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	<title>UnPolitik.de &#187; Neue Demokratie</title>
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	<description>Weil es zu gefährlich ist, nichts zu sagen.</description>
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		<title>Erstmalig in einem Landesparlament</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Sep 2011 09:11:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Demokratie]]></category>
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		<description><![CDATA[Als erste gr&#252;ne Partei, zog &#252;brigens die &#8220;Bremer Gr&#252;ne Liste&#8221; 1979 in ein Landesparlament ein. Sie war aus einer Widerstandsbewegung gegen den Bau einer Umgehungsstra&#223;e entstanden und trat vor allem mit dem Programm an, verkrustete Strukturen aufbrechen und alles anders machen zu wollen. Vorgeworfen wurde ihnen, au&#223;erhalb ihrer Grundforderungen keinerlei weiterreichendes Programm zu haben. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Als erste gr&#252;ne Partei, zog &#252;brigens die &#8220;Bremer Gr&#252;ne Liste&#8221; 1979 in ein Landesparlament ein. Sie war aus einer Widerstandsbewegung gegen den Bau einer Umgehungsstra&#223;e entstanden und trat vor allem mit dem Programm an, verkrustete Strukturen aufbrechen und alles anders machen zu wollen. Vorgeworfen wurde ihnen, au&#223;erhalb ihrer Grundforderungen keinerlei weiterreichendes Programm zu haben.</p>

	<p>Die zentrale gr&#252;ne Forderung nach einem Atomausstieg, bzw. Stopp des Einstiegs, wurde damals von allen etablierten Parteien als haltlose Utopie bezeichnet.</p>

	<p>Der Spitzenkandidat der Bremer Gr&#252;nen Liste, Peter Willers, sagte damals:</p>



	<p><blockquote>Meiner Meinung nach ist dieses Wahlergebnis auch nur die Spitze eines Eisberges. Wir betreiben keine alleinige Protestpolitik, sondern wir haben ganz konkrete Vorstellungen dar&#252;ber, wie es anders sein k&#246;nnte.</blockquote></p>


 <span class="post-twitter" ><a href="http://twitter.com/home?status=Reading%20%20%22Erstmalig%20in%20einem%20Landesparlament%22%20http%3A%2F%2Ftinyurl.com%2F6z2y3q3" title="Tweet it" rel="nofollow">Tweet it</a></span> <p><a href="http://www.unpolitik.de/?flattrss_redirect&amp;id=1103&amp;md5=f9f3a4dea2254a76a659da37ca857793" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.unpolitik.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Apropos Wikileaks</title>
		<link>http://www.unpolitik.de/2010/12/08/apropos-wikileaks/</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Dec 2010 11:33:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neue Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[wikileaks]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;When it comes to the flow of information, I think that the more freely information flows, the stronger the society becomes, because then citizens of countries around the world can call their own government to account.&#8221; Barack Obama, 16. November 2009 &#8220;Information has never been so free [...] Even in authoritarian countries, information networks are [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p><blockquote><br />
&#8220;When it comes to the flow of information, I think that the more freely information flows, the stronger the society becomes, because then citizens of countries around the world can call their own government to account.&#8221;<br />
<quelle>Barack Obama, 16. November 2009</quelle></blockquote></p>



	<p><blockquote>&#8220;Information has never been so free [...] Even in authoritarian countries, information networks are helping people discover new facts and making governments more accountable.&#8221;<br />
<quelle>Hillary Clinton, 21. Januar 2010</quelle></blockquote></p>


 <span class="post-twitter" ><a href="http://twitter.com/home?status=Reading%20%20%22Apropos%20Wikileaks%22%20http%3A%2F%2Ftinyurl.com%2F37wdwqq" title="Tweet it" rel="nofollow">Tweet it</a></span> <p><a href="http://www.unpolitik.de/?flattrss_redirect&amp;id=1004&amp;md5=6f6d0800a3fbd48c0ef3403d22b3bbb4" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.unpolitik.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Alle Gewalt ging vom Staate aus.</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Oct 2010 07:29:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lobbyismus]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[UnPolitk]]></category>
		<category><![CDATA[#S21]]></category>
		<category><![CDATA[Demonstration]]></category>
		<category><![CDATA[Polizeigewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart 21]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit einigen Wochen verfolge ich, soweit es mir aus dem fernen NRW m&#246;glich ist, die Vorg&#228;nge rund um Stuttgart 21. Mit jedem Tag an dem weiter demonstriert wurde wuchs mein Interesse - wenn etwas die Menschen so dauerhaft auf die Strassen bringt muss ja irgendwas dran sein.

Auf das f&#252;r und wieder, auf die gemachten Fehler auf Seiten der Bef&#252;rworter und der Gegner, auf die Methoden der einen oder der anderen Seite will ich an dieser Stelle nicht gross eingehen. Wenn es die Zeit erlaubt schreibe ich dazu noch einen zweiten Artikel. Mir geht es um die neue &#214;ffentlichkeit, die in den letzten Jahren und Monaten vermehrt entsteht, und darum wie die Politik auf das Volk h&#246;rt - oder auch nicht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Seit einigen Wochen verfolge ich, soweit es mir aus dem fernen <span class="caps">NRW</span> m&#246;glich ist, die Vorg&#228;nge rund um Stuttgart 21. Mit jedem Tag an dem weiter demonstriert wurde wuchs mein Interesse &#8211; wenn etwas die Menschen so dauerhaft auf die Stra&#223;en bringt muss ja irgendwas dran sein.</p>

