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	<title>UnPolitik.de &#187; Parteien</title>
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	<description>Weil es zu gefährlich ist, nichts zu sagen.</description>
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		<title>Erstmalig in einem Landesparlament</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Sep 2011 09:11:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Demokratie]]></category>
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		<category><![CDATA[Wahljahr]]></category>

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		<description><![CDATA[Als erste gr&#252;ne Partei, zog &#252;brigens die &#8220;Bremer Gr&#252;ne Liste&#8221; 1979 in ein Landesparlament ein. Sie war aus einer Widerstandsbewegung gegen den Bau einer Umgehungsstra&#223;e entstanden und trat vor allem mit dem Programm an, verkrustete Strukturen aufbrechen und alles anders machen zu wollen. Vorgeworfen wurde ihnen, au&#223;erhalb ihrer Grundforderungen keinerlei weiterreichendes Programm zu haben. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Als erste gr&#252;ne Partei, zog &#252;brigens die &#8220;Bremer Gr&#252;ne Liste&#8221; 1979 in ein Landesparlament ein. Sie war aus einer Widerstandsbewegung gegen den Bau einer Umgehungsstra&#223;e entstanden und trat vor allem mit dem Programm an, verkrustete Strukturen aufbrechen und alles anders machen zu wollen. Vorgeworfen wurde ihnen, au&#223;erhalb ihrer Grundforderungen keinerlei weiterreichendes Programm zu haben.</p>

	<p>Die zentrale gr&#252;ne Forderung nach einem Atomausstieg, bzw. Stopp des Einstiegs, wurde damals von allen etablierten Parteien als haltlose Utopie bezeichnet.</p>

	<p>Der Spitzenkandidat der Bremer Gr&#252;nen Liste, Peter Willers, sagte damals:</p>



	<p><blockquote>Meiner Meinung nach ist dieses Wahlergebnis auch nur die Spitze eines Eisberges. Wir betreiben keine alleinige Protestpolitik, sondern wir haben ganz konkrete Vorstellungen dar&#252;ber, wie es anders sein k&#246;nnte.</blockquote></p>


 <span class="post-twitter" ><a href="http://twitter.com/home?status=Reading%20%20%22Erstmalig%20in%20einem%20Landesparlament%22%20http%3A%2F%2Ftinyurl.com%2F6z2y3q3" title="Tweet it" rel="nofollow">Tweet it</a></span> <p><a href="http://www.unpolitik.de/?flattrss_redirect&amp;id=1103&amp;md5=f9f3a4dea2254a76a659da37ca857793" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.unpolitik.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ein Szenario</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Mar 2011 10:42:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Guttenberg]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[CSU]]></category>
		<category><![CDATA[Neuer Faschismus]]></category>
		<category><![CDATA[Parteipolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[16. Februar 2011 &#8211; Die S&#252;ddeutscher Zeitung ver&#246;ffentlicht einen Artikel, in dem Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg vorgeworfen wird, er habe seine Doktorarbeit plagiiert, Guttenberg weist diese Vorw&#252;rfe als &#8216;abstrus&#8217; zur&#252;ck 01. M&#228;rz 2011 &#8211; Karl-Theodor zu Guttenberg tritt wegen erdr&#252;ckender Beweise bez&#252;glich seines Dissertationsbetrugs von seinem Amt als Verteidigungsminister zur&#252;ck 02. M&#228;rz 2011 &#8211; Nachfolger [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p><strong>16. Februar 2011</strong> &#8211; Die S&#252;ddeutscher Zeitung ver&#246;ffentlicht einen Artikel, in dem Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg vorgeworfen wird, er habe seine Doktorarbeit plagiiert, Guttenberg weist diese Vorw&#252;rfe als &#8216;abstrus&#8217; zur&#252;ck</p>

	<p><strong>01. M&#228;rz 2011</strong> &#8211; Karl-Theodor zu Guttenberg tritt wegen erdr&#252;ckender Beweise bez&#252;glich seines Dissertationsbetrugs von seinem Amt als Verteidigungsminister zur&#252;ck</p>

