Letzten Donnerstag berichtete ich ja über den peinlichen Unterschied zwischen der Print- und der Online-Ausgabe der Zeit. Aus
Internetaktivistin Franziska Heine und Familienministerin Ursula von der Leyen streiten über die Stoppschilder vor Kinderpornoseiten
wurde
Die Internetaktivistin Franziska Heine und Familienministerin Ursula von der Leyen streiten über das Verbot von Kinderpornografie
(Hervorhebung von mir)
Kai Biermann von Zeit Online hat sich in den Kommentaren hier und hier direkt entschuldigt, und angekündigt, dass in der nächsten Printausgabe der Fehler “korrigiert” wird. Nunja, heute kam dann die nächste Printausgabe, aber was müssen meine müden Augen sehen?

Wie bitte? Die beiden Damen stritten darüber, wie man Kinderpornografie im Internet durchsetzt? Unglaublich! Liest dort niemand nochmal Korrektur? Schon erstaunlich wie ein fehlendes “s” den Sinn des Artikels komplett umdreht: “Natürlich stritten die beiden Damen nicht über ein Verbot von Kinderpornografie, sondern darüber wie man dieses im Internet durchsetzt.” – so wäre ein Schuh draus geworden.
Liebe Zeit-Redaktion, das war mal nix.
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Juli 2nd, 2009 at 12:10
Keine Angst, der Fehler wird in der nächsten Ausgabe sicherlich korrigiert
Juli 2nd, 2009 at 12:13
Mal sehen, wie sie das dann nächste Woche verkorrigieren…
Juli 2nd, 2009 at 12:15
Zum Glück haben wir ja noch den Spiegel als wahren Hort des Qualitätsjournalismus
Juli 2nd, 2009 at 12:41
Zwei mal der selbe Fehler, da scheint wohl jemand bei der Zeit unbewußt der Meinung, daß die, die für Freiheit im Internet sind, Kinderschänder seien.
Juli 2nd, 2009 at 13:06
Hm, Freud hatte doch recht…
Juli 2nd, 2009 at 13:07
[...] http://www.unpolitik.de/2009/07/02/die-zeit-korrigiert-sich-sort-of/ [...]
Juli 2nd, 2009 at 13:13
[...] Unpolitik.de ist ein gescanntes Bild von der Entschulding der “Zeit” dafür, dass sie sich bei dem [...]
Juli 2nd, 2009 at 13:16
Das schneide ich heute Abend aus und klebe es mir an die Pinnwand.
Juli 2nd, 2009 at 13:47
[...] uintended purpose (dpa) / unpolitik (zeit) und alles zusammen via fefe, vielen Dank! [...]
Juli 2nd, 2009 at 13:49
Fefe hat diesen Artikel hier erwähnt: http://blog.fefe.de/?ts=b4b24ac6
Juli 2nd, 2009 at 13:56
Das kann doch nicht sein! Und was soll diese bescheuerte Überschrift “Unzensiert”. Und nach diesem fatalen Tippfehler (ich hätte gar nicht gecheckt, dass man den Satz mit einem Zeichen korrigieren kann), fehlt dann auch noch der Bezug zu den Stoppschildern, der in der Onlineversion des Artikels ja da war.
Warum wiederholt DZ den Anfang der Unterzeile, der in beiden Versionen gleich ist. Den Rest schreibt er nicht in der korrigierten Version, darum mutmaße ich, dass jemand, der sich mit dem Thema wenig beschäftigt hat mit dieser Korrektur nichts anfangen kann.
Ist er nur so schusselig, dass er dachte, er müsse den Anfang der Unterzeile korrigieren und nicht das Ende, oder verteidigt er sich nach dem Motto: “Der Anfang der Unterzeile war ja ein Hinweis darauf, dass es nicht um die Legalisierung von Kinderpornographie geht, sondern um eine Zensurdebatte, darum hat jeder Leser sowiso gemerkt, was ich schreiben wollte und mein Fehler war gar nicht so schlimm…” ?