	<p>Auf das f&#252;r und wieder, auf die gemachten Fehler auf Seiten der Bef&#252;rworter und der Gegner, auf die Methoden der einen oder der anderen Seite will ich an dieser Stelle nicht gro&#223; eingehen. Wenn es die Zeit erlaubt, schreibe ich dazu noch einen zweiten Artikel. Mir geht es um die neue &#214;ffentlichkeit, die in den letzten Jahren und Monaten vermehrt entsteht, und darum wie die Politik auf das Volk h&#246;rt &#8211; oder auch nicht.</p>

	<p>R&#252;ckblende auf Zensursula. Was haben wir &#8220;Nerds&#8221; uns aufgeregt, und das zurecht. Wir haben aufgedeckt, dass die Beispiele von Frau von der Leyen frei erfunden sind (Stichwort <a title="Indien" href="http://www.spiegelfechter.com/wordpress/579/zensursula-indien-microsoft-und-die-luge-in-der-politik" target="_blank">Indien</a>), das Herr Ziercke merkw&#252;rdige Zahlenspiele pr&#228;sentiert, das Zeitungen <a title="durchaus" href="http://www.unpolitik.de/2009/06/25/finde-den-unterschied-zeit-online-vs-printausgabe/" target="_blank">durchaus</a> <a title="zielgruppenoptimiert" href="http://www.bildblog.de/8741/wer-ist-schon-gegen-kinderporno-gegner/" target="_blank">zielgruppenoptimiert</a> berichten, und haben damit doch einiges bewegt. Bei weitem nicht soviel, wie wir uns gew&#252;nscht h&#228;tten, aber doch mehr als ich gehofft habe. Dennoch ist davon nicht viel in der breiten &#214;ffentlichkeit angekommen und einige f&#252;hren den Kampf, jetzt auf EU-Ebene, mit vollem Einsatz weiter.</p>

	<p>Ich selber wurde, zugegeben, etwas demotiviert. Immer wieder l&#228;uft man in die gleichen Argumente, in offensichtliche L&#252;gen und irgendwann ist die Motivation weg. Man bekommt den Eindruck, dass man eh nichts tun kann, dass die Politiker f&#252;rs normale Volk nicht mehr erreichbar sind und alles nur noch von Lobbyisten gesteuert wird. Dank den Demonstranten in Stuttgart habe ich meine Motivation wiedergefunden.</p>

	<p>Gestern gab es eine weitere Demo im Stuttgarter Schlosspark. &#220;ber Twitter kamen gegen Mittag die ersten alarmierenden Nachrichten: Polizisten r&#252;sten auf, Wasserwerfer fahren vor. Ich habe daraufhin den ganzen Nachmittag einen Blick auf die verschiedenen Livecams aus Demonstrantensicht gehabt und war entsetzt. Die Wasserwerfer haben mit voller Gewalt in die Menge gehalten, man sah viele verletzte Demonstranten. Was man nicht sah, waren gewaltbereite Demonstranten, Steinewerfer oder den &#8220;schwarzen Block&#8221;.</p>

	<p>Diese Eskalation macht mich fassungslos. Egal ob man f&#252;r oder gegen Stuttgart 21 ist, es kann nicht im Sinne einer funktionierenden Demokratie sein, friedlich demonstrierende Menschen jeglicher Altersstufen und aller b&#252;rgerlichen Schichten mit Wasserwerfern und Reizgas anzugreifen. Noch erschreckender ist jedoch, wie einige Politiker, allen voran Heribert Rech (Innenminister von Baden-W&#252;rttemberg), versuchen die Demonstranten zu kriminalisieren. Wenn man selbst im Schlosspark war muss einem das <a title="gestrige Interview" href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1153202/Rech-Es-war-keine-Schuelerdemo#/beitrag/video/1153202/Rech-Demonstranten-waren-gewaltbereit" target="_blank">gestrige Interview</a> mit Herrn Rech wie blanker Hohn vorkommen. Da ist die Rede davon, dass die Demonstranten die Situation eskalieren lie&#223;en, dass Steine geworfen wurden, und dass Eltern selbst schuld seien, wenn sie Kinder mit zu einer Demo nehmen. Der O-Ton des Interviews ist wirklich bemerkenswert, und wenn es nicht die neue &#214;ffentlichkeit im Internet g&#228;be, w&#252;rden die Politiker sicher damit durchkommen. Ich frage mich seit gestern immer wieder, wie die gleichen Politiker reagieren w&#252;rden wenn im Ausland ein Staat friedliche Demonstranten, alte und junge Menschen, mit so brutaler Gewalt von einer Demonstration abhalten w&#252;rde. Wenn es im Ausland hunderte, teils schwer verletzte, Demonstranten geben w&#252;rde. W&#252;rde man diesen Menschen &#8211; so wie Herr Rech es gestern zwischen den Zeilen getan hat &#8211; vorwerfen, ihre Kinder als menschliche Schutzschilde zu missbrauchen? Oder w&#252;rde man dann doch dem Staat Vorw&#252;rfe machen?</p>