	<p><strong>02. M&#228;rz 2011</strong> &#8211; Nachfolger Guttenbergs wird der bisherige Innenminister Thomas de Maizi&#233;re (CDU) und Nachfolger de Maizi&#233;res wird Hans-Peter Friedrich (CSU) &#8211; Bei einer Schie&#223;erei am Frankfurter Flughafen t&#246;tet der Kosovo-Albaner Arid U. zwei amerikanische Soldaten und verletzt zwei weitere schwer. Es wird vermutet, dass es sich um einen islamistisch motivierten Terroranschlag handeln k&#246;nnte.</p>

	<p><strong>03. M&#228;rz 2011 </strong> &#8211; Guttenberg wird offiziell entlassen &#8211; Die Facebook-Gruppe &#8220;Wir wollen Guttenberg zur&#252;ck&#8221; erreicht 500.000 <em>likes</em> &#8211; Horst Seehofer (CSU) wirft seinen Unionskollegen (CDU) vor, Guttenberg v&#246;llig unangemessen kritisiert zu haben anstatt ihm beizustehen und bastelt so an einer neuen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dolchsto%C3%9Flegende">Dolchsto&#223;legende</a></p>

	<p><strong>04. M&#228;rz 2011</strong> &#8211; Politiker der Union (CDU) weisen Seehofers (CSU) Kritik zur&#252;ck. In dieser Diskussion f&#228;llt der Begriff &#8220;Die Partei mit dem adligen Betr&#252;ger&#8221;</p>

	<p><strong>20./27. M&#228;rz 2011</strong> &#8211; Die Union holt bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Baden-W&#252;rttemberg und Rheinland-Pfalz das schlechteste Ergebnis seit 40 Jahren.</p>

	<p><strong>07. April 2011</strong> &#8211; Bundesinnenminister Friedrich (CSU) gibt die Ergebnisse der Untersuchung des Anschlags von Frankfurt bekannt und spricht von einem Schl&#228;fer-Netzwerk der Islamisten in Deutschland. Er k&#252;ndigt ein Sofort-Paket zur Ausweitung der Befugnisse der Sicherheitsbeh&#246;rden an.</p>

	<p><strong>08. April 2011</strong> &#8211; Die Bild-Zeitung feiert den &#8220;starken Mann im Inneren&#8221; f&#252;r seine Ank&#252;ndigung.</p>

	<p><strong>20. April 2011</strong> &#8211; Nach 6-w&#246;chiger Eskalation des Streits innerhalb der Union, beschlie&#223;t die <span class="caps">CSU</span> auf einem Sonderparteitag in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wildbad_Kreuth">Wildbad Kreuth</a>, in Zukunft bundesweit bei Wahlen anzutreten, gefeierter Redner auf dem Sonderparteitag und neuer Parteivorsitzender ist Karl-Theodor zu Guttenberg.</p>

	<p><strong>01. Mai 2011 </strong> &#8211; In der Bild-Zeitung startet eine gro&#223;e Kampagne, die Guttenberg als neuen Vorsitzenden der <span class="caps">CSU</span> feiert.</p>

	<p><strong>01. Juli 2011</strong> &#8211; Die ohnehin schon sehr br&#252;chige Union wird nach langwierigen Verhandlungen in eine Koalition umgewandelt. Damit regiert jetzt eine Koalition aus drei Parteien, was der Stabilit&#228;t der Regierung nicht unbedingt entgegen kommt.</p>

	<p><strong>04. September 2011 </strong> &#8211; Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern holt die eiligst gegr&#252;ndete Landes-CSU aus dem Stand 16,3 % und wird damit drittst&#228;rkste Partei nach <span class="caps">SPD</span> und <span class="caps">PDS</span>. Gro&#223;e Verlierer sind die <span class="caps">CDU</span> und <span class="caps">NPD</span>.</p>

	<p><strong>Oktober 2011</strong> &#8211;  Friedrich Merz und Roland Koch, so wie Thilo Sarrazin werden im Laufe des Monats Mitglied in der nun bundesweit agierenden <span class="caps">CSU</span>.</p>

	<p><strong>06. Januar 2012</strong> &#8211; Auf ihrem Bundesparteitag beschlie&#223;t die <span class="caps">CSU</span>, in der n&#228;chsten Bundestagswahl mit dem Kanzlerkandidaten Karl-Theodor zu Guttenberg anzutreten. Gleichzeitig wird ein Schattenkabinett aus den eigenen Reihen vorgestellt.</p>

	<p><strong>17. Januar 2012</strong> &#8211; Die Ank&#252;ndigungen vom 06. Januar f&#252;hren zu einem Eklat in der Regierungskoalition.</p>