Würde es etwas bringen, an Heines Stelle den Autor wegen Verleumdung anzuzeigen?
Juli 2nd, 2009 at 14:56
Dass DZ auch die ursprüngliche vergeigte Unterzeile verfasst hat, habe ich nur vermutet. Wer war das?
Juli 2nd, 2009 at 17:18
das “unzensiert” sollte lustig sein. weil man doch als große und wichtige wochenzeitung in dieser elenden, von dummen menschen unter falschen voraussetzungen begonnene diskussion souverän und unverbissen rüberkommen will. das ist die gönnerhafte pose, die wird irgendwann noch in “jetzt muss schluss sein” und weitreichende sperrwünsche umschwenken.
bis dahin ist holder frieden an deutschlands intellektuellen teetischen.
die gehören doch schon lange auf den index. das magazin, gut, das könnten sie meinetwegen weiterführen. das muss ich mal dem weltherrscher stecken.
.~.
Juli 2nd, 2009 at 17:21
Was regt Ihr Euch auf?
Ihr wisst doch sicherlich, was ein ‘Freudscher Versprecher’ ist? Glaubt doch nicht ersthaft, daß die Zeit auf der Seite der Zensurgegner ist. Offensichtlich spekulieren einige Zeit-Leute damit, daß ihnen die ans Internet verloren Leser bei mehr Zensur desselben wieder zufallen werden.
@houellebeck: Ach ja? Der Beweis des Gegenteils steht doch wohl schon im Netz, bzw. erscheint jeden Montag, oder?
Juli 2nd, 2009 at 18:56
@Hans Möller:
Der Kommentar von houellebeck war sarkastisch gemeint.
Juli 2nd, 2009 at 19:40
Was sind schon die paar Vertipper in der Zeit. Das hat 3sat gestern allemal überboten.
http://www.3sat.de/bauerfeind/135374/index.html
Der Bericht an sich ist ja sachlich und positiv, aber das dazu gehörige Video hat es in sich. Nicht nur das es absolut polemisch ist und dem Bericht glatt widerspricht, die Aussagen des Sprechers passen auch irgendwie nicht zu dem was die Interviewten sagen.
Da taucht für mich die Frage auf wer von den Machern da alles geistig abwesend war.
Juli 2nd, 2009 at 19:44
@Hans Möller
Was Du nicht sagst … Ich denke immer daß Sarkasmus erheblich an Wert verliert, wenn er jemandem der es nicht gemerkt hat als solcher enthüllt wird.
Juli 2nd, 2009 at 21:51
[...] noch… ( finde-den-unterschied-zeit-online-vs-printausgabe ) nur noch widerlich. UDATE II: http://www.unpolitik.de/2009/07/02/die-zeit-korrigiert-sich-sort-of/ ; ( das ist jetzt richtig geil
! ) Geschrieben von Mario Palestini um 08:42 | [...]
Juli 3rd, 2009 at 00:30
Naja, der Tippfehler hätte im Lektorat wohl eigentlich auffallen sollen. Ich habe ihn allerdings im Originaltext zunächst gar nicht bemerkt. Das fehlende s ergibt sich aus dem kurzen Text offensichtlich von selbst.
Juli 3rd, 2009 at 23:32
[...] Punkte ein Stück weit an die allgemeine Öffentlichkeit geschafft hat (zumindest solange sich die Zeit mit ihrer kompetenter Berichterstattung zurückhalt) und auf die Richter in Karlsruhe vertrauen, [...]
Juli 4th, 2009 at 06:14
[...] Die Zeit korrigiert sich – sort of. [...]
Juli 5th, 2009 at 12:48
[...] Mir scheint, als lese bei der „Zeit“ niemand mehr Korrektur: http://www.unpolitik.de/…korrigiert-sich-sort-of/ [...]
Juli 10th, 2009 at 01:06
[...] Die Zeit korrigiert sich – sort of. [...]