	<p>Die gleiche Frage geht jedoch auch an die Medien. Wieso dauerte es Stunden bis wichtige Webseiten wie Spiegel Online anfingen dar&#252;ber zu berichten? Wenn man sieht f&#252;r was gerade Spiegel Online Eilmeldungen bringt, ist es sehr verwunderlich, dass es mehrere Stunden dauerte bis hier reagiert wurde. Im Fernsehen das gleiche &#8211; ich h&#228;tte mir z.B. einen <span class="caps">ARD </span>Brennpunkt zu dem Thema gew&#252;nscht, aber offenbar war das gro&#223;e Quiz der Deutschen wichtiger. Mir stellt sich aber auch noch die eine oder andere Frage: Die <span class="caps">CDU</span> dr&#228;ngt ja wieder und wieder darauf hin, den Einsatz der Bundeswehr auch im Inneren zu erm&#246;glichen. H&#228;tten wir die Bundeswehr vielleicht schon gestern im Einsatz sehen k&#246;nnen wenn die <span class="caps">CDU</span> mit ihren Pl&#228;nen schon durchgekommen w&#228;re? Und f&#252;r Herrn Rech, Herrn Mappus und alle anderen beteiligten Politiker ist es sicher auch sehr praktisch, dass derartige Interviews und Berichterstattung seitens <span class="caps">ARD</span> und <span class="caps">ZDF</span> nach einigen Tagen oder Wochen aus dem Netz verschwunden sein werden. Praktische Sache, so ein Lobbyisten-gesteuerter <a title="Rundfunkstaatsvertrag" href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Neue-Regeln-fuer-oeffentlich-rechtliche-Online-Angebote-213153.html" target="_blank">Rundfunkstaatsvertrag</a>.</p>

	<p>Zum Gl&#252;ck werden seitens der Demonstranten mehr und mehr Videos und Fotos gemacht, die ein anderes Bild von den Aktionen der Staatsgewalt zeigen. Es ist nicht mehr so einfach m&#246;glich, unbequeme Demonstranten zu kriminalisieren. Man fragt sich jedoch auch unwillk&#252;rlich, was man im Nachhinein von den Berichten fr&#252;herer Demonstrationen halten soll, die Methoden der Politiker d&#252;rften damals die gleichen gewesen sein wie heute.</p>

	<p>Die wichtigste Frage hat Herr Rech sich und uns allen aber selbst gestellt:</p>

	<p><em><strong>&#8220;Die Frage ist ob wir uns an demokratisch legitimierte Beschl&#252;sse halten oder ob wir k&#252;nftig nach Umfragen regieren.&#8221;</strong></em></p>

	<p>Sicher, Stuttgart 21 hat alle demokratischen H&#252;rden &#252;berwunden. Proteste gab es von Beginn an, aber die Medien berichteten kaum dar&#252;ber. Offenbar haben erst die konkreten Bauma&#223;nahmen dazu gef&#252;hrt das die Menschen in und um Stuttgart gemerkt haben, wie gro&#223; die Einschnitte werden, dass es nicht nur um ein paar neue Gleise und eine Bahnhofsrenovierung geht. Die Medien berichten &#252;ber massive Planungsfehler, die Kosten haben sich schon nach heutigem Wissensstand verdoppelt, und die B&#252;rger haben begriffen das &#252;ber die H&#228;lfte der Kosten von <span class="caps">IHNEN</span> getragen werden, und nicht etwa von der Bahn. Die Stimmung ist also gekippt, im <span class="caps">ZDF </span>Interview mit Herrn Rech ist die Rede von &#252;ber 2/3 der Stuttgarter die gegen das Projekt sind, und &#252;ber 50% der Menschen in BW.</p>

	<p>Die Politiker versteifen sich jetzt darauf das geschlossene Vertr&#228;ge bindend sind. Soweit richtig. Aber sollten verantwortungsbewusste Politiker nicht in einer derartigen Lage zumindest versuchen die Vertr&#228;ge aufzul&#246;sen? Jeder Vertrag kann, wenn beide Seiten zustimmen, aufgel&#246;st werden. Anstatt jetzt mit Polizeigewalt die Kritiker ruhigzustellen sollte die Politik meines Erachtens genau darauf hinwirken. Wenn sie nicht mehr Seite an Seite mit einem Privatkonzern ein, zumindest in Teilen, fragw&#252;rdiges Projekt unter Einsatz aller zur Verf&#252;gung stehenden Mittel durchboxen w&#252;rden sondern ernsthaft versuchen w&#252;rden die Bedenken der Bev&#246;lkerung ernst zu nehmen w&#228;re sicherlich <span class="caps">ALLEN </span>Beteiligten mehr geholfen. Die Politiker w&#252;rden zeigen das sie auf die W&#252;nsche und Sorgen der B&#252;rger h&#246;ren. Die Bahn w&#252;rde den Image-Verlust abfedern.</p>

	<p><strong>Update:</strong> Ein sch&#246;nes Beispiel dazu wie g&#252;ltig und bindend Vertr&#228;ge zwischen Regierung und Privatwirtschaft wirklich sind brachte gerade noch <a title="Stefan Radermacher" href="http://twitter.com/zaister" target="_blank">Stefan Radermacher</a> im <span class="caps">IRC</span>: der Atomausstieg. Hier werden bestehende Vertr&#228;ge spontan zu Gunsten der Industrie ge&#228;ndert, man sieht: Es geht also doch wenn man will. Nur das Volk hat da nichts zu sagen.</p>

	<p>Ich denke nicht das Stuttgart 21 noch aufgehalten wird. Ich hoffe jedoch das die Proteste weitergehen, insbesondere nach den Ereignissen von gestern. Je mehr Menschen begreifen wie ignorant viele Politiker sind, dass die W&#252;nsche von Konzernen und Lobbyisten mehr z&#228;hlen als die Meinung des Volkes, dass einmal getroffene Entscheidungen unbeirrt beibehalten werden, komme was da wolle &#8211; um so besser f&#252;r uns alle.</p>