	<p><strong>16. Februar 2012 </strong> &#8211; Es wird der 30. September 2012, den Tag der Landtagswahl in Schleswig-Holstein, f&#252;r eine vorgezogene Bundestagswahl festgelegt.</p>

	<p><strong>20. April 2012</strong> &#8211; Auf einem Sonderparteitag der &#8220;Christlich Sozialen Union&#8221; (CSU) wird der Antrag eingebracht, den Namen der Partei in &#8220;Christlich Nationale Union&#8221; zu &#228;ndern.</p>

	<p><strong>30. September 2012</strong> &#8211; Es findet die vorgezogene Bundestagswahl statt&#8230;</p>
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		<title>Filzfr&#246;sche</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Jan 2011 22:42:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Korruption]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Da gibt es noch eine Menge zu tun. Da liegt noch viel im Argen&#8221;, mit diesen Worten mahnte Guido Westerwelle zum Kampf gegen Korruption. &#8220;Juchhuu!&#8221; m&#246;chte man jauchzen, &#8220;Recht hat der Mann ausnahmsweise!&#8221;, allerdings ruft Westerwelle nur zum Kampf gegen die allgegenw&#228;rtige Korruption in Afghanistan auf und nicht gegen die bei uns in Deutschland. Korruption? [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>&#8220;<em>Da gibt es noch eine Menge zu tun. Da liegt noch viel im Argen&#8221;</em>, mit diesen Worten mahnte Guido Westerwelle zum Kampf gegen Korruption. &#8220;Juchhuu!&#8221; m&#246;chte man jauchzen, &#8220;Recht hat der Mann ausnahmsweise!&#8221;, allerdings ruft Westerwelle nur zum Kampf gegen die allgegenw&#228;rtige Korruption in Afghanistan auf und nicht gegen die bei uns in Deutschland.</p>

	<p>Korruption? Bei uns in Deutschland? In der Politik? Ja schon, hat man von geh&#246;rt, aber &#8220;allgegenw&#228;rtig&#8221; ist doch sicher &#252;bertrieben, oder? Nun, sagen wir einfach, man hat sich im Laufe der Jahre an andere Begrifflichkeiten gew&#246;hnt. Wir nennen es heute eben Aufsichtsratsposten, au&#223;erparlamentarische Nebeneink&#252;nfte oder einfach Freunde, wie in &#8220;Friends of Gerd&#8221; (FROGs).</p>

	<p>Exemplarisch f&#252;r solche neuen Begrifflichkeiten m&#246;chte ich einmal Herrn Carsten Maschmeyer herausgreifen. Maschmeyer studierte Medizin und war w&#228;hrend des Studiums, welches er dann bald abbrach, beim Finanzstrukturvertrieb (vulgo: Dr&#252;ckerkolonne) <a href="http://www.ovb.de/Default.aspx"><span class="caps">OVB</span></a> t&#228;tig. Als er das Ende seiner Aufstiegsm&#246;glichkeiten bei <span class="caps">OVB</span> erreicht hatte, stieg er dort aus und gr&#252;ndete 1988 seine eigene Versicherungs- und Finanzdr&#252;ckerkolonne namens <a href="http://www.awd.de/awdde/de/home.html"><span class="caps">AWD</span></a>. Die wahren Gewinner im Pyramidenspiel Strukturvertrieb sind schlie&#223;lich nur ganz oben zu finden.</p>

	<p>Das k&#246;nnte es eigentlich schon gewesen sein, aber wie wir es aus der Finanzbranche kennen, und dazu z&#228;hlt auch der <span class="caps">AWD</span>, geht es mit zunehmender Gr&#246;&#223;e auch um politischen Einfluss, um die Bedingungen f&#252;r das Wachstum des Unternehmens zu steuern. Maschmeyer kaufte zur nieders&#228;chsischen Landtagswahl 1998 anonym f&#252;r ca. 650.000 DM ausreichend Werbefl&#228;che in g&#228;ngigen Zeitungen, um damit Gerhard Schr&#246;der deutlich zu unterst&#252;tzen. Seitdem sind beide dicke Freunde, Maschmeyer war ein <span class="caps">FROG</span>.</p>

