &#220;brigen alle Sachverst&#228;ndigen &#8211; eine Ausweitung der Internetsperren auf andere Straftatbest&#228;nde ablehnen.</blockquote></p>

	<p>Was hei&#223;t das nun?</p>

	<p>Nun muss der Gesetzesentwurf in die &#220;berarbeitung. Die <span class="caps">SPD</span> s&#228;he gerne ein Spezialgesetz und keine &#196;nderung des Telemediengesetzes. Viele Punkte m&#252;ssen ge&#228;ndert werden, erg&#228;nzt, Teile gestrichen. De facto wird damit die Zeit zu knapp um das Gesetz noch in dieser Legislaturperiode durchzupr&#252;geln. Es k&#228;me also erst wieder nach der Wahl auf den Tisch, wenn &#252;berhaupt.</p>

	<p>Zeit also, einmal zu spekulieren wie sich die verschiedenen m&#246;glichen Regierungskoalitionen auf das Gesetz auswirken w&#252;rden.</p>

	<p><strong>Schwarz-Gelb</strong><br />
Mal angenommen Frau von der Leyen bliebe nach der Wahl Familienministerin, st&#252;nde das Gesetz sicher wieder auf dem Plan. Unter einer Bienenregierung w&#228;re aber wohl die einzige Frage wie schnell die <span class="caps">FDP</span>, die ja momentan gegen das Gesetz ist, im Geschacher um Ministerposten umfallen w&#252;rde. Vielleicht w&#252;rden ein paar kleine kosmetische &#196;nderungen kommen, das w&#228;re es aber auch.</p>

	<p><strong>Rot-Gr&#252;n</strong><br />
Die Gr&#252;nen sind gegen das Gesetz und signifikante Teile der <span class="caps">SPD</span>-Fraktion auch. Gesetz w&#228;re wahrscheinlich tot.</p>

	<p><strong>Ampel</strong><br />
Hier k&#228;me noch die <span class="caps">FDP</span> hinzu, die ja auch gegen das Gesetz ist. Das Gesetz w&#228;re also noch toter als bei rot-gr&#252;n.</p>

	<p><strong>Rot-Gr&#252;n-Dunkelrot</strong><br />
Unwahrscheinliche Konstellation, aber auch hier w&#228;re das Gesetz mausetot. Alle anderen Aspekte mal au&#223;er Acht gelassen, gibt es zur Zeit ja keinen im Bundestag, der st&#228;rker f&#252;r die B&#252;rgerrechte eintritt als die Linken.</p>

	<p><strong>Gro&#223;e Koalition</strong><br />
OMFG, bitte nicht.</p>

	<p>Alle anderen Koalitionsm&#246;glichkeiten w&#252;rde ich ins Reich der Phantasterei verweisen.</p>

	<p>Ach ja und vielleicht h&#246;rt mich ja jemand: Ich w&#252;rde gerne die <span class="caps">SPD</span> von Willy Brandt und Herbert Wehner wieder zur&#252;ck haben. <span class="caps">KTHXBAI</span></p>
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		<title>Petition gegen Internetsperren</title>
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		<pubDate>Wed, 06 May 2009 05:36:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zur Unterst&#252;tzung der Petition gegen Internetsperren hat Constantin Rack eine gute und aufs wesentliche konzentrierte Webseite ins Netz gestellt: http://www.zeichnemit.de/ Ich finde die Seite sehr gelungen. Kurz und knapp wird das Anliegen geschildert, erl&#228;utert was jeder tun kann und auf weitere Informationsquellen verwiesen. Die Petition selbst kann schon jetzt als Erfolg bezeichnet werden. Keine 48 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Zur Unterst&#252;tzung der <a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860" target="_blank">Petition gegen Internetsperren</a> hat Constantin Rack eine gute und aufs wesentliche konzentrierte Webseite ins Netz gestellt:</p>

	<p><a href="http://www.zeichnemit.de" target="_blank">http://www.zeichnemit.de/</a></p>

	<p>Ich finde die Seite sehr gelungen. Kurz und knapp wird das Anliegen geschildert, erl&#228;utert was jeder tun kann und auf weitere Informationsquellen verwiesen.</p>

	<p>Die Petition selbst kann schon jetzt als Erfolg bezeichnet werden. Keine 48 Stunden nach dem Start haben schon fast 30000 Menschen die Petition mitgezeichnet, und den Petitions-Server des Bundestages damit fast zum erliegen gebracht. Aber auch wenn das schon viel besser ist als jeder von uns gedacht h&#228;tte: Das ist kein Grund sich zur&#252;ckzulehnen!</p>