	<p>Das Schema von Stuttgart 21 passt auf so viele aktuelle politische Themen, sei es an der Pharmafront, der Energiepolitik, Netzpolitik oder alle soziale Themen. Es wird Zeit das wir alle aufwachen, und ich danke den Demonstranten in Stuttgart daf&#252;r, dass sie ihren Teil dazu beitragen uns aufzur&#252;tteln, und insbesondere allen die &#8220;live&#8221; via Twitter und die Livecams berichten und dabei auch ihre Gesundheit riskieren.</p>

	<p>Oder wie es Volker Beck von den Gr&#252;nen gestern sehr <a title="treffend" href="http://twitter.com/Volker_Beck/status/25990195369" target="_blank">treffend</a> formuliert hat:</p>

	<p><em><strong>&#8220;Wenn der Staat die Mehrheit der Bev&#246;lkerung mit Wasserwerfern und Pfeffer bek&#228;mpfen muss, ist es zu weit gekommen&#8221;</strong></em></p>

	<p>Ich hoffe, dass die Politiker in BW und auch die Bundesregierung bei den kommenden Wahlen eine deutliche Antwort von den W&#228;hlern bekommen. Und dass eine andere Regierung aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat und es besser macht &#8211; wobei ich mir mit dem Wunsch vorkomme wie ein naiver Tr&#228;umer.</p>

	<p>PS: Lesenswert auch ein Gastkommentar auf <a title="n-tv.de" href="http://www.n-tv.de/politik/politik_kommentare/Alle-Gewalt-geht-vom-Staate-aus-article1616901.html" target="_blank">n-tv.de</a>, ein Bericht auf <a title="taz.de" href="http://www.taz.de/1/zukunft/schwerpunkt-stuttgart-21/artikel/1/verletzte-leute-im-sekundentakt/" target="_blank">taz.de</a> und auf <a title="zeit.de" href="http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-10/stuttgart21-schlossgarten-polizei" target="_blank">zeit.de</a>.</p>
 <span class="post-twitter" ><a href="http://twitter.com/home?status=Reading%20%20%22Alle%20Gewalt%20ging%20vom%20Staate%20aus.%22%20http%3A%2F%2Ftinyurl.com%2F38rpsmg" title="Tweet it" rel="nofollow">Tweet it</a></span> <p><a href="http://www.unpolitik.de/?flattrss_redirect&amp;id=971&amp;md5=c4c2c4f263ea5349273e62f7d86e931b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.unpolitik.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Kandidatourismus</title>
		<link>http://www.unpolitik.de/2010/06/03/kandidatourismus/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 09:55:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bundespräsident]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
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		<category><![CDATA[aktionismus]]></category>
		<category><![CDATA[Köhler]]></category>
		<category><![CDATA[Parteipolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Wellen der Parteipolitik schlagen hoch wie selten, wenn es darum geht, einen neuen Bundespr&#228;sidenten zu erw&#228;hlen. Durch K&#246;hlers abrupten und ungerechtfertigten R&#252;cktritt ist jetzt ein Zugzwang entstanden, der in dieser Art einmalig in der Geschichte unserer Republik ist. Wie immer, wenn es in der Politik um schnelle Personalentscheidungen geht, sind heftige Kopf- und Zahnschmerzen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Die Wellen der Parteipolitik schlagen hoch wie selten, wenn es darum geht, einen neuen Bundespr&#228;sidenten zu erw&#228;hlen. Durch K&#246;hlers abrupten und ungerechtfertigten R&#252;cktritt ist jetzt ein Zugzwang entstanden, der in dieser Art einmalig in der Geschichte unserer Republik ist. Wie immer, wenn es in der Politik um schnelle Personalentscheidungen geht, sind heftige Kopf- und Zahnschmerzen vorprogrammiert.</p>

	<p>Alle m&#246;glichen Namen werden nun, den Reisezielen eines Last-Minute- Anbieters gleich, in den Ring geworfen. Fast allen genannten Namen ist aber eines gemeinsam: Sie geh&#246;ren zu Lobbyisten-Vertretern, Abnickern in Form von Parteisoldaten oder aber Menschen, die direkt in die Tagespolitik eingebunden sind.</p>

	<p>Horst K&#246;hler sei ein Seiteneinsteiger gewesen und einen solchen oder auch einen Exoten wolle man nicht mehr, ist zu h&#246;ren. Die M&#228;r von &#8220;Seiteneinsteiger K&#246;hler&#8221; ist nat&#252;rlich reine Augenwischerei. K&#246;hler war ein &#228;u&#223;erst erfolgreicher Karrierepolitiker, der es bis in eines der international wichtigsten politischen &#196;mter beim <span class="caps">IWF</span> geschafft hat.<br />
Wenn wir aber jemals einen echten Seiteneinsteiger oder Exoten im Amt des Bundespr&#228;sidenten gebraucht haben, dann jetzt. Einen Bundespr&#228;sidenten, der ohne parteipolitische Verflechtungen einer sich verselbst&#228;ndigen politischen Klasse geh&#246;rig die Meinung geigen kann, wenn es notwendig ist. Gerade im Zuge der <span class="caps">NRW</span>-Wahl, einem Debakel f&#252;r die etablierte Politik, w&#228;re es ein wichtiges Zeichen, nicht einfach so weiter zu wurschteln wie bisher. Es w&#228;re Zeit und Gelegenheit f&#252;r eine deutliche Z&#228;sur.</p>

	<p>Wen ich mir wirklich als Bundespr&#228;sidenten w&#252;nsche, ist ein radikaler Demokrat. Eine streitbare moralische Instanz, die verstanden hat, dass das alte politische System &#252;berfordert ist und ein prinzipieller gesellschaftlicher und parlamentarischer Wandel Not tut, um den Herausforderungen der Zukunft entgegen treten zu k&#246;nnen.</p>