	<p>Es kam, wie es kommen musste, Schr&#246;der kam ins Kanzleramt und mit ihm kamen massive neoliberale Reformen, nicht zuletzt eine deutliche Orientierung hin zur Privaten Altersvorsorge. Der Wirtschaftsweise und Lobbyist Bert R&#252;rup propagierte, landauf und landab, private Altersvorsorge und Schr&#246;ders Minister f&#252;r Arbeit und Soziales, Walter Riester, setzte sie dann um. <span class="caps">FROG </span>Maschmeyer und sein <span class="caps">AWD</span> verkauften massenhaft Riester-Policen und sp&#228;ter kam dann noch die R&#252;rup-Rente hinzu.</p>

	<p>Bert R&#252;rup war 1999 bis 2001 Mitglied im Expertenkreis zur Vorbereitung der Rentenreform bei Minister Riester und seit 2000 Vorsitzender des Sozialbeirats f&#252;r die Ren&#173;tenversicherung. Seit 2002 hatte er unter anderem den Vorsitz in der &#8220;Kommission f&#252;r die Nachhaltigkeit in der Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme&#8221;, auch als R&#252;rup-Kommission bekannt. Trotz seiner Aufgabe als &#8220;unabh&#228;ngiger&#8221; Berater war R&#252;rup bis 2009 Vorstandsvorsitzender des &#8220;<a href="http://www.mea.uni-mannheim.de/">Mannheimer Forschungsinstitut &#214;konomie und demographischer Wandel</a>&#8220;, welches zu einem erheblichen Teil durch eine Lobbyorganisation, den &#8220;<a href="http://www.gdv.de/">Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft</a>&#8220;, finanziert wird. Im November 2008 wurde bekannt, dass Maschmeyer R&#252;rup im April 2009 als Chef&#246;konom zum <span class="caps">AWD</span> holen w&#252;rde.</p>

	<p>Walter Riester, dessen Name durch seine Rentenreform bre&#252;hmt geworden ist, verdiente sich nach seiner Ministert&#228;tigkeit ein Zubrot, indem er sich w&#228;hrend seiner weiteren Zeit als Bundestagsabgeordneter von der Finanz- und Versicherungsbranche als Vortragsredner buchen lie&#223;. Exakte Angaben sind ja leider nicht verpflichtend, aber alleine durch diese Vortr&#228;ge verdiente er in den Jahren 2007/2008 insgesamt deutlich &#252;ber 280.000 Euro.</p>

	<p>Im Januar 2010 gr&#252;ndete Maschmeyer zusammen mit R&#252;rup die &#8220;<a href="http://www.mr-ag.com/">MaschmeyerR&#252;rup AG</a>&#8220;, welche Banken, Versicherungen und Regierungen &#8220;unabh&#228;ngig&#8221; bei Fragen der Alters- und Gesundheitsvorsorge beraten will. Und wer ber&#228;t dort zusammen mit Maschmeyer und R&#252;rup? Richtig, Walter Riester!</p>

	<p>Aber nicht nur in der Schr&#246;der-Connection ist Maschmeyer verfreundet, auch der ehemalige nieders&#228;chsische Minister- und aktuelle Bundespr&#228;sident Christian Wulff z&#228;hlt zu seinen engen Freunden, machte ihn sogar mit seiner aktuellen Lebensgef&#228;hrin Veronika Ferres bekannt, wof&#252;r er dann auch schon mal in Maschmeyers 20 Milionen-Villa auf Mallorca Urlaub machen darf. Nein, ich muss mich korrigieren, als der Urlaub dort publik wurde, fand sich auch schnell eine Quittung &#252;ber 5.000 Euro, die Wulff f&#252;r den Luxus-Aufenthalt gezahlt hatte.</p>

	<p>Ach, Carsten Maschmeyer ist &#252;brigens auch gut mit der aktuellen Ministerin f&#252;r Arbeit und Soziales, Ursula von der Leyen, befreundet, die er schon w&#228;hrend des Medizinstudiums kennen gelernt hatte und seine aktuelle Firma ber&#228;t das Familienministerium von Kristina Schr&#246;der bez&#252;glich einer &#8222;<a href="http://www.youtube.com/watch?v=tLqS3SUn8OQ">Lohnvorschussausfallversicherung</a>&#8220;.</p>