	<p>Geht raus, sprecht eure Freunde an, die Familie, Arbeitskollegen. Erz&#228;hlt ihnen von der Petition, zeigt ihnen die Webseite von Constantin. Mitzeichnen tut nicht weh, hilft aber dem Kampf gegen die Websperren!</p>
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		<title>Reform mit Gauweiler</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Apr 2009 14:05:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich h&#228;tte nie im Leben gedacht, dass ich einmal &#196;u&#223;erungen von Peter &#8220;AIDS-Test&#8221; Gauweiler (CSU) positiv bewerten w&#252;rde. Aber dann erinnert man sich pl&#246;tzlich wieder an den Irak-Krieg, gegen den er damals als erster aus der CDU/CSU-Fraktion Stellung bezog und sich folgenderma&#223;en dazu &#228;u&#223;erte: Sowohl die Intervention der USA im Irak als auch die Bombardierung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Ich h&#228;tte nie im Leben gedacht, dass ich einmal &#196;u&#223;erungen von Peter &#8220;AIDS-Test&#8221; Gauweiler (CSU) positiv bewerten w&#252;rde. Aber dann erinnert man sich pl&#246;tzlich wieder an den Irak-Krieg, gegen den er damals als erster aus der <span class="caps">CDU</span>/CSU-Fraktion Stellung bezog und sich folgenderma&#223;en dazu &#228;u&#223;erte:</p>

	<p><blockquote>Sowohl die Intervention der <span class="caps">USA</span> im Irak als auch die Bombardierung Jugoslawiens und seiner Hauptstadt Belgrad durch die Nato geschah ohne Mandat der Vereinten Nationen. Dies ist von der deutschen V&#246;lkerrechtslehre zutreffend und mit Nachdruck als v&#246;lkerrechtswidrig bewertet worden.</blockquote></p>

	<p>Sp&#228;ter war er dann pl&#246;tzlich einer von nur vier Unions-Abgeordneten, die gegen die Vorratsdatenspeicherung gestimmt haben. Mit diesem Verhalten hatte er die vorgegebene Parteilinie schon wieder deutlich verlassen.</p>

	<p>Sollte es sich sich bei Peter Gauweiler wirklich um einen Maverick handeln, einen eigensinnigen Ausrei&#223;er, der sich gegen das Brandzeichen des Fraktionszwangs wehrt?</p>

	<p>In einem <a title="Duckm&#228;usertum" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,618360,00.html">Gespr&#228;ch mit dem Spiegel</a> hat er jetzt zu einer Parlamentarismus-Reform aufgerufen um einem Eindruck entgegenzuwirken, der ihm Bauchschmerzen bereitet.</p>

	<p><blockquote>[...]dass Abgeordnete, die eigenst&#228;ndig &#252;ber das eigene Land reden wollen, nicht mehr erw&#252;nscht sind.</blockquote></p>

	<p>Ich w&#252;rde diesen Eindruck zwar nicht auf den Bundestag beschr&#228;nken, aber prinzipiell hat Gauweiler nat&#252;rlich recht damit, dass die Demokratie gef&#228;hrdet ist wenn aus Angst vor Repressalien nicht &#252;berall frei &#252;ber alle Themen geredet werden kann.</p>

	<p>Eine von Gauweilers Forderungen besteht darin mehr direkte Demokratie zu wagen. Abgeordnete sollen direkt aus ihren Bezirken in den Bundestag gew&#228;hlt werden k&#246;nnen, ohne dass sie vorher &#252;ber Listen der Parteien aufgestellt werden m&#252;ssen. Das ist als Forderung so sicher sehr vereinfacht, hat aber einen gewissen Charme.</p>

	<p>Es w&#252;rde n&#228;mlich dem Fraktionszwang, der de facto die Demokratie der gesamten deutschen Legislative beeintr&#228;chtigt, einen gro&#223;en Teil seines Schreckens nehmen. Kann ein Abgeordneter sich bei einem wichtigen Thema partout nicht der Fraktionsweisung unterordnen, wird er zur Zeit bei der n&#228;chsten Wahl einfach nicht mehr aufgestellt. Klappe zu, Affe ist tot. Wenn dieses Druckmittel nun wegfallen w&#252;rde, g&#228;be es sicher einen deutlich differenzierteren und muntereren Diskurs in den Fraktionen als das angepasste Durchwinken, welches zur Zeit vorherrscht.</p>

	<p>Laut Artikel 38 Absatz 1 unseres Grundgesetzes ist jeder Abgeordnete frei zu entscheiden, wie er es f&#252;r richtig h&#228;lt:</p>

	<p><blockquote>Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gew&#228;hlt. Sie sind Vertreter des ganzen Volkes, an Auftr&#228;ge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen.</blockquote></p>

	<p>Um allerdings in einen Gewissenskonflikt zu geraten, muss man sich erst mal trauen eins zu besitzen.</p>
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