	<p>Ein Bundespr&#228;sident, der f&#252;r den deutschen Souver&#228;n einsteht.</p>



	<p><blockquote>Die Grundlage der Demokratie ist die Volkssouver&#228;nit&#228;t und nicht die Herrschaftsgewalt eines obrigkeitlichen Staates. Nicht der B&#252;rger steht im Gehorsamverh&#228;ltnis zur Regierung, sondern die Regierung ist dem B&#252;rger im Rahmen der Gesetze verantwortlich f&#252;r ihr Handeln. Der B&#252;rger hat das Recht und die Pflicht, die Regierung zur Ordnung zu rufen, wenn er glaubt, dass sie demokratische Rechte missachtet.<br />
<quelle>Gustav Heinemann, deutscher Bundespr&#228;sident 1969-1974<quelle></blockquote></p>

 <span class="post-twitter" ><a href="http://twitter.com/home?status=Reading%20%20%22Kandidatourismus%22%20http%3A%2F%2Ftinyurl.com%2F295cfzr" title="Tweet it" rel="nofollow">Tweet it</a></span> <p><a href="http://www.unpolitik.de/?flattrss_redirect&amp;id=854&amp;md5=903019c1e14c3ca99865469c5481327a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.unpolitik.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Omnia mutantur</title>
		<link>http://www.unpolitik.de/2010/01/12/omnia-mutantur/</link>
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		<pubDate>Tue, 12 Jan 2010 13:12:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Copyright]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Demokratie]]></category>
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		<category><![CDATA[Graduate Response]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturflatrate]]></category>
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		<category><![CDATA[Musikindustrie]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn man neue Technologien in die freie Wildnis entl&#228;sst, das ist so eine Sache. Sind sie einmal drau&#223;en, hat man keine wirkliche Kontrolle mehr dar&#252;ber was die ganzen Leute dann mit ihr anstellen. Findet in der freien Wildnis nun auch noch eine wildes gegenseitiges Befruchten verschiedenster Technologien statt, werden die Konsequenzen g&#228;nzlich unvorhersagbar. Eine solche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Wenn man neue Technologien in die freie Wildnis entl&#228;sst, das ist so eine Sache. Sind sie einmal drau&#223;en, hat man keine wirkliche Kontrolle mehr dar&#252;ber was die ganzen Leute dann mit ihr anstellen. Findet in der freien Wildnis nun auch noch eine wildes gegenseitiges Befruchten verschiedenster Technologien statt, werden die Konsequenzen g&#228;nzlich unvorhersagbar.</p>

	<p>Eine solche Konsequenz enstand aus der Kombination von frei entwickelten Dateiaustausch-Protokollen, immer h&#246;heren Internetbandbreiten und psychoakustischer Kompression. Die Kombination dieser drei Entwicklungen hat den Untergang der traditionellen Musikvertriebsstrukturen eingeleitet. Neue ,Social Media&#8216;-basierte Modelle, zur Empfehlung, Besprechung und neuerdings auch Finanzierung von Musik und die Vereinfachung eines globalen Musikvertriebs f&#252;r jedermann machen die etablierten Musik-Labels in zunehmendem Ma&#223;e &#252;berfl&#252;ssig. Diese Vertreter veralteter Institutionen postulieren ob der eigenen systemimmanenten Bredouille nun gerne mal den Untergang der abendl&#228;ndischen Kultur.</p>

	<p>Das Verhalten dieser etablierten kommerziellen Contentverteiler ist aber nicht neu. Als in England&#160; die ersten Leihbibliotheken entstanden, bei denen man gegen eine Geb&#252;hr B&#252;cher ausleihen konnte, liefen die Verlagsh&#228;user gegen diese Praxis Sturm. Sie versuchten mittels Lobbyismus und medialer Stimmungsmache ein Verbot dieser Leihbibliotheken zu erwirken. Man k&#246;nne doch nicht einfach ein Buch kaufen und es dann an andere verleihen. Wer ein Buch lesen wolle, habe es gef&#228;lligst selber zu kaufen. Wie sonst k&#246;nne sonst sichergestellt werden, dass die Autoren, die Erzeuger wertvollsten Kulturguts, auch in Zukunft von ihrer Arbeit leben k&#246;nnen? Wenn diese Praxis des Verleihens nicht augenblicklich von Seiten des Gesetzgebers verboten w&#252;rde, sei der Niedergang der abendl&#228;ndischen Kultur abzusehen und man m&#252;sse ernsthaft daran zweifeln ob in Zukunft &#252;berhaupt noch B&#252;cher geschrieben werden k&#246;nnten. Sie konnten sich allerdings mit ihrem Zeter und Mordio nicht durchsetzen, weil die Politik damals der Auffassung war, das Anrecht auf Bildung und Kultur sei h&#246;her zu bewerten als die Profitw&#252;nsche einzelner Rechteverwerter. Wie wir alle wissen hatten die damaligen Verleger aber vollkommen Recht und es wurden seitdem keinerlei B&#252;cher mehr geschrieben&#8230;</p>