	<p>Die <span class="caps">ARD</span> zeigt am Mittwoch, dem 12. Januar 2011, um 21:45 Uhr die Reportage &#8220;Der Dr&#252;ckerk&#246;nig und die Politik &#8211; Die schillernde Karriere des Carsten Maschmeyer&#8221;, <a href="http://www.sueddeutsche.de/medien/ard-reportage-ueber-carsten-maschmeyer-dossier-gegen-doku-1.1044756">deren Ausstrahlung Maschmeyer &#252;ber den Medienanwalt Matthias Prinz massiv zu verhindern versuchte</a>.</p>
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		<title>Habemus Wulffum</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 22:33:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist getan. Der neue Bundespr&#228;sident steht fest. Es ist Christian Wulff, der Kandidat der Regierungskoalition. Ein Spaziergang oder Triumph war die Wahl allerdings wahrlich nicht. Zwar mit absoluter Mehrheit wurde er gew&#228;hlt, der Farblose aus Niedersachsen, aber erst im dritten Wahlgang. Und das, obwohl sich Frau Merkel doch eine Demonstration ihrer Macht und der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Es ist getan. Der neue Bundespr&#228;sident steht fest. Es ist Christian Wulff, der Kandidat der Regierungskoalition. Ein Spaziergang oder Triumph war die Wahl allerdings wahrlich nicht.</p>

	<p>Zwar mit absoluter Mehrheit wurde er gew&#228;hlt, der Farblose aus Niedersachsen, aber erst im dritten Wahlgang. Und das, obwohl sich Frau Merkel doch eine Demonstration ihrer Macht und der St&#228;rke der Koalition gew&#252;nscht hatte. Eine Demonstration, die ihre Vorstellung eines Bundespr&#228;sidenten im ersten Wahlgang ohne wenn und aber ins Amt hieven sollte. Aus dieser Demonstration einer gefestigten Machtposition wurde allerdings eine schallende Ohrfeige. Weder im ersten, noch im zweiten Wahlgang erreichte Wulff die notwendigen Stimmen zu einer absoluten Mehrheit und dementsprechend genervt schaute Frau Merkel aus der W&#228;sche. Wer also bestreitet, dass der Regierungskoalition heute ein heftiger Schlag versetzt wurde, den m&#246;chte ich bitten sich die Gesichter der Parteioberen von <span class="caps">CDU</span>, CSU und <span class="caps">FDP</span> nach den ersten beiden Wahlg&#228;ngen noch einmal genau anzuschauen.</p>

	<p>Zum Abschluss seiner Dankesrede sagte Wulff: &#8220;Gott sch&#252;tze unser Land!&#8221; Ein Aufreger ist das indes nicht, K&#246;hler schloss eine erste Wahlrede auch mit mit: &#8220;Ich gr&#252;&#223;e alle Landsleute nah und fern, unsere Nachbarn in Europa und unsere Freunde in der Welt. Gott segne unser Land!&#8221;</p>

	<p>Johannes Rau schloss allerdings, ohne Erw&#228;hnung irgendeines Aberglaubens, mit: &#8220;So sage ich: Ich gr&#252;&#223;e alle Deutschen, ich gr&#252;&#223;e unsere Nachbarn, und ich gr&#252;&#223;e unsere Freunde &#252;berall in der Welt.&#8221; Die Beschw&#246;rungsformel d&#252;rfte bei K&#246;hler und Wulff also einfach dem C in <span class="caps">CDU</span> geschuldet sein.</p>
 <span class="post-twitter" ><a href="http://twitter.com/home?status=Reading%20%20%22Habemus%20Wulffum%22%20http%3A%2F%2Ftinyurl.com%2F2vd6l3w" title="Tweet it" rel="nofollow">Tweet it</a></span> <p><a href="http://www.unpolitik.de/?flattrss_redirect&amp;id=945&amp;md5=58528adb03e658c9cfecee42ecfcedde" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.unpolitik.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Gauckagenda</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Jun 2010 11:07:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steff</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Agenda2010]]></category>
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		<category><![CDATA[Sozialdarwinismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Welle wogt &#252;ber ganz Deutschland, eine Welle, auf der die Kandidatur Joachims Gaucks zum Bundespr&#228;sidenten in immer neue H&#246;hen getragen wird. Er scheint der ideale Kandidat f&#252;r den Posten zu sein, eine staatstragende Gestalt, die dem Amt mit der W&#252;rde und gelebter Erfahrung die n&#246;tige Ehre erweisen k&#246;nnte. Was f&#252;r ein unglaublicher Coup der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Eine Welle wogt &#252;ber ganz Deutschland, eine Welle, auf der die Kandidatur Joachims Gaucks zum Bundespr&#228;sidenten in immer neue H&#246;hen getragen wird. Er scheint der ideale Kandidat f&#252;r den Posten zu sein, eine staatstragende Gestalt, die dem Amt mit der W&#252;rde und gelebter Erfahrung die n&#246;tige Ehre erweisen k&#246;nnte. Was f&#252;r ein unglaublicher Coup der <span class="caps">SPD</span>, eine solche Lichtgestalt auf das Kandidatenparkett geschoben zu haben.</p>