	<p>Tauschnetzwerke f&#252;r Kulturg&#252;ter sind keine neue Erfindung. Durch die M&#246;glichkeiten moderner Technik &#228;ndert sich nur die Art und Weise auf die getauscht wird. War der Tausch bei den &#8222;Lending Libraries&#8220; des 18. Jahrhunderts noch an das damals aufw&#228;ndige materielle Gut Buch gebunden, wurden mit der Einf&#252;hrung der ersten Rekorder f&#252;r Kompaktkassetten, Ende der 60er Jahre erstmals die M&#246;glichkeit zum bequemen Kopieren von Musik geschaffen. Kein umst&#228;ndliches Hantieren mit Tonbandrollen und entsprechend gro&#223;en Ger&#228;ten und auch kein blo&#223;es Verleihen mehr, der Kultur-Tausch hatte ein massentaugliches Kopierstadium erreicht.</p>

	<p>Es wurde Musik aus dem Radio aufgenommen, es wurden Platten aufgenommen &#8211; f&#252;r die Familie, f&#252;r Freunde, f&#252;r Bekannte. Es wurden Mixtapes erstellt, eine erste kreative Spielart des Kopierens, erste Playlists,  bei denen auf spezielle Stimmungen und Geschm&#228;cker ausgerichtete Audiokassetten zusammengestellt wurden. Die Qualit&#228;t dieser analogen Aufnahmen kam aber nie an das Original heran. Der Musikindustrie war das alles nat&#252;rlich gar nicht recht und prompt gab es eine entsprechende Kampagne: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Home_Taping_Is_Killing_Music">Home Taping Is Killing Music</a> Auch hier hatten die Rechteverwerter wieder vollkommen Recht &#8211; die Musik wurde get&#246;tet und seit den 80er Jahren ist keine Musik mehr gemacht worden&#8230;</p>

	<p>Heute verf&#252;gt ein gro&#223;er Teil der Menschheit mit Computern, die &#252;ber das Internet vernetzt sind, &#252;ber eine riesige Kopiermaschine, wie es sie noch nie zuvor gab. Und diese Maschine wird nat&#252;rlich auch genau dazu benutzt. Informationen werden wild von einem Rechner zum anderen kopiert. Egal ob eine Email verschickt wird, ein Videotelefonat via Skype gef&#252;hrt, ein Youtube Video geschaut oder ein <span class="caps">DVD</span>-Rip aus einer Tauschb&#246;rse heruntergeladen wird, es passiert nichts anderes, als dass Daten von einem Rechner zu einem anderen kopiert werden. Nun gibt es Bestrebungen, diesen Datenverkehr genauer zu &#252;berwachen. Die Internet Provider sollen jedem ihrer Kunden genau auf die Finger schauen und ihnen, so sie die falschen Daten vom falschen Ort kopieren, ohne Eingriff einer richterlichen Instanz, den Internetanschluss sperren. Der Zugang zum Internet einfach sperren, welcher in Finnland schon zu einem Grundrecht erkl&#228;rt wurde und welcher f&#252;r viele Menschen einen wichtigen Teil ihres Lebens darstellt.</p>

	<p>Wie schon oben erw&#228;hnt, gehen diese aktuellen Ma&#223;nahmen allein auf die Erwartungshaltung und &#196;ngste der etablierten Verteilungsindustrie zur&#252;ck. Wider besseres Wissen wird zum wiederholten Male der drohende Tod der Kultur herbei beschworen, obwohl genau das Gegenteil der Fall ist.</p>

	<p>Niemals zuvor hatten K&#252;nstler es so einfach ihre Kunst auszu&#252;ben. Niemals zuvor gab es solch eine Bandbreite an k&#252;nstlerischen Ausdrucksm&#246;glichkeiten. Und niemals zuvor in der Geschichte war es derma&#223;en einfach ein Publikum zu finden.</p>

	<p>Gibt es &#252;berhaupt ein Anrecht darauf mit der Schaffung von Kulturg&#252;tern Geld zu verdienen? Nein. Ebensowenig wie es ein Anrecht darauf gibt, mit&#160; &#8216;auf einem Bein an der Stra&#223;enecke herumstehen&#8217; Geld zu verdienen. Die Bejubelung der Top-K&#252;nstler t&#228;uscht allerdings &#252;ber die Tatsache hinweg, dass kommerzieller Erfolg kaum einem K&#252;nstler beschieden ist. Die &#252;berw&#228;ltigende Masse der K&#252;nstler kann, so sie denn &#252;berhaupt Geld mit ihrer Kunst verdienen, nicht davon leben. H&#228;tten K&#252;nstler wie Madonna, Lady Gaga, Robbie Williams und Konsorten es ohne die etablierten alten Strukturen zu solchem finanziellen Erfolg gebracht? Wahrscheinlich nicht, aber Musik h&#228;tten sie auf die ein oder andere Weise sicher trotzdem gemacht.</p>

	<p>Ob es nun um eine Verlagerung der Einnahmen auf Live-Konzerte und &#8216;Special Editions&#8217; geht, um eine generelle Kulturflatrate (vor der mir allerdings schaudert wenn ich lese, dass die Verteilung dieser Abgabe nach dem Muster der <span class="caps">GEMA</span> stattfinden soll) oder um ein bedingungsloses Grundeinkommen, die finanziellen Rahmenbedingung f&#252;r K&#252;nstler ver&#228;ndern sich.</p>

	<p>Ver&#228;nderung an sich ist aber&#160; weder schlecht noch gut, sie passiert einfach. Schlecht oder gut ist nur die Art und Weise, in der man auf Ver&#228;nderung reagiert.</p>

	<p>&#8220;Omnia mutantur, nihil interit.&#8221;, so hei&#223;t es bei Ovid. &#8211; Alles ver&#228;ndert sich, aber nichts vergeht.<em></em></p>
 <span class="post-twitter" ><a href="http://twitter.com/home?status=Reading%20%20%22Omnia%20mutantur%22%20http%3A%2F%2Ftinyurl.com%2Fpagp7g" title="Tweet it" rel="nofollow">Tweet it</a></span> <p><a href="http://www.unpolitik.de/?flattrss_redirect&amp;id=621&amp;md5=4447906f261848d2b96d35162e26b289" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.unpolitik.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Politurgie</title>
		<link>http://www.unpolitik.de/2009/07/08/politurgie/</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Jul 2009 20:32:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzzensur]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[UnPolitk]]></category>
		<category><![CDATA[Parteipolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Zensurgesetz]]></category>

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		<description><![CDATA[Es hat sich mal wieder ein Bundestagsabgeordneter explizit zum Thema Internetsperren, Piratenpartei und &#8220;Netzgemeinde&#8221; ge&#228;u&#223;ert. Ein Dr. Sascha Raabe von einer angeblich sozial-demokratisch positionierten Partei. Er nimmt die Gr&#252;ndung einer Ortsgruppe der Piratenpartei zum Anlass, sich in einer Pressemitteilung &#8220;&#252;ber die Piratenpartei zu wundern&#8221;. Diese Pressemitteilung beherbergt die gleichen sinnentleerten Scheinargumente, die von rechts wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Es hat sich mal wieder ein Bundestagsabgeordneter explizit zum Thema Internetsperren, Piratenpartei und &#8220;Netzgemeinde&#8221; ge&#228;u&#223;ert. Ein Dr. Sascha Raabe von einer angeblich sozial-demokratisch positionierten Partei. Er nimmt die Gr&#252;ndung einer Ortsgruppe der Piratenpartei zum Anlass, sich in einer  <a href="http://www.sascha-raabe.de/672.html?&#38;user_distnews_pi1[showUid]=2852&#38;cHash=c1800877cc">Pressemitteilung</a> &#8220;&#252;ber die Piratenpartei zu wundern&#8221;.</p>

	<p>Diese Pressemitteilung beherbergt die gleichen sinnentleerten Scheinargumente, die von rechts wie links eine breit angelegte sachliche Diskussion des Themas &#8220;Kinderpornographie-Sperrgesetz / Zensur&#8221; von Anfang an verhindert haben. Das pauschale und bis zur Selbstaufgabe wiederholte Herunterbeten von <a href="http://www.google.com/search?ie=UTF-8&#38;oe=UTF-8&#38;sourceid=navclient&#38;gfns=1&#38;q=das+internet+darf+kein+rechtsfreier+raum+sein">Aussagen,</a> <a href="http://www.google.de/search?q=kinderpornographie+milliardenindustrie&#38;ie=utf-8&#38;oe=utf-8&#38;aq=t&#38;rls=org.mozilla:de:official&#38;client=firefox-a">die einer genaueren</a> <a href="http://www.google.de/search?q=bj%C3%B6rn+sellstr%C3%B6m&#38;ie=utf-8&#38;oe=utf-8&#38;aq=t&#38;rls=org.mozilla:de:official&#38;client=firefox-a">&#220;berpr&#252;fung nicht</a> <a href="http://netzpolitik.org/2009/die-dreizehn-luegen-der-zensursula/">ansatzweise standhalten</a>,  nimmt sich aus wie die Liturgie einer katholischen Messe.</p>

	<p>Als Liturgie bezeichnet die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liturgie">Wikipedia</a> &#8220;Rituale (religi&#246;se Riten) zur Verehrung Gottes und zur Vertiefung des gemeindlichen Glaubens&#8221;.</p>

	<p>Dieses Ph&#228;nomen ist allerdings nicht nur in der Zensursula-Debatte zu beobachten, diese Politurgie gibt es schon sehr lange. Das gebetsm&#252;hlenartige Wiederholen der immer und immer wieder gleichen Phrasen ist nichts anderes als ein Mittel zur Gehirnw&#228;sche, welches seit Jahrhunderten in Religion und Politik und, noch nicht ganz so lange, in der Werbung eingesetzt wird.</p>

	<p>&#8220;Das deutsche Volk braucht Raum.&#8221;</p>

	<p>&#8220;Die Renten sind sicher.&#8221;</p>

	<p>&#8220;Die zarteste Versuchung seit es Schokolade gibt.&#8221;</p>

	<p>Slogans, Phrasen, Worth&#252;lsen, die zu nichts gut sind, als eine Idee durch pures Wiederholen echter und wahrer wirken zu lassen. Bisher konnte man dem meist nur wenig entgegensetzen. Medien und Meinungen funktionierten nur von oben nach unten. Heute haben wir aber mit dem Netz ein Medium um solchen H&#252;lsen und Scheinargumenten entgegenzutreten. Jeder, der auf solche Politurgie trifft, muss sie ans Licht zerren und dort drehen und wenden damit jeder sie als das erkennt, was sie ist: reine Gehirnw&#228;sche.</p>

	<p>Wenn jemand sagt: &#8220;Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein.&#8221;, so muss man ihm gewaltig entgegenbr&#252;llen: &#8220;Ist es auch nicht, Sie Dummbatz!&#8221;.</p>

	<p>Wenn jemand sagt: &#8220;Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten.&#8221;, so muss man anklagend auf den M&#246;rtel unter seinen Fingern&#228;geln deuten und diese vor jede Kamera zerren.</p>

	<p>Und wenn ein Herr Dr. Raabe von sich gibt:</p>

	<p><blockquote>Von einer Zensur kann jedenfalls keine Rede sein. Auch davon nicht, dass dieses Gesetz einer generellen Kontrolle des Staates im Internet T&#252;r und Tor &#246;ffnet. Ich kann jeden verstehen, der davor Sorge hat. Ich werde mich auch k&#252;nftig daf&#252;r einsetzen, dass dies nicht m&#246;glich wird. Allerdings wird uns auch die geltende Gesetzgebung davor bewahren.</blockquote></p>