	<p>Wirklich?</p>

	<p>Muss man sich nicht fragen, wieso ausgerechnet die <span class="caps">SPD</span> einen Kandidaten vorschl&#228;gt, der an Konservativismus schwierig zu &#252;berbieten ist, will man die Reihe zur rechtsnationalen Idiotie nicht &#252;berschreiten. Sind da nicht wieder die neoliberalen Kr&#228;fte der <span class="caps">SPD</span> am Werk, die eigentlich zusammen mit ihrem Chefarchitekten der Agenda 2010, Frank-Walter Steinmeier, von der Parteibasis ins Abseits gestellt geh&#246;ren?</p>

	<p>Fast die gesamte Presse scheint sich einig wie sonst nur bei Trivialzielen &#224; la &#8220;Deutschland soll Weltmeister werden&#8221; und auch das Netz st&#246;&#223;t recht geschlossen mit ungewohnter Vehemenz in die Vuvuzela der Gauck-Promotion. Warum ist das so, fragt man sich? Ist es die Erleichterung, der Unperson Ursula von der Leyen entkommen zu sein und eine Alternative zum blassgrauen Christian Wulff geboten zu bekommen? Gemeinsame Begeisterung ob der mit Abstand besten von drei schlechten Alternativen? Eine Art bundespolitisches Stockholm-Syndrom?</p>

	<p>Gauck ist ein Erzkonservativer Pfarrer, der Schroeders neoliberale Agenda 2010 begeistert akklamierte und lauthals mehr solche mutigen Taten forderte und fordert. Als die Montagsdemonstrationen sich gegen soziale Ungerechtigkeit und Hartz IV richteten, verurteilte er sie in beleidigtem Ton als als &#8220;t&#246;richt und geschichtsvergessen&#8221;. So darf in meinen Augen niemand sprechen, der als symbolisches Staatsoberhaupt alle Deutschen repr&#228;sentieren soll.</p>

	<p>Gauck ist kein Symbol des Aufbruchs, Gauck ist ein Symbol des R&#252;ckschritts in den Sozialdarwinismus.</p>
 <span class="post-twitter" ><a href="http://twitter.com/home?status=Reading%20%20%22Gauckagenda%22%20http%3A%2F%2Ftinyurl.com%2F35z9r4z" title="Tweet it" rel="nofollow">Tweet it</a></span> <p><a href="http://www.unpolitik.de/?flattrss_redirect&amp;id=910&amp;md5=41abb290cf75a5fc357c132a7043855b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.unpolitik.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Der Werwulff</title>
		<link>http://www.unpolitik.de/2010/06/04/der-werwulff/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Jun 2010 10:06:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bundespräsident]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Parteipolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Wulff]]></category>

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		<description><![CDATA[[1 UPDATE] Die Koalition hat sich auf einen Kandidaten f&#252;r die Wahl des Bundespr&#228;sidenten geeinigt. Sein Name ist Christian Wulff, er ist Jurist, Parteisoldat und nebenberuflich Ministerpr&#228;sident von Niedersachsen. Was waren vor seiner Nominierung die letzten Schlagzeilen, f&#252;r die Christian Wulff gesorgt hatte? Seine Scheidung? Die Porsche-VW-Schlacht? Was war denn da noch? Vom Zentralrat der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p><stong>[1 <span class="caps">UPDATE</span>]</strong></p>

	<p>Die Koalition hat sich auf einen Kandidaten f&#252;r die Wahl des Bundespr&#228;sidenten geeinigt.<br />
Sein Name ist Christian Wulff, er ist Jurist, Parteisoldat und nebenberuflich Ministerpr&#228;sident von Niedersachsen.</p>