	<p>Dann rufen wir ihm entgegen: &#8220;Nimmermehr, Herr Raabe, nimmermehr!&#8221; </p>
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		<title>&#220;berwachungsstaat</title>
		<link>http://www.unpolitik.de/2009/06/30/ueberwachungsstaat/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Jun 2009 00:02:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Überwachungsstaat]]></category>
		<category><![CDATA[Lobbyismus]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Wahljahr]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachung]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[PolitPapparazzi]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Begriff &#220;berwachungsstaat ist negativ belegt, bezeichnet er doch gemeinhin die ungerechtfertigte &#220;berwachung der B&#252;rger eines Staats durch ihre Regierung und die zugeh&#246;rigen Apparate. Der Staat, das ist aber eigentlich nicht die Regierung eines Landes, auch wenn sie sich meist daf&#252;r h&#228;lt, sondern die Gesamtheit der B&#252;rger eines Landes. Also: L&#8217;etat c&#8217;est nous! Wenn man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Der Begriff &#220;berwachungsstaat ist negativ belegt, bezeichnet er doch gemeinhin die ungerechtfertigte &#220;berwachung der B&#252;rger eines Staats durch ihre Regierung und die zugeh&#246;rigen Apparate. Der Staat, das ist aber eigentlich nicht die Regierung eines Landes, auch wenn sie sich meist daf&#252;r h&#228;lt, sondern die Gesamtheit der B&#252;rger eines Landes. Also: L&#8217;etat c&#8217;est nous!</p>

	<p>Wenn man den Begriff &#8216;&#220;berwachungsstaat&#8217; nun mit dieser Pr&#228;misse betrachtet, ergeben sich einige interessante Perspektiven. Wie ich <a href="http://www.unpolitik.de/2009/04/08/spd-und-labour-gemeinsam/">an anderer Stelle</a> schon anmerkte, braucht &#8220;Neue Demokratie&#8221; auch neue &#246;ffentliche Kontrolle, denn wenn irgendjemand &#252;berwacht werden muss, dann ist es das Kabinett, die Parlamentarier, die Politiker mit Regierungs- und die mit Oppositionsverantwortung. Kurz &#8211; die Regierigen.</p>

	<p>Auf der reboot in Kopenhagen hatte ich dazu eine Idee, die ich hiermit zur Verf&#252;gung stellen und somit eine eventuelle Realisierung crowdsourcen m&#246;chte. Ich schlage ein Projekt <strong>&#8220;PolitPapparazzi.de&#8221;</strong> vor. Eine Web-Community, die es sich zur Aufgabe macht, unserer politischen Elite auf die Finger zu schauen. Eine Community, die s&#228;mtliche Informationen &#252;ber s&#228;mtliche Kabinettsmitglieder, Parlamentarier und Staatssekret&#228;re sammelt, die zur Zeit so gerne unser Grundgesetz und unsere Reste von Demokratie verbocken. Eine Community, in der die User eintragen k&#246;nnen wann sie welchen Politiker wo gesehen haben. Bei welcher Veranstaltung oder bei welchem Essen mit irgendwelchen Lobbyisten. In welchen Artikeln im Web oder in Zeitungen welcher Politiker erw&#228;hnt oder zitiert wird. Links zu Videos, Fotos und Soundbites. Weiterhin alle &#246;ffentlich erh&#228;ltlichen Daten, wie ehemalige oder noch aktuelle Jobs, Aufsichtsratsmandate und so weiter.</p>

	<p>Also genau die Informationen, die den B&#252;rgern eigentlich vom Bund selber &#246;ffentlich zug&#228;nglich gemacht werden m&#252;ssten.</p>

	<p>Im Idealfall ergibt sich so ein recht dichtes Bild &#252;ber Aktionen und Meinungs&#228;u&#223;erungen der etablierten politischen Kaste.</p>

	<p>Es handelt sich dabei um ein Projekt mit gewaltigem Arbeitsaufwand, der aber durch eine offene und engagierte Community durchaus zu leisten ist.</p>

	<p>Auf diese Art k&#246;nnen wir versuchen der etablierten politischen Gesellschaft klar zu machen was es bedeutet von allen m&#246;glichen Seiten &#252;berwacht zu werden.</p>

	<p>Auf diese Art k&#246;nnte man ihnen entgegenrufen: &#8220;Ihr wollt einen &#220;berwachungsstaat? Den k&#246;nnt ihr haben!&#8221;</p>

	<p><span class="caps">PS </span>Kurze nachtr&#228;gliche Anmerkung: politpaparazzi.de ist vergeben, politpapparazzi.de w&#228;re falsch geschrieben, aber es geht auch gar nicht um den Domainnamen, der steht da nur exemplarisch. .org oder .net g&#228;be es ja zum Beispiel noch. Oder vielleicht w&#228;re ja auch politparazzi.de geeigneter oder quiscustodiet.de.</p>
 <span class="post-twitter" ><a href="http://twitter.com/home?status=Reading%20%20%22%C3%9Cberwachungsstaat%22%20http%3A%2F%2Ftinyurl.com%2Flvtek3" title="Tweet it" rel="nofollow">Tweet it</a></span> <p><a href="http://www.unpolitik.de/?flattrss_redirect&amp;id=573&amp;md5=abef52311311c42fdbc2398dd47e0a84" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.unpolitik.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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