	<p>Was waren vor seiner Nominierung die letzten Schlagzeilen, f&#252;r die Christian Wulff gesorgt hatte? Seine Scheidung? Die Porsche-VW-Schlacht? Was war denn da noch?</p>

	<p>Vom Zentralrat der Juden war ihm wegen &#8220;fehlendem Geschichtsbewusstseins&#8221; der R&#252;cktritt nahegelegt worden, nachdem er in der Talkshow &#8221;Studio Friedman&#8221; 2008 zum Thema &#8220;zu hohe Managergeh&#228;lter&#8221; folgenden Satz ge&#228;u&#223;ert hatte:<br />
<blockquote>Ich finde, wenn jemand zehntausend Jobs sichert und Millionen an Steuern zahlt, gegen den darf man keine Pogromstimmung verbreiten.</blockquote></p>

	<p>In der &#8220;Air Berlin&#8221;-Aff&#228;re ergaben Untersuchungen der Staatsanwaltschaft im Jahr 2009 wegen &#167; 331 Strafgesetzbuch (Vorteilsannahme im Amt) &#8222;keine zureichenden, tats&#228;chlichen Anhaltspunkte f&#252;r eine strafrechtlich relevante Vorteilnahme&#8221;.</p>

	<p>Politisch hat sich Wulff sonst vor allem durch eine Reduzierung von Bildungsetats (K&#252;rzung der Hochschulausgaben, Schulstrukturreform, Abschaffung der Lernmittelfreiheit)  und die Aufstockung der Etats f&#252;r &#8220;Innere Sicherheit&#8221; (mehr Polizei) ausgezeichnet. Andererseits wurde Ayg&#252;l &#214;zkan unter ihm die erste muslimische Ministerin in einem deutschen Kabinett.</p>

	<p><em>[Dominik Boecker hat in den Kommentaren darauf hingewiesen, dass ich den Big Brother Award f&#252;r die Zerschlagung der Datenschutzaufsicht in Niedersachsen und die damit verbundene Missachtung der Richtlinie 95/46/EG (Datenschutzrichtlinie) vergessen habe.]<br />
</em></p>

	<p>Moralisch ist Christian Wulff den eher fundamental eingestellten Christen zuzuordnen. Er ist Mitglied des Kuratoriums von &#8220;<a href="http://www.prochrist.org/Main/Verein/Leitbild.aspx">ProChrist</a>&#8220;, deren Leitbild von unangenehm deutlichem Missionierungseifer durchdrungen zu sein scheint. Ist Herr Wulff am Ende ein Evangelikaler? Zumindest scheint er sehr intensiv mit den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Evangelikalismus">Evangelikalen</a> zu sympathisieren. Als m&#246;glicher zuk&#252;nftiger Bundespr&#228;sident w&#228;re da eine eindeutige Darlegung seiner Einstellung zu Kreationismus, Homosexualit&#228;t und Abtreibung mehr als angebracht.</p>

	<p>In meinen Augen ist Her Wulff kein geeigneter Kandidat f&#252;r das Amt des Bundespr&#228;sidenten.</p>

	<p>Herr Wulff w&#228;re in in meinen Augen nur ein Bundespr&#228;sidentenpostenbesetzer.</p>

	<p><stong>[UPDATE]</strong></p>

	<p>Im <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/praesidentschafts-nominierung-drohte-wulff-kanzlerin-merkel-mit-ruecktritt;2594391">Handelsblatt gibt es einen Bericht &#252;ber Christian Wulffs Dementi  zu seiner angeblichen R&#252;cktrittsdrohung</a>, sollte er nicht als Kandidat f&#252;r das Amt des Bundespr&#228;sidenten nominiert werden.</p>
 <span class="post-twitter" ><a href="http://twitter.com/home?status=Reading%20%20%22Der%20Werwulff%22%20http%3A%2F%2Ftinyurl.com%2F2e6n6u7" title="Tweet it" rel="nofollow">Tweet it</a></span> <p><a href="http://www.unpolitik.de/?flattrss_redirect&amp;id=862&amp;md5=20c07394348313f08f6693963c00de91" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.unpolitik.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Kandidatourismus</title>
		<link>http://www.unpolitik.de/2010/06/03/kandidatourismus/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 09:55:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bundespräsident]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[aktionismus]]></category>
		<category><![CDATA[Köhler]]></category>
		<category><![CDATA[Parteipolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Wellen der Parteipolitik schlagen hoch wie selten, wenn es darum geht, einen neuen Bundespr&#228;sidenten zu erw&#228;hlen. Durch K&#246;hlers abrupten und ungerechtfertigten R&#252;cktritt ist jetzt ein Zugzwang entstanden, der in dieser Art einmalig in der Geschichte unserer Republik ist. Wie immer, wenn es in der Politik um schnelle Personalentscheidungen geht, sind heftige Kopf- und Zahnschmerzen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Die Wellen der Parteipolitik schlagen hoch wie selten, wenn es darum geht, einen neuen Bundespr&#228;sidenten zu erw&#228;hlen. Durch K&#246;hlers abrupten und ungerechtfertigten R&#252;cktritt ist jetzt ein Zugzwang entstanden, der in dieser Art einmalig in der Geschichte unserer Republik ist. Wie immer, wenn es in der Politik um schnelle Personalentscheidungen geht, sind heftige Kopf- und Zahnschmerzen vorprogrammiert.</p>

	<p>Alle m&#246;glichen Namen werden nun, den Reisezielen eines Last-Minute- Anbieters gleich, in den Ring geworfen. Fast allen genannten Namen ist aber eines gemeinsam: Sie geh&#246;ren zu Lobbyisten-Vertretern, Abnickern in Form von Parteisoldaten oder aber Menschen, die direkt in die Tagespolitik eingebunden sind.</p>

	<p>Horst K&#246;hler sei ein Seiteneinsteiger gewesen und einen solchen oder auch einen Exoten wolle man nicht mehr, ist zu h&#246;ren. Die M&#228;r von &#8220;Seiteneinsteiger K&#246;hler&#8221; ist nat&#252;rlich reine Augenwischerei. K&#246;hler war ein &#228;u&#223;erst erfolgreicher Karrierepolitiker, der es bis in eines der international wichtigsten politischen &#196;mter beim <span class="caps">IWF</span> geschafft hat.<br />
Wenn wir aber jemals einen echten Seiteneinsteiger oder Exoten im Amt des Bundespr&#228;sidenten gebraucht haben, dann jetzt. Einen Bundespr&#228;sidenten, der ohne parteipolitische Verflechtungen einer sich verselbst&#228;ndigen politischen Klasse geh&#246;rig die Meinung geigen kann, wenn es notwendig ist. Gerade im Zuge der <span class="caps">NRW</span>-Wahl, einem Debakel f&#252;r die etablierte Politik, w&#228;re es ein wichtiges Zeichen, nicht einfach so weiter zu wurschteln wie bisher. Es w&#228;re Zeit und Gelegenheit f&#252;r eine deutliche Z&#228;sur.</p>

	<p>Wen ich mir wirklich als Bundespr&#228;sidenten w&#252;nsche, ist ein radikaler Demokrat. Eine streitbare moralische Instanz, die verstanden hat, dass das alte politische System &#252;berfordert ist und ein prinzipieller gesellschaftlicher und parlamentarischer Wandel Not tut, um den Herausforderungen der Zukunft entgegen treten zu k&#246;nnen.</p>

	<p>Ein Bundespr&#228;sident, der f&#252;r den deutschen Souver&#228;n einsteht.</p>



	<p><blockquote>Die Grundlage der Demokratie ist die Volkssouver&#228;nit&#228;t und nicht die Herrschaftsgewalt eines obrigkeitlichen Staates. Nicht der B&#252;rger steht im Gehorsamverh&#228;ltnis zur Regierung, sondern die Regierung ist dem B&#252;rger im Rahmen der Gesetze verantwortlich f&#252;r ihr Handeln. Der B&#252;rger hat das Recht und die Pflicht, die Regierung zur Ordnung zu rufen, wenn er glaubt, dass sie demokratische Rechte missachtet.<br />
<quelle>Gustav Heinemann, deutscher Bundespr&#228;sident 1969-1974<quelle></blockquote></p>

 <span class="post-twitter" ><a href="http://twitter.com/home?status=Reading%20%20%22Kandidatourismus%22%20http%3A%2F%2Ftinyurl.com%2F295cfzr" title="Tweet it" rel="nofollow">Tweet it</a></span> <p><a href="http://www.unpolitik.de/?flattrss_redirect&amp;id=854&amp;md5=903019c1e14c3ca99865469c5481327a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.unpolitik.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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